Mediziner gegen Mediziner: Positionspapier von Streeck und Co. in der Kritik

Mediziner und Virologen rund um den Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Deutschland, Andreas Gassen, und Prof. Hendrik Streeck sowie Prof. Jonas Schmidt-Chanasit haben jüngst ein Papier herausgegeben, in dem die jüngsten Maßnahmen der Merkel-Regierung kritisiert wurden. Dagegen wandte sich nun der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten, Prof. Götz Geldner. Dies sei so nicht “zielführend”. Damit würde nur die Verunsicherung in der Bevölkerung noch vorangetrieben.

Streeck und Co. gegen Teil-Lockdown

Das Positionspapier selbst sieht den Teil-Lockdown offenbar kritisch. “Wir setzen auf Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung anstelle von Bevormundung”. Zum Hintergrund  hieß es: “Verbote oder Bevormundung haben eine kurze Halbwertzeit und entsprechen nicht unserem Verständnis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.” Zudem müssten die Risikogruppen besonders geschützt werden. Damit ginge es darum, “schwere Krankheitsverläufe” zu vermeiden und auch die Auslastung der Intensivbetten “zu regulieren”. Das Positionspapier sah zudem vor, dass ein Ampelsystem helfen könne.

341 Mediziner sollen inzwischen einen Gegenentwurf unterschrieben haben und den Teil-Lockdown befürworten. Zudem ist auch Karl Lauterbach nicht mit dem Positionspapier einverstanden. “Es beantwortet nicht die Frage, wie man bei der Dynamik der zweiten Welle einen kompletten Lockdown in Kürze verhindern will. Wenn man dem Konzept gefolgt wäre, hätte man nur entscheidende Zeit verloren.” Der Ansatz des Papiers, so der wertende Politiker, sei “nicht falsch, aber auch keine Lösung”.

Ob der Teil-Lockdown allerdings eine Lösung darstellt, lässt auch Lauterbach offen. Zahlen, die belegen würden, diese Maßnahmen würden “die Dynamik” in irgendeiner Weise nachhaltig beeinflussen, legte Lauterbach hier nicht vor. Der Politiker hat nach Meinung von Kritikern im gesamten Jahr permanent vor zahlreichen Gefahren und Risiken gewarnt. Zahlreiche Warnungen – etwa vor Hotels – seien sowohl logisch wie auch statistisch schlicht falsch gewesen. So könnte auch das Positionspapier richtig sein. Lesen Sie hier weiter. 

 

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