AUFGEDECKT: Leitmedien wollen keine Heftauflagen mehr melden…. Negativpresse

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Einige der großen Verlage mit Wochenmagazinen oder -zeitungen wollen in Deutschland dem unabhängigen Dienstleister IVW, der Auflagen ermittelt und der Öffentlichkeit wie der werbetreibenden Wirtschaft zur Verfügung stellt, keine Heftauflagen mehr nennen. Dies meldete das Marketing-Magazin „Horizont.net“ nun und nannte die Verlage Spiegel, Gruner + Jahr (Stern), Burda (für den Focus) sowie für die Zeitung die „Zeit“. Ab 2019 sollen diese Zahlen nicht mehr veröffentlicht werden. Die Werbewirtschaft beschwert sich bereits.

Niedrigere Kosten….

Eines der Argumente, die vorgebracht werden, lautet, die Verlage bzw. die einzelnen Objekte wollten Geld sparen und keine permanenten Meldungen mehr abgeben. Dies jedoch soll etwa eine Kostenersparnis von 2.500 Euro im Jahr erbringen – das dürfte also nicht der entscheidende Hintergrund sein.

Vielmehr kämpfen die Wochenblätter damit, dass deren Auflagen deutlich sinken und dass die Schwankungen sehr groß sind. Heftbezogene Meldungen wiederum führen dazu, dass die garantierte Auflage – der werbenden Wirtschaft gegenüber – nicht stets einzuhalten ist. Dann kann es zu Nachforderungen oder zu Rabatten bei weiteren Schaltungen kommen. Es ist den Print-Objekten offenbar zu teuer, unter die Garantie-Auflagen zu sinken.

Das wiederum würde nicht passieren, wenn die Auflagen nicht ohnehin sinken würden. Die Zeiten sind rauer geworden, gerade im Print-Geschäft. Dies konkurriert mit Internet-Werbeschaltungen, die stets genau nachzumessen und damit auch zu bewerten sind. Das Vertrauen der Wirtschaft und auch das der Öffentlichkeit werden die vier Wochenblätter auf diese Weise indes nicht zurückerobern können. Weiterhin soll es allerdings Quartalsmeldungen geben. Aus diesen lässt sich ablesen, wie sehr das Vertrauen in die Print-Welt bei den Leitmedien bereits gesunken ist. Der aktuelle Schritt zurück in die Nicht-Veröffentlichung dokumentiert den Verfall in dem Bereich schon jetzt hinreichend. Insofern könnte es auch bald zur Abschaffung der Quartalsmeldungen kommen – wenn die privaten Werbetreibenden ohnehin auf Werbung verzichten sollten.

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