Entspannung in Zeiten des Wahnsinns: Mauro Giuliani

Mauro Giuliani, Konzert für Gitarre und Orchester Nr. 1, A-Dur, op. 30, 1. Satz

Rosa Franziska Maier, Gitarre, spielt mit dem Sinfonieorchester des Johann Joseph-Fux-Konservatoriums in Graz (Dirigent: Mag. Thomas Platzgummer) den 1. Satz (Allegro Maestoso) des Konzerts für Gitarre und Orchester Nr. 1 in A-Dur, op. 30, von Mauro Giuliani (1781 — 1829).

Graz, Mumuth (Haus für Musik und Musiktheater der Kunstuniversität Graz), 5. Mai 2012

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Mauro-Giuliani
Mauro Giuliani (* 27. Juli 1781 in Bisceglie; † 8. Mai 1829 in Neapel) war ein italienischer Gitarrist und Komponist.

Mauro Giuliani studierte in seiner Jugend Gitarre, Violoncello und Flöte. Im Laufe der Zeit widmete er sich aber ausschließlich dem Gitarrenspiel. Mit 18 Jahren konzertierte er in Italien und in Frankreich. 1806 ließ er sich in Wien nieder, wo er als Solist, Lehrer und Komponist wirkte und sich schon bald einen Namen als Gitarrist und Gitarrenlehrer machte. Er freundete sich mit Anton Diabelli, Johann Nepomuk Hummel, Ignaz Moscheles und Louis Spohr an und musizierte mit ihnen.

Auf dem Höhepunkt seines Erfolges sollte sich jedoch sein Schicksal wenden: 1819 musste er Wien verlassen. Diesen Schritt tat er wahrscheinlich aus persönlichen Gründen, denn er hinterließ einige Schulden, sodass seine Konten und sein Eigentum beschlagnahmt wurden. Quasi aus Wien „vertrieben“ musste er sich eine neue Heimat suchen. Diese fand er in seinem Geburtsland Italien. Erst ließ er sich in Venedig nieder und wohnte im Hotel de Gran Bretania, später zog er nach Rom. Während seines Aufenthaltes in Italien komponierte er “Le Rossiniane”. Mit diesen Kompositionen trug auch er seinen Teil zum damals herrschenden „Rossini-Fieber“ bei. Im Juli 1823 unternahm Giuliani Konzertreisen nach Neapel, wo sich ihm die Gelegenheit bot, bei seinem schwerkranken Vater zu sein. In Neapel trat er mit seiner Tochter Emilia Giuliani-Guglielmi, die 1813 geboren wurde, im Duo auf. Ende des Jahres 1828 erkrankte er immer häufiger, schließlich starb er am 8. Mai 1829 in Neapel. Bis zu seinem Tod hatte er den Wunsch, wieder nach Wien zurückzukehren.

Ferdinand Pelzer benannte zu Mauro Giulianis Ehren die ab 1833 in London herausgegebene erste ernsthafte Gitarrenzeitschrift “The Giulianiad, or Guitarist’s Magazine” . 150 Jahre später, 1983 ff., erschienen in Freiburg i. Br. die von Joerg Sommermeyer i. V. m. der Internationalen Gitarristischen Vereinigung editierten „Saitenblätter für die Gitarre und Laute“ im Gedächtnis und als Hommage für Mauro Giuliani und die „alte“ Giulianiad jetzt als “Nova Giulianiad” betitelt.

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