EZB erpresst Zypern: Goldverkauf und Rentenfondsplünderung


Das insolvenzbedrohte Zypern hat drei Tage Zeit, um sechs Milliarden Euro aufzutreiben, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Freitag.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will am Montag den zyprischen Banken den Geldhahn zudrehen, wenn bis dahin kein neuer Rettungsplan vorliegt.

Wie der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, sagte, stellt die EZB nur kreditfähigen Banken die Notkreditlinie (Emergency Liquidity Assistance, ELA) zur Verfügung.

Ohne den Notkredit stehen die zwei größten Banken des Landes, Laiki Bank und die Bank of Cyprus, vor der Zahlungsunfähigkeit. Nach EZB-Angaben kommt die Notkreditlinie ELA für zahlungsschwache Geldhäuser im absoluten Krisenfall zum Einsatz. Wie das frühere Vorstandsmitglied der EZB, Tommaso Padoa-Schioppa, jedoch betonte, erlaubt diese Formulierung einen gewissen Handlungsspielraum. „Theoretisch sind alle damit einverstanden, dass die Nothilfe zwar zahlungsunfähigen, aber kreditfähigen Instituten bereitgestellt werden kann. Bei Finanzproblemen ist der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen nicht so eindeutig“, sagte er.

Zypern hat derweil die geplanten Zwangsabgaben auf Bankeinlagen abgelehnt. „Über eine Kürzung (der Einlagen) haben wir nicht gesprochen und werden auch nicht darauf zurückkommen“, sagte Parlamentspräsident Yiannakis Omirou.

Als Plan B gilt die Schaffung eines Solidaritätsfonds aus dem Vermögen des zyprischen Staats und der Kirche. Nach Bloomberg-Angaben könnten 560 Millionen Euro aus dem Verkauf der Goldreserven beschafft werden. Weitere 500 Millionen Euro könnte die Kirche bereitstellen, die als einer der größten Investoren in der zyprischen Wirtschaft gilt. Nach „New York Times“-Angaben gehören der Kirche Anteile an der Bank of Cyprus und Hellenic Bank sowie an Hotels, Grundstücken und am Bierbrauer Keo. Aus der Verstaatlichung der Rentenfonds sollen bis zu vier Milliarden Euro zusammenkommen. Als Pfand sollen die Erdgasfelder hinterlegt werden.

Russland erwägt lediglich die Verlängerung des bereits existierenden Kredits für Zypern. Zudem wolle Moskau sich am zyprischen Solidaritätsfonds beteiligen, meldete Reuters.

Zypern hat den Kreml vergeblich um Hilfe ersucht. Wie der Schwellenland-Experte der Standard Bank, Tim Ash, sagte, hat der zyprische Finanzminister Michalis Sarris sich an den Falschen gewandt. Ein Bittgang in die Türkei sei erfolgsversprechender. Ankara könne die benötigte Summe im Tausch gegen die Vereinigung der Insel bereitstellen, so der Experte.

http://de.rian.ru/zeitungen/20130322/265778371.html

Kommentar: Wieso ist Zypern überhaupt pleite? Zypern verfügt über Erdgasvorräte  im Werte von 800 Milliarden Euro und muss nun die Goldreserven verkaufen und die Rentenfonds ausrauben? Als Pfand sollen die Erdgasfelder hinterlegt werden? Die Angelegenheit stinkt zum Himmel…..

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