Karzai: Eine US-Marionette tanzt aus der Reihe

US-Armee soll in großem Stil Uran aus Afghanistan stehlen

Der afghanische Präsident Hamid Karzai beschwerte sich heute darüber, dass die Amerikaner beabsichtigen, die Bodenressourcen seines Landes auszubeuten. Seit immer klarer wird, welches Spiel die USA in Afghanistan treiben, steht auch Karzai unter erheblichem innenpolitischen Druck, sich gegen die Besatzer zu stellen.

Das afghanische Heroingeschäft

Afghanistan ist nicht nur der grösste Opiumproduzent der Welt, sondern auch führend in der Produktion von Haschisch (UNODC). Die USA, hinter der sich die Internationale Finanzmafia versteckt,  spielen dort das übliche Spiel und unterstützen die Taliban, die vor allem aus ihren geschützten Bastionen in Pakistan heraus immer wieder für Unruhe im Lande sorgen und Karzais Herrschaft bedrohen.

Auf der anderen Seite des Spiels stehen die ISAF-Truppen, die das Land vor den Taliban “beschützen” sollen. Sie fallen immer wieder dadurch auf, dass sie die afghanische Bevölkerung massakrieren, wie im Falle des Obersten Klein, der vermutlich dafür zum Brigadegeneral befördert wird. Währenddessen bewachen die ISAF-Truppen auch die afghanischen Mohnfelder, aus deren Ernteerträgen auch die afghanischen Warlords ruhig gestellt werden.

Der lukrativere Teil des Drogengeschäftes wird dann mit Hilfe des Pentagons und der CIA bewerkstelligt, welche für den Transport des mittlerweile zu Heroin mutierten Stoffes unter anderem in den Kosovo (Camp Bondesteal) sorgen. Von dort aus kümmert sich die albanische Mafia für die weitere Verteilung des Rauschgifts. Deswegen war die Unabhängigkeit des Kosovo als internationale Drehscheibe des Drogen-, Menschen-, Waffen- und Organhandels der Regierung in Washington eine solche Herzensangelegenheit.

Der ebenso machtlose wie korrupte Karzai, der “Bürgermeister von Kabul”, sitzt zwischen allen Stühlen, denn er ist auf die Amerikaner und die ISAF-Truppen angewiesen. Sie stützen seine Stellung als Präsident , von der auch seine ganze Familie profitiert. Die Brüder des Präsidenten und andere Verwandte, von denen viele die US-Staatsbürgerschaft besitzen, haben sich mit den Milliarden der NATO bereichert, weiter mit Unter-der-Hand-Geschäften mit ausländischen Unternehmen, mit manipulierten Ausschreibungen und beim Drogenhandel. Bei der Bereicherung ist zwischen den Brüdern ein Kampf um Leben oder Tod ausgebrochen.[1]

Das Karzai-Regime ist ein Marionette, die Washington jederzeit zu opfern bereits ist, wenn die US-Forderungen nach einer permanenten Präsenz in Afghanistan zu sehr in Frage gestellt werden. Karzei weiß, dass die USA mit den Taliban im Bunde sind und diese einsetzen werden, um ihn notfalls abzusägen. Schließlich brauchen die USA das Land als vorgeschobene Bastion gegen das benachbarte China und um weiterhin die Hegemonie im ölreichen Zentralasien aufrechterhalten zu können. Und die USA wären nicht die USA, wenn sie nicht schon längst wüßten, dass in Afghanistans Erde ungeheure Bodenschätze schlummern.

Afghanistans Bodenschätze

Die amerikanische Regierung wußte bereits vor dem Überfall auf Afghanistan, dass das Land mit reichen Bodenschätzen “gesegnet” ist. Unter der Rubrik “Bodenschätze” listet das erste Kapitel der Länderstudie der US-Regierung von 1986(!) folgendes auf: “Zahlreiche Bodenschätze – Erdgas, Kohle, Kupfer, Eisenerz, Barium, Chrom und Lapislazuli. Es wird über Erdöl und Uranerzfunde berichtet.”

Aus einem Bericht des US-Außenministeriums: “Afghanistan ist reich an Bodenschätzen, zu denen umfangreiche Vorkommen an Erdgas, Erdöl, Kohle, Kupfer, Chrom, Magnesium, Barium, Schwefel, Blei, Zink, Eisenerz, Salz, Edelsteinen und Halbedelsteinen gehören.”[3]

Darum handelt es sich beim “Abzug” der Truppen aus Afghanistan nur um eine Scheinoperation und die City of London weiß auch schon, was mit dem Land zu geschehen hat: Es wird balkanisiert.

Karzai spielt Vabanque

Seitdem Karzai der US-Regierung vorgeworfen hat, Verhandlungen mit den Taliban geführt und dabei ein doppeltes diplomatisches Verhalten gezeigt zu haben, haben sich die Beziehungen zwischen Kabul und Washington weiterhin verschlechtert.

Karzai gab vor kurzem bekannt, dass die USA geheime Verhandlungen mit den Taliban in Paris, Doha und Dubai führen, während gleichzeitig Taliban-Kämpfer in Afghanistan die Zivilisten angreifen, damit eine langfristige Präsenz der US-Truppen in diesem Land gerechtfertigt wird.

Einem Bericht von Press-TV zufolge verschärfte der afghanische Präsident in seiner Reise zur Provinz Helmand im Süden des Landes seinen Ton gegen die USA und sagte, dass die Amerikaner vorhaben, die noch unentdeckten Bodenressourcen Afghanistans auszubeuten. Der Wert dieser Ressourcen werde bis auf 300 Billionen Dollar geschätzt, so Karzai weiter[1].

Beim Besuch des neuen amerikanischen Kriegsministers Chuck Hagel in Afghanistan am 9.03.2013 kam es zu zwei Selbstmordanschlägen, bei denen nahezu 20 Afghanen ums Leben kamen. Einer fand in der Nähe des Verteidigungsministeriums in Kabul statt, wo 10 Menschen starben. Der geplante Höhepunkt des Besuches, eine gemeinsame Pressekonferenz von Karzai und Hagel im Präsidentenpalast, wurde von offizieller amerikanischer Seite aus Sicherheitsgründen abgesagt, obwohl die afghanische Seite eine Gefahr in Abrede stellte.

Ob sich Hagel in der Feste Kabul zu unsicher fühlte oder ob die USA von ihrer Marionette genug haben, sei dahingestellt. Jedenfalls deutet die Absage des Termins auf eine tiefe Krise mit der Obama-Administration hin.

Karzai nutzte danach eine Fernsehansprache zum Frauentag, um die USA erneut anzugreifen und zu behaupten, dass die Bombenanschläge Teil einer großen Verschwörung seien, um die Ohnmächtigkeit seiner Regierung ( ohne eine permanente Präsenz der US-geführten Besatzertruppen)  angesichts einer Taliban-Offensive herauszustreichen.

In Wahrheit waren die Bombenanschläge in Kabul und Khost keine Machtdemonstration gegen Amerika. Vielmehr dienten sie Amerika.. Sie dienten als Warnung [wegen der Abzugsverhandlungen für 2014] an uns, dass, wenn die US-Truppen nicht hier sind, die  Taliban kommen. In Wirklichkeit dienten die Bomben, die gestern im Namen der Taliban gezündet wurden, den Amerikanern, um die Fremden noch länger im Lande zu halten.

Karzais Tage im Präsidentenpalast dürften gezählt sein.

Quellen:

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