Dijsselbloem erschreckt die Märkte

Der Euro brennt - Quelle: politaia.org

EUObserver 25 March 2013:

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat am 25. März die Märkte erschreckt, als er sagte, das Zypern-Rettungspaket sei eine Vorlage für zukünftige Eurozonen-Bank-Umstrukturierungen – eine Bemerkung, die er später geändert hat.

In einem Interview mit Reuters und der Financial Times, deutete der niederländische Finanzminister an, das  gerade vereinbarte Zypern-Abkommen, bei dem Aktionäre, Anleihengläubiger und unversicherte Sparer mit erheblichen Verlusten konfrontiert sind, werde in Zukunft in Eurozonen-Bankenrettungen wiederholt werden.
Nicht-versicherte Einleger der zweitgrößten Bank, die abzuwickeln ist, könnten mit 100–prozentigen Verlusten konfrontiert werden. Diejenigen der Bank of Cyprus, des größten Kreditgebers, könnten einen Verlust von 30-40 Prozent erleben. Das Medien-Interview schien auch das Ende der Diskussion über die Verwendung des Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) zu signalisieren, eines 700 Mrd € schweren Eurozonen-Fonds. Auch die direkte Übernahme der Bankschulden durch Regierungen könnte ein Ende finden. Laut Dijsselbloem könnte die Wahrscheinlichkeit von mehr “Bail-ins” (Anleger-Diebstählen) bedeuten, dass ein solcher Weg in Zukunft nicht mehr eingeschlagen werde.

“Wir sollten auf eine Situation hinarbeiten, in der eine direkte Rekapitalisierung nicht mehr in Erwägung gezogen werden muss”, sagte er. Seine Kommentare scheinen in guter Übereinstimmung mit dem Denken in Berlin zu stehen.

Dijsselbloem definiert “Wohlhabende” als Personen mit Bankkonten über 100.000 Euro – und sie sind Freiwild für Beschlagnahme in der Euro-Zone.

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