Gates, Malaria, Impfungen und die Profitinteressen: Der Kampf gegen Malaria

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Die Bill-Gates-Stiftung, die der Milliardär zusammen mit seiner Frau betreibt, ist in die Kritik geraten. So würden in Afrika jährlich 350.000 Kinder im Alter von weniger als fünf Jahren an Malaria sterben, heißt es. Die Gates-Stiftung gibt sogar die Zahl von 430.000 Kindern an, die an der Krankheit sterben würden. Dabei hat sich die Gates-Stiftung gegen die Krankheit engagiert – beispielsweise mit der Abgabe des Medikamentes Coartem der Schweizer Unternehmung Novartis. Die Kritik wächst.

Gates-Stiftung nicht erfolgreich

Der Kampf gegen Malaria ist statistisch betrachtet offenbar noch nicht erfolgreich. Die Stiftung kämpft auch hier für einen erfolgreichen Impfstoff, wie an zahlreichen anderen Problemfeldern. Dies ist einer der Hauptkritikpunkte gegen die Stiftung: Sie scheint sich sehr stark für den Kampf um Impfstoffe einzusetzen. Unter anderem würde damit die Pharmaindustrie viel Geld verdienen, so der Vorwurf.

In diesem Fall erfolglos und zudem schädlich, so die Kritiker. Denn Malaria ließe sich vor allem dadurch bekämpfen, dass die Übertragungswege verringert würden oder eine entsprechende Prävention vorhanden wäre. So müssten die Brutstätten der Mücken zerstört werden, heißt es. Alternativ könnten die Larven der Mücken getötet werden. Dies könne mit einem Bakterium namens BT gelingen.

BT gilt als biologisches Insektizid und könnte Kenia nach Meinung des Präsidenten der Biovision Stiftung für ökologische Entwicklung, Hans R. Herren, bereits von Malaria befreit haben. Bislang sei es jedoch nicht möglich, BT in Kenia zu produzieren. Die Regierung habe die Lizenz unter der Bedingung vergeben wollen, dass es aufwendige und „millionenteure Tests“ gebe. Damit, so der Verdacht des Experten implizit, würde vor allem die Pharmaindustrie wohl gut leben können.

Die Gates-Stiftung hat sich offenbar bislang noch nicht um Alternativen gekümmert, was die Kritik an der öffentlichkeitswirksamen Stiftung noch verstärken dürfte.

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