Corona-Kosten: Krankenkassen werden kassieren (müssen)

Die Corona-Krise macht vor den Krankenkassen nicht halt. Die Merkel-Regierung hatte in den vergangenen Monaten in zahlreichen Krankenhäusern dafür gesorgt, dass die Betten freigehalten werden, um die Intensiv-Pflege organisieren zu können. Zudem allerdings haben die zahlreichen Lockdowns und Teil-Lockdowns die Kurzarbeit in die Höhe schnellen lassen. Auch die Arbeitslosigkeit steigt bereits. In der Folge fehlen den Krankenkassen nun Beiträge, die ein immenses weiteres Loch in die Kassen reißen. Ganz konkret etwa hat die Techniker Krankenkasse sich zu den Sorgen und Nöten der Betroffenen geäußert.

Um das 60fache gestiegen…

Demnach sind die Anträge auf die Stundung von Beiträgen, so heißt es, um das 60fache gestiegen. Noch größer ist der Antrag bei der Bemessung der Anträge auf Ratenzahlungen. Diese Zahl sei um das 100fache höher als vor der Pandemie. “Ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre”, so der Chef der TK, Jens Baas.

Damit allerdings verringern sich die Sorgen der Kassen und der Versicherten nicht. Die Krankenkassen beginnen nun damit, die Planungen für das kommende Jahr voranzutreiben. Der Zusatzbeitrag oberhalb der üblichen Basisbeiträge dürfte steigen. Derzeit beträgt dieser Zusatzbeitrag im Durchschnitt etwa 1,1 %. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen die Gebühr jeweils zu 50 %. Nach Angaben des Schätzerkreises für die gesetzliche Krankenversicherung wird dieser Beitrag im Jahr 2021 auf 1,3 % klettern müssen. Dies sind 0,2 Prozentpunkte. Der Anstieg jedoch wird den Arbeitnehmeranteil auf Basis der Durchschnittseinkommen von 47.928 Euro jährlich um 48 Euro steigern.

Wohlgemerkt: Die Beiträge steigen nur nach den bisherigen Annahmen um diesen Wert. Wenn die Lockdown-Maßnahmen zu einer größeren Insolvenzwelle führen oder zu einer steigenden Arbeitslosigkeit, wird sich das Bild mit hoher Sicherheit weiter verdüstern. Die gesellschaftlichen Kosten der Corona-Politik also steigen.

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