Das Weiße Haus bekehrt sich zur Demokratie

Das Weiße Haus bekehrt sich zur Demokratie
Auf dieser von Robin Wright in der New York Times im Jahr 2013 herausgegebenen Karte unterscheidet man das Sunnistan, das ISIS im Juni 2014 schaffen und wo es das Kalifat verkünden sollte, und das Kurdistan, das Frankreich und Israel jetzt erstellen möchten. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Karte nichts für die Christen vorsieht, die nach Europa deportiert oder ausgerottet werden sollen.

Die Trump-Verwaltung hat sich jetzt zu einem erheblichen Schritt durchgerungen: ihre wichtigsten Diplomaten haben die Anerkennung des Rechts der Syrer zur Demokratie angekündigt. Die Diplomaten geben zu, dass die Syrer souverän Baschar Al-Assad als Präsident gewählt haben. Das ist nun das Ende der erzwungenen “Demokratisierungs-Rhetorik“, die alle militärischen Abenteuer der früheren Regierungen begleitet hat.

von Thierry Meyssan

Langsam setzt die Trump-Verwaltung ihre neue Nahost-Politik ein.

Nachdem der Nationale Sicherheitsrat reformiert worden war, nach dem Informationsaustausch mit der russischen Armee, nachdem seinen Männern verboten wurde, weiterhin Dschihadisten zu unterstützen, wo immer es auch sei, und nachdem echte Angriffe im Jemen, Irak, Libyen und Somalia gegen sie gestartet worden waren, gab der neue Präsident der Vereinigten Staaten bekannt, dass er der Einmischung seines Landes in die syrische Politik ein Ende setzen werde.

Die US-Botschafterin im Sicherheitsrat, Nikki Haley, hat sich nicht mit der Verkündung begnügt, dass der Sturz von Präsident Al-Assad nicht mehr die “Priorität” für Washington sei, sondern sie hat deutlich erklärt, dass es Sache des syrischen Volkes sei, seinen Präsidenten zu wählen; Bemerkungen, die sofort von dem Außenminister Rex Tillerson bestätigt wurden.

Um die Fortschritte richtig einzuschätzen sei daran erinnert, dass es seit 2012 der Feltman-Plan war, der die Aufhebung der Souveränität des syrischen Volkes forderte.

Damit das ein für alle Mal klar ist: mit Donald Trump hat sich das Weiße Haus schließlich zur Demokratie bekehrt, nämlich zur “Regierung des Volkes durch das Volk, für das Volk”, nach der berühmten Formel von Abraham Lincoln. Die USA sind jetzt dabei eine normale Macht zu werden. Sie geben ihre imperialistischen Ambitionen auf. Sie verzichten auf die Wolfowitz-Doktrin von der Weltherrschaft. Sie anerkennen erneut, dass alle Menschen gleich sind, ob vom Westen oder nicht.

Die Bestürzung der NATO-Mitgliedstaaten entspricht der Größe des Ereignisses: da sie kontinuierlich seit dem 11. September das Konzept von “Demokratie” falsch anwenden, hat es ihnen die Sprache verschlagen.

Zu guter Letzt hat der französische Außenminister  Jean-Marc Ayrault gesagt: “Wird man Assad beibehalten oder wird man Assad nicht beibehalten, das ist nicht so, wie sich diese Frage stellt. Die Frage ist, ob die internationale Gemeinschaft ihre eigenen Verpflichtungen respektiert”. Übersetzung: die Frage ist nicht was die Syrer wollen, sondern werden die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten (die “Freunde von Syrien”) das Versprechen der Obama-Verwaltung, ein französisches Mandat über Syrien wieder herzustellen, respektieren oder nicht.syrien_al_bab_rakka

Da für das Team von François Hollande schlechte Nachrichten nie allein kommen, war Ankara der erste Verbündete, der Paris fallen ließ. Ankara sagte am Ende des Besuchs von Rex Tillerson, dass es auf die Konstruktion einer “sicheren Zone” bei Manbisch und Rakka verzichtet. Eine elegante Art zu verkünden, dass es zugibt, die Besetzung in Syrien nicht erweitern zu können, die es in Zypern illegal seit 1974 führt. Also Schluss mit dem französisch-türkischen Bündnis.

Wie dem auch sei, die Rückkehr der NATO zum Völkerrecht hat begonnen. Sie hat sich der Position von Syrien, das es mit seinem Blut verteidigt, und jene von Russland und China angeschlossen, welche Syrien mit sieben aufeinanderfolgenden Vetoeinlagen im Sicherheitsrat geschützt haben.

Der nächste Schritt ist der, den Syrien bereits im Juli 2012 bekundet hat: die gesamte NATO davon zu überzeugen, aufzuhören, den internationalen Terrorismus zu manipulieren. D. h. zuzugeben, dass die gegenwärtigen Muslimbrüder keine arabische Bruderschaft sind, sondern ein Zweig des britischen Geheimdienstes; und anzuerkennen, dass sie nicht Muslime sind, sich aber hinter dem Koran verstecken, um den anglo-israelischen Imperialismus zu befördern.

Übersetzung: Horst Frohlich

Quelle

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1 Kommentar

  1. Man soll ja immer optimistisch denken … aber das hier klingt mir einen Hauch zu schön, um wahr zu sein. Zumindest im größeren Kontext gesehen. Von welchem “Weißen Haus” sprechen wir hier überhaupt? Man darf den Lügenmedien ja nicht glauben, aber gestern konnte man in verschiedenen Sprachen Trumps angebliches Statement lesen, dass er in Erwägung zieht, das “Assad-Regime” im Alleingang (ohne UNO-Mandat) militärisch von seiner Schurkenlastigkeit zu befreien. Weil ja wieder einmal Giftgas gegen die eigene Bevölkerung (es gab da herzrührige Bilder von Kindern, wie üblich) eingesetzt wurde. Dieser hahnebücherne Dummfug geistert weiter in den denglischsprachigen Qualitätsmedien, obwohl man dort am Schluss des geschilderten Grauenszenarios beiläufig ergänzt: Es gäbe dafür (an Assads Schuld) noch keine handfesten Beweise. Man spricht das dann aber so leise aus, dass Fernseh-Dummdödelmichel dieses wichtige Detail glatt überhört. Was in den Ohren hängenbleibt ist: Giftgas – Assad – unschuldige Kinder . Und nicht zu vergessen: Russland . Suggestives Neusprech vom Feinsten. :cool:

    Nun haben wir aber noch den bemerkenswerten Auftritt des früheren Presidentschaftskandidaten Trump vor AIPAC in vager Erinnerung, der da mit pathetischer Rhetorik versprach, Israels Wunsch, gegen den Iran Krieg zu führen, nach Kräften zu unterstützen. Dabei muss man bedenken, dass jeder aufstrebende oder etablierte Politikdarsteller der westlichen Wertegemeinschaft dem eigenen Volk zwar ungestraft leere Versprechungen geben kann, nicht aber den selbsternannten Halbgöttern der Kultstätte Zion. ;-)

    Geostrategisch gesehen steht Syrien nicht mehr ganz oben auf der Priotitätsliste der “Demokratie-Missionare”. Wie Libyen hat es nun – unter beträchtlichem Blutzoll – seinen Zweck erfüllt, tatsächliche Flüchtlingsbewegungen gen Europa auszulösen, vor allem aber einen Vorwand zu liefern, warum Europa so extrem von Einwanderungswilligen überflutet wird, auch wenn die meisten bei genauer Betrachtung einen stärkeren Pigmentierungs- und Aggressionsindex aufzeigen, als bei Syrern allgemein üblich. Würde man dieser vorgegaukelten Statistik trauen, dann wäre ein großes Wunder geschehen, dass der in Syrien geführte Krieg (im Gegensatz zu allen anderen historisch bekannten Kriegen), zu einem gigantischen Anstieg der syrischen Bevölkerung geführt hat. Dieses postfaktische Absurdum ist natürlich auch keinem “unserer” GEZ-Talkshow-Master aufgefallen. Ob nun Anne will aber nicht darf, sei einmal dahingestellt. Ich glaube aber hin und wieder das Aufblitzen ihrer reptiloiden Pupillen bemerkt zu haben und so denke ich eher, das Dings wurde in Tavistock oder einer ähnlichen Konditionierungsfabrik geschult.

    Dass man sich in Syrien nicht mehr weiter an “Friedensmissionen” beteiligen möchte, (sollte die Meldung zutreffen) könnte auch damit zusammenhängen, dass man einen besonderen Teil der FriedensmISsionare anderswo dringend benötigt. Wo, kann sich jeder selbst denken.

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