John Kerrys syrisches Märchen – Gordon Duff

Kerry lügt, dass sich die Balken biegen

Kerrys Argumente für einen Syrien-Angriff sind eine Fiktion

von Gordon Duff und PressTV

Heute trug John Kerry seinen überzeugenden Standpunkt über Syrien vor. Die Mär war überzeugend, sogar etwas theatralisch. Sie klang auch nach Fiktion.
Es war eine passende gemachte Geschichte über die Assad-Regierung, die beim syrischen Volk populär ist, eine Regierung die deutlich gewinnt gegen einen brutalen und unpopulären Aufstand, der vom Ausland dominiert wird.
Echte Geheimdienstarbeit gleicht einem Mosaik, in der jede Quelle nach ihrer historischen Zuverlässigkeit und Bedeutung eingestuft wird. Wenn nicht genügend Mosaiksteine zusammenpassen oder wenn ein ungewolltes Ergebnis herauskommt, schneiden geheimdienstliche “Fusion-Centers” die “schlechten Tatsachen” heraus und erfinden “gute Tatsachen”.
Kerrys Erkenntnis über den angeblichen Einsatz von Chemiewaffen durch Syrien geht einen Schritt weiter auf dem schlüpfrigen Weg einer detailreichen Geschichte, die man sich aus den Fingern saugte  und zum perfekten Zeitpunkt präsentierte; mit den passenden Details über Anektoden gewürzt, stellt sie eine klassische Lug- und Truggeschichte direkt aus dem MOSSAD-Handbuch der Täuschung dar.Ich kann mir nicht vorstellen, wie Kerry dabei eine ernste Miene aufrechterhalten konnte; vielleicht war er mit Botox eingeschmiert.

Blick hinter den Vorhang

Im Mai dieses Jahres verhaftete die türkische Polizei “syrische Rebellen”, die dabei ertappt wurden, waffenfähiges Saringas nach Syrien zu schaffen. Alle Nachrichtenquellen weltweit berichteten von der Verhaftung. Aber über die Herkunft des Sarins kam nie etwas heraus, die Verhafteten verschwanden und der Vorfall wurde nie mehr wieder erwähnt [das stimmt nicht, es gab später einen Bericht darüber, dass das Saringas zu “Frostschutzmittel” mutierte, Anm. d. Ü.].

Aber während dieser Zeit untersuchten die UN-Inspektoren fünf Vorfälle bezüglich des Einsatzes von chemischen Waffen und konnten zum Schluss kommen, dass Kräfte der “Rebellen” verantwortlich waren. Außenminister Kerry strich diese Vorfälle aus seinem Gedächtnis und seinem “Mosaik”.

“Wenn etwas nicht passt, wird es passend gemacht.”

Probleme mit Kerrys Geschichte

Um glaubwürdig zu klingen, nannte Kerry exakte Zahlen von getöteten Erwachsenen und Kindern. Genaue Zahlen klingen immer am besten, wie mir die 99,372514% der Experten bestätigen, die ich befragt habe.

Kerry beschrieb Symptome von Saringasvergiftung aus dem Lehrbuch, aber alle zur Verfügung gestellten Photos zeigen keine dieser Symptome. Opfer von Saringas sind unterschiedslos in Lachen von Erbrochenen zu finden, ihre Blase und Eingeweide sind entleert und ihre Kleidung entsprechend verschmutzt.

Wenn die Körper zum Zwecke einer genauen photographischen Bestandsaufnahme transportiert werden, setzt die Verflüssigung des Gewebes ein, die Haut wird perlweiß oder tiefblau und sogar schwarz an den Stellen, wo sich Blut ansammelt.

Wie Kerry sagte, ist Tod durch Saringas ein Horror, aber die einzigen Photos, die deutlich den “Tod durch Sarin” zeigen, stammen vom Mai 2013 und stehen in Verbindung mit dem Saringas-Einsatz der Rebellen.

Geld und Politik

Es mag krass von mir klingen, wenn ich nun folgendes sage: Ohne den derzeit drohenden Krieg gegen Syrien hätte die derzeitige Welle positiver Gefühle über die neue moderate Regierung im Iran die Ölpreise zum schlimmsten Zeitpunkt, nämlich unmittelbar vor den Ferien zum Tag der Arbeit, zum Einbruch gebracht. Das ist nämlich die Zeit, in der sich die Ölkonzerne durch Preismanipulationen auf dem Konsumentenmarkt in Milliardenhöhe bereichern und in Tateinheit mit ihren Freunden “an höchster Stelle” den Nahen und Mittleren Osten in Spannung halten, um die Öl-Futures in die Höhe zu treiben [Die Israelis haben große Mengen an Öl-Futures, auch die Russen und die Iraner sind auf hohe Ölpreise angewiesen; Anm. d. Ü.].

Die Feinde gehen zur Neige

Das große Problem von Kerry und Obama ist die Tatsache, dass ihnen die Feinde ausgehen; und das zu einer Zeit, in der Amerikas Einfluss auf der Welt zusammenbricht. Ohne den Iran als künstliche Bedrohung  – die grundlosen Anschuldigungen wegen Irans friedlichen Atomprogramm lassen sich immer schlechter verkaufen – erklärt sich die Erfindung eines Vorwandes, um eine paar Marschflugkörper auf Syrien abzuschießen, von selbst.

Wenn keine Bedrohung aus dem Ausland existiert, erfindet man eine, es sei denn, die Amerikaner wachen auf.

Die größten Sorgen der Obama-Administration haben nichts mit Syrien zu tun. Obama wurde von seinem Team von Sicherheitsberatern über eine viel größere Bedrohung aufgeklärt, eine Bedrohung, welche Amerika vor Ende des Jahrzehnts in die Isolation treiben und auf den Stand eines Drittweltlandes herunterstufen wird.

Russland und China, die nun eng zusammenarbeiten, sind in der ganzen Welt am dem aufsteigenden Ast. China kontrolliert fast ganz Asien und Afrika. Amerikas Versuche, Japan wieder aufzurüsten, sind zu zaghaft und kommen viel zu spät. China dringt auch in Zentral- und Lateinamerika ein, Amerikas “Hinterhof”.

Was Russland anbetrifft, so signalisiert der Zusammenbruch der Europäischen Union die Wiedererneuerung des russischen Einflusses in ganz Europa.

Russland verstärkt seine Beziehungen zum Iran, hat seinen Fuß im Irak in der Tür und ist – zumindest bis jetzt – ein unerschütterlicher Verbündeter Syriens; es hat Israel mehrfach in die Schranken verwiesen.

In Europa achtet man Putin zunehmend als eine verantwortliche Stimme, während die EU im finanziellen Ruin versinkt.

Obama und Kerry betrachten einen Angriff auf Syrien als ein Mittel, um Putin zu diskreditieren und ihn zum “Papiertiger” zu machen,  bevor Russland stark genug ist, den schwindenden US-Einfluss im Nahen und Mittleren Osten zu kompensieren.

Möglicherweise entsteht hier ein gefährliches Risiko, welches die “Achse der Irrelevanz” stärkt. Das sind Israel, die Türkei und Saudi-Arabien, sie sind weder “der Hund noch der Schwanz”; es sind drei ambitionierte und gierige Nationen ohne Vision oder Zweck.

http://www.veteranstoday.com/2013/08/31/john-kerrys-syrian-fable/

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