Britanniens Schande: Sklavenbesitzer bekamen große Entschädigungen

Britanniens Kolonialschande: Sklavenbesitzer bekamen große Entschädigungen nach der Abschaffung der Sklaverei

Die Vorfahren von David Cameron, dem derzeitigen britischen Premier, waren unter den reichen Familien, welchen großzügige Entschädigungszahlungen zufloßen, die sich nach heutigem Geld auf Millionen beziffern.

Die wahre Größenordnung von Großbritanniens Verwicklung im Sklavenhandel ist aus Dokumenten ersichtlich, welche offenlegen, wie die reichsten Familien des Landes nach heutigem Geld Milliarden von Pfund als Kompensationen erhielten, nachdem man den Sklavenhandel abgeschafft hatte.

Die vorher niemals an die Öffentlichkeit gelangten Aufzeichungen legen genau dar, wer welche Zahlungen von der Regierung nach Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien erhielt. Diese Informationen könnten äußerst unangenehm für Nachkommen der Geldempfänger werden, meint Dr. Nick Draper vom University College London (UCL). Draper hat die Unterlagen studiert und sagt, dass etwa ein Fünftel der reichen Briten im viktorianischen Zeitalter ihre Vermögen ganz oder teilweise aus dem Sklavenhandel erzielten.

Als Ergebnis davon gibt es heutzutage reiche Familien überall in Großbritannien, die immer noch indirekt von der Sklaverei profitieren. Ein gewisser John Austin besaß 415 Sklaven und erhielt eine Entshädigung von 20.511 Pfund Sterling, was heutzutage 17 Millionen Pfund entspricht. Und es gab viele, die noch viel mehr erhielten. Akademiker der UCL unter Dr. Draper haben 46.000 Kompensationsfälle untersucht und diese in einer Datenbasis abgespeichert, die ab Mittwoch im Internet verfügbar ist. In der Datenbasis sind aber nicht nur reiche Familien aufgezeichet, sondern auch sehr einfache Männer und Frauen und sie deckt das ganze damalige Spektrum der Gesellschaft ab.

Die Datenbank dürfte Auswirkungen auf die “Reparationsdebatte” haben. Barbados führt derzeit eine Bewegung an, welche von ihren vormaligen Kolonialmächten Ausgleichszahlungen für die Ungerechtigkeiten fordert, denen die Sklaven und ihre Familien ausgesetzt waren.

Unter den Leuten, die am meisten von der Sklaverei profitierten, sind die Vorfahren des britischen Premiermnisters David Cameron, des Ministers Douglas Hogg, der Autoren Graham Greene und George Orwell, der Dichterin Elizabeth Barrett Browning und des neuen Vorsitzenden des Arts Council, Peter Bazalgette.

Andere prominente Namen in der Datenbank sind Sprösslinge der Barings (der ältesten Bankerfamilie der Nation) und der zweite  Earl of Harewood, Henry Lascelles, ein Vorfahre des Cousins der Queen. Einige Familien investierten das Geld in Eisenbahnen oder anderen Sparten der industriellen Revolution……Der Großvater von George Orwell, Charles Blair, erhielt für die 218 Sklaven 4442 Pfund (etwa 3 Millionen Pfund nach heutigem Geld).

Es gingen 10 Millionen Pfund Sterling an Sklavenhalterfamilien in der Karibik und in Afrika, die andere Hälfte ging an Sklavenhalter , die es vorzogen, abseits ihrer Sklavengüter in Großbritannien zu leben. Die insgesamt 20 Millionen Pfund, welche an 3000 Familien bezahlt wurden, ensprechen nach heutigem Geld 16,5 Milliarden Pfund und beanspruchten damals 40% des Finanzhaushalts…..

Die Datenbank kann ab Mittwoch unter diesem Link aufgerufen werden: ucl.ac.uk/lbs.

Quelle:

http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/britains-colonial-shame-slaveowners-given-huge-payouts-after-abolition-8508358.html

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