Estland weist Anschuldigungen Russlands bezüglich “Geschichtsfälschung” zurück

Dies ist ein denkwürdiger Artikel der RIA Nowosti. Es geht um Geschichtsfälschung. Da man mittlerweile weiß, wie sehr die Sieger die Geschichtsbücher zugelogen haben, ist es interessant, wie das kleine Estland seine Vergangenheit sieht. Aber lesen Sie selbst:
TALLINN, 09. August (RIA Novosti).
Alfred Rosenberg -- Bildquelle: Bundesarchiv

Die jüngste Estland-Erklärung des russischen Außenamtes ist dem estischen Außenamt zufolge verleumderisch und Estland gegenüber böswillig.

Das teilte die Pressestelle des estnischen Außenministeriums am Dienstag mit. Das russische Außenamt habe behauptet, Estland versuche auf schändliche Weise, Geschichtsfälschung zu betreiben. “Wir müssen ein weiteres Mal betonen, dass die Estnische Republik die Verbrechen aller totalitären Regimes verurteilt hat, die Estland okkupiert hatten, und ebenfalls alle ideologischen Manipulationen zu diesem Thema verurteilt “, hieß es in Tallinn.

Zuvor hatte Moskau am Dienstag die Versuche Estlands, Hitlers Verbündete als Befreier des Landes (Estlands) hinzustellen und eine Ausstellung zu Ehren des Nazi-Verbrechers Alfred Rosenberg im Estnischen Historischen Museum als eine Schande bezeichnet.

“Der Versuch, die Mitglieder einer Diversionsgruppe der Abwehr, die im August 1941 im Hinterland der Roten Armee aktiv war, als Befreier Estlands zu präsentieren, ist eine grobe Entstellung der Geschichte. Diese Handlanger Hitlers nahmen an einem aggressiven Eroberungskrieg auf der Seite der Staaten teil, die gegenüber allen Ländern feindlich waren, die die UN-Charta unterzeichnet haben”, hieß es in Moskau.

Vom 3. bis 6. August fand in Estland das internationale militärische Sportspiel “Ernas Feldzug 2011” statt. Das Spiel trägt den Namen der Nazi-Divisionsgruppe “Erna“. Die Teilnehmer des Spiels hatten die Route der Gruppe zurückzulegen, die im August 1941 im Rücken der Roten Armee agiert hatte.

Vom 3. bis 6. August fand in Estland das internationale militärische Sportspiel “Ernas Feldzug 2011” statt. Das Spiel trägt den Namen der Nazi-Diversionsgruppe “Erna”. Die Teilnehmer des Spiels hatten die Route der Gruppe zurückzulegen, die im August 1941 im Rücken der Roten Armee agiert hatte.

Alfred Rosenberg, der mit einer Ausstellung in Tallinn geehrt wird, war ein NSDAP-Politiker und führender Ideologe der Partei – sowohl in der Weimarer Republik als auch in der Zeit des Nationalsozialismus. Durch die Verbreitung zahlreicher rassenideologischer Schriften trug Rosenberg während dieser Zeit erheblich zu einer Verschärfung des Antisemitismus bei.

Im Zweiten Weltkrieg unternahm er mit seinem Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) Beutezüge in ganz Europa und machte insbesondere hinsichtlich des Diebstahls von Kulturgütern auf sich aufmerksam. Als Leiter des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) verfolgte er im Rahmen seiner Ostpolitik das Projekt der Germanisierung der besetzten Territorien, bei gleichzeitiger systematischer Vernichtung der Juden.

Während des Nürnberger Prozesses wurde Rosenberg als Hauptschuldiger der NS-Kriegsverbrechen angeklagt, in allen vier Anklagepunkten für schuldig befunden, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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Gerd Schultze-Rhonhof
Der Krieg, der viele Väter hatte

Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg.

»Was hat die Generation meines Vaters dazu bewegt, nur zwanzig Jahre nach dem Ersten Weltkrieg Adolf Hitler in einen neuen Krieg zu folgen?«
Die Suche des Autors nach einer Antwort führt zu überraschenden Ergebnissen: Es war eine ganze Anzahl von Staaten, die den 2. Weltkrieg angezettelt haben. Zusammenhänge werden deutlich, die bislang schlichtweg übergangen wurden. »Dieser Krieg«, so der Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof, »hat viele Väter«.

»Wer sich informieren möchte, hat ein Problem: das meiste, was im Buchhandel angeboten wird, folgt der Version der Siegermächte – und die revisionistische Literatur, die es unter dem Ladentisch auch gibt, neigt dazu, Hitlers Politik zu beschönigen. Kaum jemand weiß, dass Deutschland bis heute vertraglich gebunden ist, sich an die Geschichtsversion der Siegermächte zu halten. (…) Die Verpflichtung Deutschlands, die eigene Geschichte durch eine fremde Brille zu sehen, wurde 1990 vertraglich verlängert! (…) Schultze-Rhonhof erzählt ganz einfach die Geschichte so, wie sie nach heutiger Quellenlage abgelaufen ist. Besonders spannend in diesem Buch ist die Analyse der so genannten Schlüsseldokumente, die in Nürnberg herangezogen wurden, um der Reichsführung und den Generälen eine langfristige Weltkriegsplanung nachzuweisen. (…) Das bisher beste Buch zum Thema, das man besonders auch jüngeren Leuten in die Hand drücken sollte.«
Dr. Bruno Bandulet

gebunden, 565 Seiten, zahlreiche Abbildungen

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