Interview mit William Engdahl: “Frankreich ist der Handlanger der USA in Syrien”

Frankreich unter Einfluss des Terrorismus der eigenen NATO-Verbündeten
Lobaczewski - Politische Ponerologie
Die beiden Kriegstreiber und Bilderberger Fabius und Hollande im besten Einvernehmen

Kommentar: Welchen Einfluss die die Bilderberger auf das Geschehen in Europa und der Welt haben, tritt immer deutlicher zu Tage. Auch Deutschland ist in dem Verschwörerzirkel stark vertreten. William Engdahl ist naiv, wenn er schlussfolgert, dass die Bilderberger-Spezies nicht wissen, was sie tun. Die Zerstörung der USA und Europas und der Dritte Weltkrieg ist ihr Ziel auf dem Weg zur Weltdiktatur.[Kommentar Ende]

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Frankreich kümmert sich im Auftrag der USA um die syrischen Rebellen und liefert Geld und Artillerie, denn die Amerikaner wollen sich nicht die Hände vor den Präsidentschaftswahlen im November schmutzig machen “, sagte der amerikanische Professor William Engdahl auf dem Russia Today TV-Kanal.

Nach einer diplomatischen, von der britischen Agentur Reuters zitierten Quelle , würde diese Hilfe jetzt, seit letztem Freitag, fünf Gemeinden der sogenannten “befreiten Gebiete” in den syrischen Provinzen Deir al – Zor, Aleppo und Idlib zukommen.

In dem Interview betont William Engdahl, Autor von wichtigen Analysen und Forschungsarbeiten zur Geopolitik, dass diese Art zu Handeln das Blutvergießen in Syrien nur noch verschärfen kann.

RT: Warum beteiligt sich Frankreich in solchem Maß in Syrien? Was sucht Paris durch seine Unterstützung der Rebellen zu erreichen?

William Engdahl: Ich denke, dass Frankreich ein sehr unehrlicher “Makler des Friedens” in diesem ganzen Prozess ist. Ich denke, dass es sozusagen als Beauftragter des US-Department of State bis zum Ende der Wahlen in den Vereinigten Staaten fungiert. Obama will sich nicht auf einen sehr komplexen direkten Konflikt in Syrien einlassen, solange die amerikanischen Wähler sich nicht ausgesprochen haben. Ich denke, dass Frankreich die Rolle des Handlangers spielt und die Idee, schwere Artillerie in diese so genannten ” Puffer-Zonen ” zu liefern, eine der zynischsten Dinge ist, die man sich ausdenken kann. Dies wird zu einem Bürgerkrieg führen, zu Blutvergießen, dadurch wird alles möglich, außer Frieden. Es ist daher eine der gefährlichsten Entscheidungen des NATO-Einsatzes in Syrien in den letzten 18 Monaten.

RT: Kann die direkte französische Hilfe genügen, um das Gleichgewicht im syrischen Konflikt zu verlagern?

WE: Wenn man alle Informationen über die Aktionen der Muslimbruderschaft analysiert, seitdem sie an die Präsidentschaft in Ägypten gelangt ist, sieht man gut, dass die syrische Opposition unter Kontrolle der Muslimbruderschaft steht, dass es sich um die gleiche Organisation handelt und ihr langfristiges Projekt die Einführung des islamischen Fanatismus nach dem Vorbild der Al-Kaida oder der Taliban ist. Mit der Einführung der Scharia in Syrien will man der religiösen Toleranz gegenüber den verschiedenen Religionen ein Ende setzen, welche jahrzehntelang das besondere Merkmal des Lebens in Syrien unter der al-Assad Familie war.

Journalisten, die sich in Syrien aufhalten, berichten seit mehreren Monaten, dass die so genannte “Opposition” oft aus [Mitgliedern] von Al-Qaida oder bewaffneten Mudschaheddin besteht, die aus Saudi-Arabien und anderen Gegenden kommen. Sie enthaupten  Zivilisten und schieben diese Grausamkeiten der Regierung in die Schuhe. Einen derartigen Haufen als  Exilregierung anzuerkennen wäre genauso, wie wenn Russland den Ku Klux Klan als Regierung der Vereinigten Staaten im Exil anerkennt und ihr schwere Artillerie zukommen lässt, um Washington die Stirn zu bieten oder etwas derartiges. Es ist einfach absurd.

RT: Was gewinnt Frankreich dadurch, dass es die Führung übernimmt und an der Spitze in Syrien sein will?

WE: Dies ist eine gute Frage. Man kann es vielleicht so ausdrücken: Seit der Zeit Napoleons neigten die französischen Eliten immer dazu, auf der geopolitischen Ebene Positionen einzunehmen, die über ihre Kapazitäten hinausgingen. Und ich denke, dass [die französische Elite] seit Sarkozy – und seitdem das französische Militär Sarkozys Politik der  Rückkehr [Frankreichs] in die NATO unterstützt – immer die Tendenz aufweist, in jeder großen internationalen Entscheidung ihre eigenen Möglichkeiten zu überschätzen, was katastrophale Folgen für Frankreich zeitigt . Das syrische Abenteuer, in dem die Hollande-Fabius-Regierung verwickelt ist, könnte verheerend werden…, für Frankreich und sogar die ganze Welt, falls es aufgrund einer falschen Beurteilung zu einem Dritten Weltkrieg käme. Es ist das gefährlichste Unternehmen, das ich als politischer Analyst in 37 Jahren jemals gesehen habe.

Übersetzung
Horst Frohlich/Einige sprachliche Veränderungen zum besseren Verständnis durch politaia.org

Quellen:
http://www.voltairenet.org/William-Engdahl-Frankreich-spielt

Russia Today (Russland)

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