Europa will Krieg in Syrien — Rossijskaja Gaseta

MOSKAU, 31. Mai (RIA Novosti)

Syrien-Konflikt: Europa will Krieg – „Rossijskaja Gaseta“

Frankreichs neuer Präsident Francois Hollande hat eine Intervention in den Syrien-Konflikt gefordert, um Präsident Baschar al-Assad daran zu hindern, das eigene Volk zu ermorden, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

Doch die Europäer wollen das syrische Volk offenbar selbst ermorden. Belgien erklärte sich bereit, sich an einer militärischen Intervention zu beteiligen. Auch Paris schließt die Teilnahme an einem Militäreinsatz nicht aus. Bei Angriffen auf Hula nahe der syrischen Oppositionshochburg Homs wurden 108 Menschen getötet. Russland rief dazu auf, eine unabhängige Untersuchung des blutigen Zwischenfalls durchzuführen. Das sei auch aus dem Grund notwendig, weil nach vorläufigen Angaben die meisten Opfer aus nächster Nähe geschossen bzw. erstochen wurden.

Doch der Westen machte die Schlüsse nur auf Grund der Angaben der Oppositionellen, die das Geschehene den syrischen Behörden vorwarfen.

Etliche europäische Staaten weisen syrische Botschafter aus, obwohl sie nichts gemacht haben, was ihrem diplomatischen Status widerspricht. Der fehlende Wunsch der Assad-Gegner, auf einen Bericht über die Ereignisse in Hula zu warten und die schnelle Ausweisung der Botschafter deuten auf eine Verschwörung hin. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die westlichen Spitzenpolitiker darüber benachrichtigt wurden, dass in Syrien die Ereignisse zu erwarten sind, die einen Anlass zu Beginn eines Militärkonflikts geben. Die westlichen Geheimdienste hatten vielleicht gewusst, dass es zu einer Provokation kommen wird, obwohl die Stadt kaum bekannt war. Davon zeugt die schnelle Reaktion des Westens auf das Massaker in Hula.

Nach den zweitägigen Verhandlungen in Damaskus verkündete UN-Vermittler Kofi Annan, dass die Krise einen kritischen Punkt erreicht habe. Doch statt neue Vorschläge anzubieten, rief er erneut zur Einstellung der Gewalt auf. Diese Aufrufe verpuffen bei den syrischen Oppositionellen, die aus vielen unabhängigen bewaffneten Einheiten bestehen. Unter ihnen tummeln sich Verbrecher, die die politische Instabilität nutzen, um sich zu bereichern. So genannte Freiwillige aus arabischen Ländern und Al-Qaida-Extremisten sind auch präsent. Hinter diesen Gruppierungen stecken mächtige Geldgeber, die Annans Friedensplan torpedieren wollen.

Sowohl Hollande als auch seine EU-Kollegen wissen, dass sie weder von Russland noch von China im UN-Sicherheitsrat ein Mandat zum Militärsturz in Syrien bekommen werden. Die Syrien-Frage wird wohl eines der Hauptthemen des am 3. Juni beginnenden EU-Russland-Gipfels in St. Petersburg sein. Die westlichen Länder werden versuchen, Moskau zur Neutralität zu bewegen, wenn die Nato eine Militäroperation gegen das Regime in Damaskus beginnt.

Moskau ist nicht weniger als der Westen an einem Ende der Gewalt in Syrien interessiert. Es hält es aber für unangebracht, „zur Behandlung von Kopfschmerzen ein Fallbeil anzuwenden“.

http://de.rian.ru/world/20120531/263693345.html

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