26. Februar 2021

Atomverhandlungen mit Iran mit einem Zwischenabkommen beendet

Die Verhandlungen zwischen den sechs internationalen Vermittlern (die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschland) und dem Iran sind laut Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu Ende gegangen. Auch der französische Außenminister Laurent Fabius und der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif verkündeten ein Nuklearabkommen mit dem Iran. Letzterer sagte, dass die nukleare Krise nun abflauen werde.

Die Deal wurde am heutigen Sonntagmorgen bekanntgegeben. Ursprünglich sollten die Gespräche am Freitag enden.

Das Zwischenabkommen gesteht dem Iran zu, seine Aktivitäten in den Atomanlagen in Arak, Fordo und Natanz weiter zu betreiben. Laut dem iranischen Außenminister legt das Abkommen fest, dass  gegen den Iran keine weiteren Sanktionen wegen des Nuklearprogramms erlassen würden. Der Iran erhält weiterhin Zugang zu 4,2 Milliarden Dollar in Fremdwährung.

Der iranische Verhandlungsführer und stellvertretende Außenminister Seyyed Abbas Araqchi schrieb auf  Twitter, dass das Abkommen das Anreicherungsprogramm des Iran anerkennen würde. Der iranische Präsident Hassan Rouhani verkündete ebenfalls am Sonntag, dass das Genfer Abkommen zeige, dass die Welt Teherans “nukleare Rechte” anerkenne. Der US-Außenminister John Kerry sagte im Gegensatz dazu: “Der erste Schritt, lassen Sie mich das deutlich machen, besagt nicht, dass der Iran das Recht hat, Uran anzureichern.”

Russlands Außenminister Sergej Lawrow bestägte wiederum den iranischen Standpunkt und sagte, die Welt erkenne Teherans Recht an, die Atomernergie friedlich zu nutzen, einschließlich dem Recht für die Anreicherung. Aus der Sicht von Lawrow gibt es in Anbetracht der ganzen Umstände keine Verliererm, sondern nur Gewinner.

Die Forderungen des französischen Ministerpräsidenten Hollande gegenüber dem Iran hörten sich vor einigen Tagen bei seinen Israel-Besuch noch ganz anders an.

„Die erste Forderung ist, alle iranischen Atomobjekte unter internationale Kontrolle zu stellen. Zweitens, die Urananreicherung auf 20 Prozent auszusetzen. Drittens, die gehorteten Vorräte (an Kernbrennstoff) zu reduzieren. Die vierte Forderung ist, den Bau des Werkes in Arak zu stoppen, wo Plutonium produziert werden könnte. Wir halten diese Punkte für notwendige Garantien für jegliches Abkommen“, sagte Hollande auf einer Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu.

Welcher Kuhhandel mag da wohl passiert sein, dass es dennoch zu einem Abkommen kam? Welche Zugeständnisse musste der Iran machen? Welche Konsequenzen hat Syrien zu tragen? Und was ist mit Israel ?

Die Antwort könnte in dem folgenden Absatz liegen:

“Der jetzt erzielte Kompromiss sieht vor, dass die IAEA erweiterte Befugnisse für die Kontrollen im Iran bekommt. Laut Lawrow sollen die derzeitigen Vereinbarungen künftig dabei helfen, eine Konferenz zu einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten zu veranstalten. Möglicherweise werde außerdem der Weg für Teherans Teilnahme an der geplanten Internationalen Friedenskonferenz zu Syrien dadurch geebnet, hieß es.”

Das sieht nicht gut aus für das Zionistenregime in Israel.

Quellen:

http://german.ruvr.ru/2013_11_24/Atom-Kompromiss-mit-Iran-erzielt-2541/

http://de.ria.ru/security_and_military/20131124/267342198.html

http://www.veteranstoday.com/2013/11/23/iran-fm-we-have-reached-an-agreement/

https://po.neopresse.com/israel/hollande-stellt-iran-bedingungen/

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen