Das Letzte, was die USA wollen: Frieden in Syrien

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Aleppo ist befreit, die Terroristen werden aus der Stadt eskortiert. Das US-Establishment ist darüber alles andere als glücklich. Wie bereits an zahlreichen anderen Konfliktherden hat man auch in Syrien von vornherein auf eine Eskalation hingearbeitet.

von Neil Clark, erschienen am 17.12.2016 auf RT deutsch

Letzte Woche hob US-Präsident Barack Obama Militärhilfebeschränkungen für “fremde Streitkräfte” und andere Akteure in Syrien auf, die mit den USA dort gemeinsame Sache machen. Während nach der Wiedereinnahme des östlichen Teils Aleppos nun die Hoffnungen auf ein Ende des Syrienkonflikts steigen, kippen die USA erneut Öl ins Feuer.

Nun können wir uns fragen, ob das überhaupt noch eine massive Veränderung am Boden bewirken wird, da wir wissen, dass die USA und ihre Verbündeten bereits eit Jahr und Tag “fremde Streitkräfte” in Syrien gestützt haben. Jedoch zeigt dies allen Leuten, die zuvor noch ihre Zweifel hatten, welches Spiel Washington tatsächlich spielt. Nämlich, den Schmerz des syrischen Volkes zu verlängern, so lange es kann.

Die Einstellung dahinter lautet: “Wenn wir Assad nicht stürzen können, dann werden wir verdammt noch mal sicherstellen, dass sein Land brennt.” Und all das – nicht, dass wir es vergessen – wird uns von einem amerikanischen Präsidenten präsentiert, dem der Friedensnobelpreis verliehen wurde.

Die Wahrheit ist, dass auch schon bis jetzt jedes Mal, wenn es eine echte Chance gab, den Konflikt in Syrien zu beenden, Uncle Sam dazukam, um diese zu sabotieren.

Mitglieder der syrischen Opposition, die an demokratischer Politik im Rahmen der neuen Verfassung Syriens teilhaben wollten, wurden absichtlich aufs Abstellgleis gestellt. Stattdessen haben die USA und ihre Verbündeten in Sachen “Regime Change” bewaffnete und teilweise barbarisch agierende Extremisten unterstützt, die den gewaltsamen Umsturz der Regierung des Landes wollten. Bereits im März 2012 haben die Arabische Liga und die UN einen Sechs-Punkte-Friedensplan vorgeschlagen, um den – damals erst ein Jahr andauernden – Konflikt zu beenden.

Die syrische Regierung hat Berichten zufolge dem sogenannten Kofi-Annan-Plan zugestimmt und die Initiative hatte auch die Zustimmung von Oppositionskräften in Syrien. Also was haben “Feuerwehrmann” Uncle Sam und seine Verbündeten getan? Genau, richtig: Sie haben mehr Öl ins Feuer gekippt, als die Stichflamme noch gelöscht hätte werden können.

Wenige Tage, nachdem Ende März Annans Friedensplan eine positive Reaktion von beiden Seiten erhalten hatte, offerierten die imperialistischen Mächte erstmals Millionen von Dollar für die Freie Syrische Armee; für militärische Ausrüstung, für die Besoldung ihrer Soldaten und um Regierungskräfte mittels Bestechung zur Desertion zu bewegen. Mit anderen Worten: Befürchtend, dass der Bürgerkrieg aufhöre, haben sie versucht, ihn zu institutionalisieren”, schrieb Dan Glazebrook in der Al-Ahram Weekly.

Stellen Sie sich einfach vor, der Annan-Friedensplan hätte 2012 Erfolg gehabt: Wie viele Syrer, jetzt tot, wären noch am Leben?

Jedoch wollte Washington den Konflikt nur anheizen – und ihn bewusst nicht beenden.

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