Ein erfrischender Lichtblick – „Greta“-Kritik im Mainstream

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Suchte man bislang vergeblich nach Kritik über den medialen Greta-Hype im Mainstream, hat es jetzt eine Autorin der „Süddeutschen“ gewagt, die Klimaschutz-Ikone Greta Thunberg und das Theaterspektakel um die Verleihung der Goldenen Kamera im ZDF zu kritisieren. „Greta Thunberg bei der Verleihung der „Goldenen Kamera“ – ein Abend voller Absurditäten“, lautet der Teaser.

Für die „Umweltaktivistin“ wurde eigens eine Rubrik „Goldene Kamera für Klimaschutz“ kreiert. Deutschlands A-, B- und C-Promis waren eigens angereist, um im Hangar des stillgelegten Berliner Flughafens Tempelhof der Glitzershow des ZDF beizuwohnen. All die Gäste hätten sich per Flugzeug, Taxi und bereitgestellten Limousinen auf den Weg nach Berlin gemacht, so die SZ-Autorin – es wäre „interessant zu wissen, wieviel Strom für die Show, die eigens einen Preis für Klimaschutz ins Leben gerufen hat, verbraten worden ist“. Eine Show, die von der Kreuzfahrt- und Automobilindustrie gesponsert worden ist.

Greta sei ja jetzt gerade überall, seit sie im August 2018 begonnen habe, die Schule zu schwänzen und sich vor das schwedische Parlament setzte, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren, stellt die Autorin fest. Erst am Freitag habe die 16-jährige wieder, mit 20.000 anderen schulschwänzenden Schülern, vor dem Brandenburger Tor demonstriert. Und in 120 Ländern taten es ihr junge Menschen gleich. Bislang fanden Gretas Auftritte auf der Straße statt. Doch in ihren „gut gefüllten Kalender“ fänden sich zunehmend Auftritte bei Konferenzen, Politikern oder eben bei der Preisverleihungsshow „Die Goldene Kamera“.

In weißem Kleid und weißen Turnschuhen habe man im ZDF „ihre Apotheose“ verfolgen können, heißt es weiter. Hinter dem Mädchen, das für die Umwelt demonstriert, eine glitzernde Kulisse, auf der sonst prominente Menschen wie Conchita Wurst oder Thomas Gottschalk auftreten – Vertreter der Unterhaltungsindustrie. Aber ein Medienpreis für Greta sei irritierend, kommentiert die Autorin.

Tränen seien bei Gretas Rede geflossen, als sie die Prominenten aufforderte, ihre Stimme für den Schutz des Klimas einzusetzen. Als anschließend das beste Schauspiel-Nachwuchstalent mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde und noch einen VW-SUV geschenkt bekam, führte das ZDF die Show ad absurdum. Erboste Zuschauer twitterten anschließend: „Erst wird Greta Thunberg geehrt, weil sie für mehr Klimaschutz kämpft. Dann schenkt Volkswagen einer anderen Gewinnerin einen neuen SUV, damit die zu ihren Castings fahren kann. Realsatire à la Goldene Kamera.“

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