RT-Exklusiv-Interview mit Assange über US-Destabilisierungspolitik und Drohnenkriege

Assange - ein Mossad-Agent?
Assange ist ein Werkzeug der Globalistenkabale

Danke janu für den Link

Laut Julian Assange hat die Analyse von WikiLeaks vorliegenden diplomatischen Depeschen zu Tage gebracht, dass Gegner der syrischen Regierung bewusst auf eine „strategische Entvölkerung“ Syriens abzielen, die nun in den Flüchtlingswellen nach Europa ihren Ausdruck findet.

von Dr. Webster G. Tarpley und Press TV (leicht gekürzte Übersetzung von politaia.org)

http://www.veteranstoday.com/2013/06/18/snowden-cia-shill/

Die Operationen der Geheimdienste, welche auf die Manipulatin der öffentlichen Meinung zielen, beinhalten eine Kombination von zynischer Täuschung gepaart mit einer bedauenswerten Leichtgläubigleit der angesprochenen Bevölkerungsgruppen.

Es gibt überwältigende Gründe dafür, dass Edward Joseph Snowden in dieses Schema passt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Täuschungsoperation (“limited hangout” operation, was im folgenden vereinfacht als “Täuschungsoperation” übersetzt wird, Anm.d. Ü.) , in der sorgfältig ausgewählte Dokumente und anderes Material absichtlich von einem Insider an die Öffentlichkeit gebracht werden. Der Insider gibt vor, auf der Flucht zu sein und gegen die Exzesse einer oppressiven und gefährlichen Regierungsbehörde zu rebellieren.
https://po.neopresse.com/allgemein/snowden-ein-cia-lockvogel-von-webster-tarpley/

In einem Interview mit dem ThePressProject betonte der WikiLeaks-Gründer:

„Gegner des Landes initiieren eine strategische Entvölkerung, um so die kämpferischen Kapazitäten der Regierung zu beschränken. Es ist vor allem die Mittelklasse die aus Syrien flieht. Ingenieure, Manager, Angestellte, da sie über die notwendigen Sprachkenntnisse, Geld und Verbindungen verfügen. Genau diese Berufsgruppen braucht man, um einen Regierung am Laufen zu halten.“

Syrer werden dazu ermutigt ihr Land zu verlassen, „indem Deutschland zu verstehen gibt, dass es sehr, sehr viele Flüchtlinge aufnehmen wird und indem die Türkei bereits drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, und so die syrische Regierung signifikant schwächt“.

Syrien sei nicht der einzige Fall in dem “Flüchtlinge als Waffe” genutzt wurden, so Assange weiter. Laut diplomatischen Depeschen die sich in der Hand von WikiLeaks befinden, hätte die schwedische Regierung im Rahmen der Irak-Invasion gegenüber den USA argumentiert, dass die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen „Schwedens Beitrag zum Irak-Krieg“ sei.

“Die Situation [die aktuelle Flüchtlingswelle] ist das Resultat der US-amerikanischen, britischen und französischen Politik im Nahen Osten in Zusammenarbeit mit ihren regionalen Verbündeten wie Katar, die Türkei, Jordanien, Saudi Arabien und Israel“, lautet die Einschätzung Assanges (Flüchtlingskrise: Keine Lösung, keine Obergrenze, ein Ultimatum an Merkel und Chaos (Videos)).

„Die USA versuchten mit subversiven Aktivitäten die syrischen Regierung ‚paranoid‘ zu machen und zu Überreaktionen zu reizen, durch das Anheizen von Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten, dem Versuch ausländische Investitionen zum Stoppen zu bringen und die geheime Finanzierung zahlreicher NGOs in Syrien“, so die Argumentation von Assange, die er weiter ausführt:

“Natürlich zieht die CIA daraus Vorteile. Sie kreiert ein Problem, für das sie dann ein noch größeres Budget verlangen kann, um es dann anschließend zu lösen. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Söldner-Firmen, Waffenherstellern und –händlern. Wenn es keine Probleme gibt, werden ihre Budgets gekürzt, also fabrizieren sie Probleme.“

Quelle: http://www.pravda-tv.com/2015/10/wikileaks-depeschen-zeigen-plan-zur-strategischen-entvoelkerung-von-syrien-und-eu-fluechtlingskrise/#comment-147152

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

6 Kommentare

  1. TEIL 4
    Interessieren diesen Tarpley nun die US-Slum-Bewohner? Nein, nicht die Bohne!
    Und sein angeblicher Widerspruch gegen den zerstörerischen Neoliberalismus –
    bietet Tarpley wenigsten ein Gegenprogramm an – nein!
    Was er so richtig entgegensetzen will “rotzt” er irgendwie nur aus. Man ahnt (so richtig sagt er es ja nicht) daß er den Kanalbau Ludwig XIV. in den USA wiederholen möchte. Irgendwie ahnt man auch, daß er die USA mit Hitlers Autobahnen beglücken möchte (dei USA waren damals viel weiter!). Tarpleys Vorschläge sind alle nur kurz angedacht (“hingerotzt”), nach dem Motto: “Auftrag erteilt – Auftrag erledigt”.

    Auch Tarpleys Argument: ‘Wir brauchen doch die Flüchtlinge dringend als Arbeitskräfte’, ist bloß “hingerotzt” – bzw. schwachsinnig! Nein wir brauchen nicht mehr Arbeitskräfte, sondern wir haben schon jetzt keine ausreichenden Arbeitplätze für Arbeitssuchende. Das liegt an dem technologischen Fortschritt bzw. der Automation. Noch in den 1960er Jahren hatte z. B. jeder Rechtsanwalt nicht eine (wie heute), sondern 3 oder 4 Sekretärinnen. Diese waren weitgehend schon allein damit beschäftig, die in Schriftsätzen des Anwalts zitierten Dokumente (Urkunden etc) abzutippen. Deswegen setzen Anwälte bis heute den Stempel “Abschrift” – nicht etwa “Kopie” auf ihre Kopien beim Schriftsatz. Aber dann kam der Kopierer (und 2-3 Sekretärinnen verloren ihren Arbeitsplatz). In den 1980er Jahren kam plötzlich Excel (sogar für den Commodore 64 gab es “Multiplan”) auf. Zuvor wurde in den Banken in unzähligen Büchern – mit Füllfederhalter!! – die Forderungsverläufe (ständige Abzahlungen, mit Datum usw., ggf. Krediterhöhung, dann wieder weitere Abzahlungsraten usw.) eingetragen. Aber dann kam Excel und unzählige Bankmitarbeiter wurden nicht mehr gebraucht. Vergessen habe ich eben die 1970er Jahre: Also: Damals wurden die vielen Fließbandarbeiter bei der Autoproduktion überflüssig, weil nun Computer- und Robotergesteuerte Produktionsstraßen entstanden (Toyota war damals Vorreiter).
    Und sogar wenn man erfolgreich ein paar neue Arbeitplätze schafft (der Beruf “Programmierer” oder “IT-Spezialist” tauchten völlig neu auf), so verliert man durch die Automation auf der anderen Seite das Mehrfache an Arbeitplätzen. Hinzu kommt noch die Konzentration (Karl Marx: “Monopolisierung”). Nehmen wir nur mal Sigmar Gabriels Edeka und Tengelmann Schote. Oder Beiersdorf und Monsanto (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/bayer-monsanto-basf-uebernimmt-basf-gar-monsanto/13348946-2.html). Auch diese “Übernahmen” (Karls “Monopolisierung”) schaffen nicht etwa Arbeitsplätze – sonder sie vernichten diese!

    Wir brauchen also, wie Tarpley meint, nicht noch mehr Arbeitssuchende (Flüchtlinge, Mexikaner), sondern im Gegenteil: Unsere Gesellschaften können – wegen der Automation und der Monopolisierung – unsere Arbeitswilligen gar nicht mehr ausreichend mit Arbeitsplätzen versorgen. Aber Tarpley rotzt einfach irgendwas dahin: “Auftrag erteilt- Auftrag erledigt”. Ja, so denken nun mal Arbeitnehmer (wie Tarpley einer ist!) . Ich war auch mehrfach in meinem Leben Angestellter. Was man mir aufgetragen hat, habe ich erledigt – aber doch nicht mehr! Warum auch? – jede Mehrarbeit wäre unbezahlt geblieben! Ich schimpfe hier also nicht über “Arbeitnehmer”, sondern ich weise nur daraufhin, daß sämtliche Handlungen Tarpleys nicht die eines begeisterten/engagierten politischen Aktivisten sind (für den er sich ausgibt) sondern allein die eines Angestellten bzw. Auftragnehmers.

    Auch die von Tarpley ausgerufene “demographic crisis” ist doch völliger Schwachsinn. Wir sind doch ohnehin überbevölkert (z. B. die Niederlande sind eines der dichtbevölkersten Regionen auf der ganzen Welt). Wenn man Karl dem Großen oder auch Friedrich dem Großen mitgeteilt hätte, wieviel von Millionen an Bürgern heute in Frankreich und der BRD leben, hätten die jeweils einen Herzinfarkt bekommen (oder sie hätten einen hinrichten lassen)!
    In Europa (dazu gehört selbstverständlich gerade auch Rußland), in China, in Japan usw. reduziert sich die Bevölkerung. Und die Bevölkerungsexplosion seit dem 19. Jahrhundert (Verringerung der Geburtensterblichkeit) bis in die 1960er Jahre (“Baby-Boomer) hinein (Stichwort: “Antibabypille”) hat endlich ein Ende gefunden. Das ist doch gut! Die Natur wird es unseren Nachfahren danken! Wo soll da das Problem sein?!
    Ein Problem sehe ich lediglich bei den USA und bei zahlreichen div. “Entwicklungsländern”, wo – wegen eines fehlenden Sozialsystems – die karnickelartige Vermehrung ungebrochen ist.

    Auch die Beitrage Tarpleys mit “Reverend Pinkney”!
    Rev. Pinkney ist ein politisch aktiver Pastor/Pfarrer, der von der US-Justiz und -Politik auf das übelste behandelt wird. Seine Seite ist: http://www.bhbanco.org/ .
    Monatelang ließ Tarpley Rev. Pinkney per Telefonleitung aus dem Gefängnis zu Wort kommen. Plötzlich aber gibt es bei Tarpley den Rev. Pinkney überhaupt nicht mehr!
    Das ist auch wieder das Schema “Auftrag erteilt – Auftrag ausgeführt”. Nur mal so viel: Es wäre ja nicht auszuschließen, daß es zu einer Verstimmung zwíschen Rev. Pinkney und Tarpley gekommen wäre. Vielleicht wurde Rev. Pinkney frech und hat 1.000 $ für jedes Telefongespräch verlangt oder so. Aber diesenfalls hätte sich ein echter politischer Aktivist, für den sich Tarpley ausgibt, doch seine Hörergemeinde entsprechend informiert. Etwa :”Liebe Zuhörer, was Rev. Pinkney angeht, ist es zu einem Zerwürfnis gekommen, so daß ich leider vorläufig davon absehen muß, ihn weiter zu interviewen”. Aber nix! Tarpley hat von seinem Auftraggeber offensichtlich die Anordnung empfangen: “Bester Tarpley, das mit diesem Pinkney geht uns nun doch zu weit. Lassen sie diesen bitte ab sofort weg. Und was macht Tarpley? “Auftrag erteilt – Auftrag ausgeführt” – Rev. Pinkney gibt es bei Tarpley von einem Tag auf den anderen plötzlich überhaupt nicht mehr!

    Wer ist der Auftraggeber von Tarpley?
    Das ist schwer zu beantworten. Ja, Tarpley ist auf jeden Fall eine US-Geheimdienstpflanze! Aber es gibt in den USA nicht nur die CIA und die NSA sondern unendlich viele staatlichen (auch militärische) Geheimdienste. Darüber hinaus vermute ich, daß zumindest die US-Oligarchen (Soros, Gates, Koch-Brothers, Adelson usw.) längst auch jeweils ihren eigenen privaten Geheimdienst haben. Vielleicht haben sogar große US-Unternehmen (Goldman-Sachs, Apple, die NASA, Boeing usw.,) schon eigene Geheimdienste.

    Daß aber Tarpley eine US-Geheimdienstpflanze ist, ergibt sich nicht nur aus dem Vorstehenden sondern auch aus folgendem:

    … wird fortgesetzt.

  2. TEIL 3
    Dieser Webster Tarpley wird mir immer gruseliger. Jetzt hört euch mal sein neuestes Audio an: Herunterladbar auf http://tarpley.net/audio/WCR-20160820.mp3 .
    Dort betont Tarpley heißt es – nach ca. 10:00
    -: “The importance of Emigration” …”the importance ob building a melting-pot labour force”, “so that your escape the demographic crisis”. Merkel wird ausdrücklich von Tarpley gelobt, wenn sie gesagt habe, ‘ohne die Flüchtlinge hätten wir hier bald keine Leute mehr’ – “otherwise we will have no people here”.

    Also: Tarpley behauptet:
    1.) Wir brauchen die Flüchtlinge als Arbeitskräfte, unsere Wirtschaft würde dann aufblühen.
    2.) Wegen der Veralterung unsere Gesellschaften (“demographic crisis”) und dem Bevölkerungsrückgang brauchen wir die Flüchtlinge.

    Jetzt nehmen wir zunächst einmal an, daß Tarpley mit seinen Behauptungen (vorstehend “1.” und “2.”) recht hätte (mehr dazu unten).
    Was stimmt denn dann an Tarpley Haltung immer noch nicht?
    Was bei Tarpley nicht stimmt, ist dies: Tarpley argumentiert genauso wie ein sklavenhaltender Baumwoll-Farmer in den US vor 200 Jahren. Wenn ich dem vorgehalten hätte, daß diese afrikanischen “Neger” doch unglaublich grausam verschleppt wurden (ganze Dörfer und für die Sklaverei untaugliche Menschen wurden zerstört/ermordet. Stammesbande, Familienbande, freundschaftliche und Liebes-Verbindungen, die geplante eigene Zukunft wurden rücksichtslos zerstört). Dann: Die Verhältnisse auf den Sklavenschiffen Richtung Amerika/USA waren überaus grausam, sehr viele verschleppten Sklaven überlebten die Schiffsfahrt noch nicht einmal (das entspricht dem heutigen Ertrinken im Mittelmehr), dann hätte mir dieser Farmer geantwortet: “Aber wir brauchen die Neger doch: Die Baumwollfelder müssen doch abgeerntet werden!”.
    D. h. dieser Farmer hätte nur an sein Interesse gedacht – und zu Mitgefühl/Empathie für die so grausam verschleppten Sklaven wäre er außerstande gewesen – und auf die grausame (und unchristliche!) Sklavenhaltung bei dem Farmer selbst wäre ich ja noch nicht einmal zu sprechen gekommen!

    Genauso Tarpley: Westeuropa könne doch die Kriegsflüchtlinge aus Nahost und die Armutsflüchtlinge aus den von den USA (“African Command”) und der EU wirtschaftlich zerstörten afrikanischen Staaten doch absolut gut gebrauchen! Und die USA könnten doch die ‘Not-Flüchtlinge’ (so nenne ich sie mal) aus den fortlaufend gerade von den USA (aber auch durch die dortigen NGOs der deutschen CDU, FDP und SPD) immer wieder destabilisierten lateinamerikanischen Staaten wunderbar gebrauchen!

    Daß diese Flüchtlinge aus den von der Nato zerstörten Staaten (auch wirtschaftlich zerstörten!) einen Anspruch(!) darauf haben, daß die Nato-Länder diese Staaten auch wieder aufbauen, interessiert diesen Tarpley nicht. Auch die hier dankenswerter Weise erwähnte gezielte und strategische “Entvölkerungspolitik” in Nahost mag er nicht einmal(!) kritisieren!

    Alles was Tarpley veröffentlicht, ist irgendwie nur “hingerotzt”. Alles was Tarpley veröffentlicht, folgt irgendwie nur dem System “Auftrag erhalten – Auftrag erledigt!”

    Bevor ich auf die obigen Themen komme, zunächst zu Tarpleys angeblicher Ablehnung des Neoliberalismus. Was schlägt er denn vor?
    Ja, er ist irgendwie gegen die FED. Und ja, er will eine Spekulationssteuer erheben – und Studentenkredite will er zinsfrei stellen. Nur mal zu Erinnerung für die ‘alten Säcke’ unter uns: Irgendwann in den 1960er Jahre flog der US-Minister McNamara nach Westeuropa. Und dort rügte er scharf, daß in Europa nur Kinder von reichen Familien oder aber Kinder von zwar nicht reichen, aber von Akademikereltern in Deutschland (und den andern westeuropäischen Ländern) die Chance bekämen, zu studieren. McNamara (der leider eine unrühmliche Rolle im Vietnamkrieg spielte), prägte damals den Begriff “Generation-Gap”. Der brave Vasall BRD (insbesondere die von McNamara links überholte SPD) richtete damals hektisch deshalb das “BAFÖG” für Studenten ein: Auch Kinder eines einfachen/armen Malochers aus dem Kohlenpott sollten zukünftig studieren können. Fordert Tarpley nun ein “BAFÖG” für US-Studenten aus armen Familien? Keineswegs! Diese sollen gefälligst einen Kredit für ihr Studium aufnehmen! Ja, gut, Tarpley möchte diesen zinsfrei stellen. Aber einen Kredit sollen sie doch aufnehmen müssen (“warum hast Du auch so arme Eltern!”).
    Und das sind ja nur die Studenten. Nun lebt aber ein erheblicher Teil der US-Bevölkerung unter erbärmlichsten Umständen in den US-Slums! Noch in den 1970er Jahren berichteten ARD und ZDF darüber – heutzutage wird das weggeblendet! Und ein US-Slum -Bewohner zu sein, heißt ja nicht nur, daß man Morgen nicht weiß, ob man etwas zu Essen besorgen kann (auch für Ehefrau und die Kinder), es das heißt auch, daß man ständiger Gewalt (Sex-Kinder-Verschleppung, Frauen-Sex-Verschleppung, Erpressung, einfacher Raub, und einfacher Raubmord usw.) ausgesetzt ist. Und die Polizei (“Cops) darf man dann schon mal gar nicht rufen. Wenn man Glück hat wird einem nur “die Fresse poliert”. In ungünstigeren Fällen wird man direkt erschossen (“Euer Ehren, da lag eine Pistole auf dem Nachtisch. Ja, gut, es war nur die Spritzpistole der kleinen Sohnes – aber wir hielten es damals für eine ‘Magnum'”.). Der oftmals etwas zynische Volker Pispers behauptete einmal, daß ein erheblicher Teil der US-Bevölkerung (30%?) BEGEISTERT wäre, wenn sie unter DDR-Verhältnissen leben könnten (gesicherter Arbeitplatz, Kranken- und Alterversorgung, Kriminalitätsbekämpfung usw.).

    … wird fortsetzt.

  3. TEIL 2
    Tarpley stimme ich zu, wenn er sich gegen den Neoliberalismus wendet. Und ich verdanke ihm die völlige Desillusionierung, was diesen Isaac Newton angeht (ich bin bis heute geschockt!) .

    Aber sein Hang, immer wieder ein “limited hangout” irgendwo unterzubringen, nervt.
    Der geschätzte Paul Craig Roberts z. B. rügt zu recht, daß Tarpley in seiner Schwärmerei für die “Unionisten” (d. i. die nördliche Bürgerkriegsarmee im US-Bürgerkrieg) die systematischen Massenmorde an den Indianern durch gerade diese Armee verschweigt (“limited hangout”).

    Oder jetzt das Interview mit Tarpley auf PressTV – http://www.youtube.com/watch?v=lwjY9iKxhuY !

    Nicht nur daß Tarpley – wieder einmal! – in völlig unverständlicher Weise gegen die VR China hetzt. Nein, er muß auch gleich wieder ein “limited hangout” unterbringen. In diesem Interview trägt Tarpley vor, daß die Einkreisung Chinas und die Raketenbewaffnung (THAAT) der US-Vasallen in Ost- und Südostasien völlig richtig und notwendig sei, da die VR China in unverantwortlicher Weise Inseln im Südchinesischen Meer beanspruche.
    Was läßt Tarpley weg (limited hangout)? Er läßt weg, daß Obama bereits vor mehreren Jahren den “asian pivot” (= “Asien-Achse”) ausgerufen hat, Und dieser “asian pivot” hatte von Anfang an kein anderes Ziel als die VR China militärisch einzukreisen – so wie es Washington bereits mit Rußland gemacht hat. Obama reiste damals durch Ost- und Südostasien um eine Einkreisungs-Front gegen China aufzubauen. Erst daraufhin(!) hat China die für die Landesverteidigung sehr bedeutenden Inseln beansprucht.
    An sich hätte Tarpley doch auffallen müssen, daß dieser andere Interviewpartner, dieser stinkreaktionäre Kotzbrocken rechts von Tarpley, genau dasselbe wie Tarpley sagt. Da müssen einem doch Bedenken kommen!

    Geradezu eine Erholung ist hingegen das, was der sehr geschätzte F. William Engdahl zu den Spannungen in Ostasien zu sagen hat. Siehe: .
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/washington-treibt-nicht-nur-mit-russland-machtspielchen-sondern-jetzt-auch-mit-china.html;jsessionid=086C706DFB8D796653C205050F49CE90 .

    Auch mit Tarpleys Anti-Neoliberalismus ist es doch nicht so weit her. Er will eine Spekulationssteuer erheben (“Tax Wallstreet”). Aber schon der läppische finanzielle Betrag aus einer solchen Steuer löst doch nicht die wirklichen Probleme. Noch nicht einmal die finanziellen! Geschweige denn, daß eine solche Steuer zu Wohlstand unter den US-Bürgern führen würde.
    Dann will Tarpley dem Neoliberalismus mit Infrastrukturmaßnahmen bzw. -ausgaben revolutionär entgegentreten! Das würde “Arbeitsplätze” schaffen!
    Nein schaffen solche Maßnahmen nicht. Nicht bei dem heutigen Maschinendurchsatz. Und schon gar nicht dauerhaft. Irgendwann ist der neue Kanal/die, die neue Autobahn fertig. Und dann? Dann sind die Arbeiter wieder arbeitslos. Auch leben wir nicht mehr im 17. und 18. Jahrhundert. Das mit den Kanälen war damals ein tolle Idee. Auch das mit den Eisenbahnen (19. Jahrh.) war eine tolle Idee. Und auch das mit den Autobahnen (1920er/1930er Jahre) war eine Superidee. Aber nun ist Schluß. Die Transport-Karte ist ausgereizt. Natürlich muß schleunigst was gegen die in skandalöser Weise verfallende Infrastruktur (Autobahnen, Brücken, Eisenbahnen usw.) in den USA (aber auch bei uns) gemacht werden. Aber das ist doch kein Gegenmittel gegen die fortschreitende Verarmung unserer Bürger und die (schon wegen der Automation) fortschreitende Arbeitslosigkeit! Und schon gar nicht kann man damit dem zerstörerischen Neoliberalismus entgegentreten.

    Irgendwie ist auch Tarpleys Anti-Neoliberalismus nur ein “limited hangout”. Ja, ja, er ist gegen den Neoliberalismus. Jedenfalls sagt er das. Aber etwas wirklich wirksames vorzuschlagen, das mag er auch nicht. Mit den Kanälen Friedrich des Großen kann man doch heutzutage die dringend notwendige Partizipation der Bürger an dem enormen Reichtum, den unser technologischer Fortschritt ermöglicht, nicht gewährleisten.

    Tarpley ist für die Masseneinwanderung aus Lateinamerika in die USA. Argument: Diese sprächen doch wenigstens eine europäische Sprache und nicht Chinesisch. Was hat Tarpley eigentlich immer so eine Haß auf China?

    Tarpley ist – “natürlich”, möchte man sagen – FÜR Atomkraftwerke. Aber daß diese Technik nicht beherrschbar ist, hat sich doch erwiesen! Und damit meine ich nicht nur Tschernobyl, Fukushima und Long Island, sondern ich meine auch Gorleben bzw. “die Asse”.
    Die Atomkraftwerktechnik ist GESELLSCHAFTLICH nicht beherrschbar. Unsere Gesellschaften sind zu korrupt Und das wird sich auch nicht ändern. Seit in Gorleben schon vor etlichen Jahren durchgerostete Fässer mit hochradioaktivem Müll entdeckt wurden, seit festgestellt wurde, daß Gorleben und die Salzstöcke sich definitiv nicht als Atommülllager eignen (Wassereinbruchs etc.), seit festgestellt wurde, daß neben den registrierten Einlagerungen auch jede Menge illegaler(!) und unregistrierter(!) Atommüll “verklappt” wurde, hat sich was getan?
    Getan hat sich dies: Es wurde kurzerhand jegliche Berichterstattung über Gorleben eingestellt.
    Ob die Firmen, die dort illegal Atommüll “verklappten” zu Strafzahlungen und zu Schadensersatz herangezogen wurden: Wie wissen es nicht!
    Ob es strafrechtliche Verurteilungen gegeben hat: Wir wissen es nicht!
    Was man mit den verrosteten Fässern nun gemacht hat: Wir wissen es nicht!
    Was man nun machen will, nachdem Gorleben sich eindeutig als ungeeignet für ein Endlager/Zwischenlager erwiesen hat: wir wissen es nicht!
    Und die Bürger fragen auch nicht nach. Das nenne ich “gesellschaftlich nicht beherrschbar”.
    Aber Tarpley blendet das einfach aus (“limited hangout”).

    Ach, ja: dies noch: Auch eine “Preußischen Kadavergehorsam”, wie Tarpley (auf Englisch) meinte, hat es nie gegeben. Den hat es erst nach der Reichsgründung 1871 gegeben, als nicht nur der Deutschnationalismus jeglichen ‘preußischen Geist’ verdampfen ließ, sondern als auch ein hochfahrendes, überaus eitles und durch und durch militaristisches Offizierscorps entstand (ich zitiere immer den “schnarrenden Potsdamer Offizierston”).
    Und ein durch Eitelkeit und hohlen Dünkel völlig unfähiges Offizierscorps dazu.
    Bei Beginn des 1. Weltkrieges liefen sie durcheinander wie Hasen! Sie rückten vor und dann wieder zurück und wußten nicht, was tun. Sogar solche Einäugigen wie Hindenburg und Ludendorff waren plötzlich Könige unter diesen Blinden.

  4. TEIL 1
    Tarpleys Schmähung von Snowden ist völlig oberflächlich und nicht überzeugend.
    Zunächst einmal: Snowden ist nicht Ellsberg. Ellsberg mußte auch nicht nach Rußland (damals: Sowjetunion) fliehen! Hallo! Snowden ist auch nicht Bob Woodward. Woodward mußte ebenfalls nicht nach Rußland (damals: Sowjetunion) fliehen! Noch mal: Hallo!.

    Wir hören, daß Snowden auf Hawaii fettest verdient haben soll. Das findet Tarpley verdächtig. immerhin habe Snowden die Schule nicht beendet und später auch nicht sein Studium der Informatik abgeschlossen ( dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Snowden#Ausbildung ). Dann aber habe Snowden brutal-viel Geld in der Informatik-Branche verdient. Das findet Tarpley verdächtig.
    Warum das verdächtig sein soll, sagt er aber nicht. Will Tarpley andeuten, daß Snowden schon damals (2009) für ein “limited hangout” von der CIA oder NSA vorbereitet wurde? Das ist doch absurd! Absurd ist auch die Vorstellung, daß CIA/NSA ihrem jungen (Snowden war damals alles andere als ein “alter Hase”!) Personal Unsummen an Gehalt in den Allerwertesten bläst.
    Auf Wikipedia finden wird den Hinweis, daß Snowden auf Hawaii regulär 120.000 $ (= 90.000 €) im Jahr verdient haben soll. Das sind 7.500 € im Monat. Brutto. Krankenkasse und andere Sozialbeiträge (Rente, Altersversorgung) muß ein Arbeitnehmer in den USA vollständig selbst bezahlen. D. h. es geht da noch ein Menge ab. Ein Gehalt von 7.500 €/mo. soll viel sein? Schon in den 90er Jahren hatte ich mit einem Geschäftsführer eines kleinen mittelständischen Unternehmens zu tun, welches in einem großen Landegeschäft Bauzubehör verkaufte. Der Mann, der nicht viel übermäßig viel zu tun hatte verdiente exakt dasselbe, nämlich 15.000 DM (=7.500 €) im Monat. Und er bekam noch ein dreizehntes Monatsgehalt (was in den USA nicht bekannt ist). Heute verdient der Mann – und andere vergleichbare Geschäftsführer kleiner Betriebe – wahrscheinlich das Doppelte!

    Verdächtig will Tarpley finden, daß Snowden mainstream-Blätter wie z. B. den SPEIGEL mit Infos beliefert hat. Das war aber doch lediglich klug. Hätte er sich an Untergrund-Blätter (“St. Pauli-Nachrichten”?) wenden sollen? Es ging darum in breiter Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für den Abhörwahnsinn zu erzeugen. Ich hätte dasselbe wie Snowden gemacht – obwohl ich den SPEIGEL hasse wie die Pest!

    Verdächtig findet Tarpley, daß Snowden nichts über 911 oder über den J. F. Kennedy-Mord geleakt haben. Warum das verdächtig sein soll, verrät uns Tarpley nicht.
    Aber es ging/geht Snowden doch darum Front gegen den Überwachungsstaat zu machen. Was hat das mit den Kennedy-Morden oder 911 zu tun. Außerdem hätten die “bürgerlichen Blätter”, derer sich Snowden bediente, ihm anschließend sofort die Tür vor der Nase zugeschlagen: Wenn Snowden dem deutschen SPEIGEL Nachweise dafür übergeben hätte, daß allein die US-Regierung 911 veranstaltet habe, dann hätte der SPEIGEL das nicht nur nicht veröffentlicht, sondern er hatte fortan gegen Snowden gehetzt, was das Zeuge hält, und von “Fälschungen” eines rachsüchtigen unbedeutenden kleinen ehemaligen Angestellten der US-Geheimdienstgemeinde parliert.

    Leider greift Tarpley selbst nur zu gerne zum “limited hangout”. Ein “hangout” ist ja eigentlich ein Nachrichtenblatt oder eine Wandzeitung mit Informationen. “Limited” wird so ein “hangout” wenn essentielle Informationen gezielt weggelassen/verschwiegen werden. Tarpley verschweigt uns bei seinen Erwägungen zu Snowden hier mal eben, daß das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales über Österreich unter Androhung des Abschusses zur Landung gezwungen und anschließend die Präsidentenmaschine von österreichischen Beamten durchsucht wurde ( https://de.wikipedia.org/wiki/Evo_Morales#Zur_erzwungenen_Landung_in_Wien_am_2._Juli_2013 ). Ein Vorgang, den es meines Wissens in den letzten paar hundert Jahren in der diplomatischen Welt noch nie gegeben hat. Mir fällt allenfalls noch die Gefangennahme von Richard Löwenherz in den Alpen bei seiner Rückkehr aus dem Nahen Osten ein. Das waren übrigens auch die Österreicher (hihi!)! Aber das ist ja auch schon mehr als 800 Jahre her!
    Natürlich sind die Österreicher, die – meines Wissens – mit Bolivien im tiefsten Frieden leben, von Washington dazu “gezwungen” worden.
    Aber warum sollte die US-Diplomatie eine derartige unerhörte diplomatische BLUTGRÄTSCHE veranstalten, wenn Snowden doch, wie Tarpley meint, nur ein optimaler Undercover-Agent der US-Geheimdienstgemeinde ist?

    Also: Snowden hat viel bewirkt, das zugleich sehr unangenehm für Washington war. An seiner Ehrlichkeit zu zweifeln, gibt es keinen plausiblen Anlaß.

    Gleich geht’s weiter mit Tarpley.

Kommentar hinterlassen