CDU Außen-Experte möchte Weltpolizist USA unbedingt erhalten

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Norbert Röttgen von der CDU ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag. Schon in früheren Jahren ist Röttgen als außenpolitischer Experte oder Fraktionssprecher der Union aufgefallen, der die Verbundenheit Deutschlands zu den USA immer wieder in den Vordergrund rückte. Nun hat er offenbar Sorge, dass die USA sich als sogenannter Weltpolizist, wie von Donald Trump angekündigt, tatsächlich zurückziehen könnte. Entsprechend fällt er, so der Eindruck, quasi vor den USA auf die Knie.

Röttgen: USA- als Welt-Ordnungsmacht nicht ersetzbar

Er äußerte sich dahingehend, die USA seien als Ordnungsmacht auf der ganzen Welt nicht zu ersetzen. Dies liess er nicht nur die Partei oder die Fraktion wissen, sondern am Donnerstagabend in einem Interview mit den Tagesthemen der ARD gleich die ganze Öffentlichkeit in Deutschland. Und damit auch die interessierte Welt. Ein öffentlicher Kniefall.

Die Information gelangte damit also exakt dorthin, wo Trump sie offensichtlich gerne hätte. Denn es steht nicht zu vermuten, dass Trump tatsächlich die Rolle der USA in der Welt stark verändern würde. Aus Syrien ziehen sich die USA derzeit zurück, im Irak hingegen bleiben sie noch. Die Äußerungen Russlands gegenüber, die Politik in der Ukraine, die Politik der NATO, vieles spricht dafür, dass die USA weiterhin als Weltpolizist auftreten möchten.

Es sei in Erinnerung gerufen, das Trump von Deutschland forderte, die Ausgaben für die NATO bzw für die sogenannte eigene Verteidigung innerhalb der NATO deutlich zu erhöhen. Insofern ist Röttgen hier offensichtlich Trump auf den Leim gegangen. Bitten und betteln den USA gegenüber, ihre eigene Rolle als Weltpolizist aufrechtzuerhalten, dürften dazu führen, die Verteidigungsausgaben in Deutschland zugunsten der NATO tatsächlich erhöhen zu können.

Röttgen bemühte sich zugleich um eine Korrektur der sprachlichen Normen von Donald Trump. Ein Weltpolizist müsse die USA seiner Ansicht nach nicht mehr sein. Vielmehr sei es wichtig, die Weltordnung, die Stabilität und eine Ausgleichs-Diplomatie herzustellen. Mit anderen Worten: Röttgen äußert sich hier weichgespült.

Tatsächlich geht es im Kern um die Rolle als Weltpolizist. China und Russland würden anderenfalls nach Ansicht von Röttgen in diese sogenannte Lücke stoßen, aber nicht im Sinne einer Ordnung oder Stabilität, die Röttgen gutheißen würde. Dann wäre die Welt schlicht unsicherer und instabiler. USA: Merkel-Deutschland steht hnter Dir. So die Botschaft. Und Trump lacht.

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