Danke EU, Danke Juncker: Der nächste „Preis“ – Kritiker spotten

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Die EU feiert sich selbst und ihren Chef. Jean-Claude Juncker hat kürzlich einen Preis erhalten. Den „Freiheitspreis“. Einer von vielen Preisen, den die EU, den verschiedene Gremien, Vereine, Organisationen und andere sich damit quasi selbst verliehen haben, wie Kritiker spotten.

Die Preisaufstellung

Jean-Claude Juncker, der Mann, der einen fast schon beeindruckenden Einblick in die Tätigkeit der EU gab, hat eine unglaubliche Preisliste eingeheimst. Die Seite politplatschquatsch.com listet auf: Er sei Träger des „Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband“. Er sei der Träger des „Großkreuzes des Infanten Dom Henrique“. Er ist „Ehrendoktor“ der Universität von Miami. Er ist Träger des „Vision for Europe Awad“ von der sogenannten „Edmond Israel Foundation“. Er hat die „Goldene Ente“ erhalten. Die wird wiederum von der Landespressekonferenz Saar verliehen. Er hat das Großkreuz des portugiesischen Christusordens bekommen. Er ist Träger des „Karlspreises“, den die Stadt Aachen verleiht. Er hat die St. Liborius-Medaille für Einheit und Frieden, vergeben vom Erzbistum in Paderborn. Er kann den „Deutschen Staatsbürgerpreis“ vorweisen. Den „Kleinstaatenpreis des Herbert-Batliner-Europainstituts“ aus Salzburg. Er war „European Banker of the Year“. Sogar zum „Ehrendoktor der Medizinischen Universität Innsbruck“ brachte er es. Insgesamt sind es nach Zählung dieser Seite 79 Großkreuze, Verdienstorden, Ehrensenatorwürden oder andere Preise mehr gewesen. Also: Der Mann ist hochdekoriert.

Und jetzt feiern noch einmal fast alle mit. Der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, Friedrich Merz, Frühstücks-Fernsehen-Moderator (Ex) Cherno Jobatey, Bundesverkehrsminister Dobrindt, Ilse Aigner von der CSU, der frühere Haushalts- und jetzige Digitalkommissar der EU, Günther Oettinger sowie von der FDP Christian Lindner.

Unheimlich, dass und wie auch die Wirtschaft vertreten ist. Über 60 Unternehmen/Konzerne sind dabei. Über 50 „Spitzenredner“. Da fragen sich Beobachter, wer diesen bedeutenden Preis denn stiftet – eine „Münchner PR-Agentur“. Juncker wird für die Brexitverhandlungen ausgezeichnet. Und für die „Völkerverständigung“.
Vielleicht feiern die Eingeladenen auch lediglich, dass er jetzt weg ist. Unglaublich, diese Liste an Ehrungen, meint die Redaktion.

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