Die Rückkehr der Kolonialherrschaft – Französische Kräfte in Niger

Französich-Westafrika (braun) und Französisch-Äquatorialafrika (rosa)

Die Neuauflage des französischen Kolonialismus unter Bilderberger Hollande geht mit großen Schritten voran. Unter dem Vorwand der Gefährdung der Anlagen des französischen Atomkonzerns AREVA entsandte Frankreich nun Spezialeinheiten  und mehr Ausrüstung nach Niger. Einem Bericht der französischen Zeitschrift Le Point zufolge werden mehr als 70 Prozent des in Frankreich hergestellten Stroms von Atomreaktoren produziert, während das dazu notwendige Uran als Brennstoff für die Atomreaktoren vom AREVA-Konzern aus dem Niger beschafft wird. In Niger befanden sich schon vor dem Mali-Einsatz französische Militärberater, wie überhaupt der ganze Staat und die Armee stark von Frankreich beeinflusst werden, da das Land  bis 1958 Teil von Französisch-Westafrika. 1960 erlangte Niger seine Unabhänigkeit.

Im Grunde hat Frankreich seine Kolonien in Französisch-Westafrika und Französisch-Äquatorialafrika nie ganz von der Leine gelassen und weiter ausgebeutet. Und so ist Frankreich auch heute noch umfassend auf seinem “Hinterhof” militärisch präsent.

Frankreichs unangefochtene politische, wirtschaftliche und militärische Vormachtstellung in seinen ehemaligen Kolonien in Afrika südlich der Sahara beruht auf einer Währungseinheit, dem CFA-Franc. Diese 1948 ins Leben gerufene Währung sollte es Frankreich erlauben, das Schicksal seiner vierzehn ehemaligen Kolonien – Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Gabun, Äquatorialguinea, Guinea Bissau und den Tschad – zu bestimmen. Selbst nachdem diese Länder vor mehreren Jahrzehnten ihre Unabhängigkeit erreicht hatten, wurde die Franc-Zone beibehalten. In den letzten vierzig Jahren hatten diese Entscheidungen verheerende Auswirkungen (hier mehr).

Allerdings kann Frankreich seine politischen Ambitionen in Afrika nicht mehr alleine stemmen; vielmehr agiert es als Anhängsel von AFRICOM und dessen Pläne zur Destabilisierung des gesamten afrikanischen Kontinents im Auftrage der globalen Mafia. Kaum wurden die Franzosen in Mali aktiv, boten schon diverse europäische Staaten, die auch etwas vom Kuchen haben wollen, ihre Hilfe an. Ein abgekartetes Spiel.

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Hier ein hervorragender Film über die französische Verbrecherpolitik in der Elfenbeinküste

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Während Nigers Uran enorme Profite abwirft, hat der Abbau nur einer dünnen Schicht der einheimischen Bourgeoisie Nutzen gebracht.  Dieses Muster ist auf dem ganzen afrikanischen Kontinent zu beobachten: Die einheimische Schmarotzerschicht kollaboriert mit den Globalisten. Die Unterschicht muss sich in den Bergwerken bei Hungerlöhnen verstrahlen lassen.

Außerdem hat der Uran-Abbau hat auch ethnische und regionale Spannungen verschärft. Die Produktion ist auf den Norden des Landes, der Heimat der nomadischen Touareg-Minorität, konzentriert, die wiederholt wegen der Tatsache revoltierten, dass alle Einnahmen aus den Bergwerken in die Hauptstadt Niamey im Süden flossen. Eine der Hauptforderungen der Niger Mouvement pour la Justice (Niger Bewegung für Gerechtigkeit (MNJ), eine vor allem aus Touaregs bestehenden Miliz, ist die gerechtere Verteilung der Uran-Einkünfte gewesen.

Heute leben 90 % der rund eine Million Tuareg in der nördlichen Sahelzone im Gebiet der heutigen Staaten Mali, Algerien, Niger, Libyen, Mauretanien, Burkina Faso und Nigeria zwischen Timbuktu und Agadez. Und dort stören sie die neokolonialen Ambitionen der westlichen Konzernregierungen. Frankreich hat genügend Gründe zu fürchten, dass seine Intervention in Mali, wo es bereits Bombardierung von Zivilisten gab sowie Folter und Exekution der von Frankreich unterstützten Armee Malis in den von Touaregs bewohnten Gebieten, den bewaffneten Konflikt über die Grenze nach Niger bringen könnte.

Doch außer der Sicherung seiner profitablen Unternehmen vor dem „Terrorismus“ oder Volksrevolten, hat Frankreich noch weitere Gründe, im Niger seine militärischen Muskeln spielen zu lassen. Mit einem Versuch, ihren Anteil an den Profiten zu erhöhen, hat die Regierung von Niger kürzlich Abbaugenehmigungen an chinesische und indische Unternehmen vergeben. Durch Entsendung von bewaffneten Kommandos bekräftigt Paris seine Hegemonie in seiner früheren Kolonie als Teil seiner afrikanischen Einflußsphäre.

http://www.transafrika.org/pages/informationen-afrika/voelker-in-afrika/tuareg.php

http://einarschlereth.blogspot.de/2013/01/frankreich-schickt-truppen-in-den-niger.html#more

https://po.neopresse.com/sonstige-nachrichten/dass-franzosiche-konlonialreich-im-gewande-der-cfa-zone/

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