Duma an TV-Sender: Gruselgeschichten vom Weltuntergang unterlassen

Chaos-Theorie und Neue Weltordnung
MOSKAU, 03. Dezember (RIA Novosti).

Die Abgeordneten der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) haben die leitenden Mitarbeiter der staatlichen Fernsehsender offiziell gebeten, den Zuschauern keine Angst vor einem Weltuntergang einzujagen und aufmerksamer mit den Fernsehsendungen zu diesem Thema umzugehen. Das sagte der Vize-Chef des Duma-Ausschusses für Wissenschaft und forschungsintensive Technologien, Michail Degtjarjow, (LDPR) RIA Novosti am Montag.

Laut Degtjarjow wurden mehrere offizielle Briefe, die er selbst und sein Kollege Dmitri Nowikow, Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des genannten Duma-Ausschusses, unterzeichnet haben, am Montag an die führenden Fernsehsender Russlands geschickt.

In den Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die in den vergangenen Monaten verbreiteten Medieninformationen über den mutmaßlichen Weltuntergang ihrem Umfang nach die Grenze des Vernünftigen überschritten haben und nicht mehr mit einem sarkastischen Lächeln abgetan werden können.

„Angesichts dessen bitten wir Sie, im Rahmen Ihrer Kompetenz und im Interesse unserer Landsleute auf die Verbreitung von pseudowissenschaftlichen Informationen über ein Weltende in den Sendungen der von Ihnen geleiteten Massenmedien aufmerksam zu werden“, heißt es.

Es wird unterstrichen, dass sich das Breittreten des Themas  Weltuntergang auf den seelisch-körperlichen und emotionalen Zustand vieler Menschen negativ auswirke und einige von ihnen zu nicht adäquaten Handlungen provoziere. Tausende Betrüger, Pseudo-Magier, „Hellseher“ und „Lufthändler“ würden das populär gewordene Thema nutzen und vertrauensselige Menschen abzocken, so die Verfasser.

„In der jetzigen Situation ist es notwendig, deutlich zu machen, dass die Informationen über die angeblich herannahende Apokalypse offensichtlich wissenschaftsfeindlich sind. In unserer Umwelt gibt es keinerlei Voraussetzungen dafür, dass die genannte Erscheinung in absehbarer Zukunft eintreten kann“, wird unterstrichen.

Das Schreiben wurde unter anderem an den Generaldirektor des Ersten Kanals, Konstantin Ernst, den Chef der Mediengesellschaft WGTRK, Oleg Dobrodejew, und den NTV-Chef Wladimir Kulistikow gerichtet.

http://de.rian.ru/lifestyle/20121203/265057924.html

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