WHO mit Einschränkungen zu PCR-Tests

Die Diskussion um PCR-Tests in Deutschland will  nicht enden. Nun hat sich kürzlich allerdings auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeschaltet. Die bis dato recht zurückhaltende Organisation griff dabei auf ihrer eigenen Webseite die Dauerkritik auf: Die Schwellenwerte, bis zu denen Spuren von Viren nachgewiesen werden, könnten zu hoch sein. Über die CT-Werte hatten wir an dieser Stelle mehrfach berichtet.

Auch ein Beitrag dazu hat inzwischen hohe Wellen ausgelöst. Wenn also die Zahlen auf Basis der PCR-Tests sehr hoch sind, sollte die Kritik der WHO daran nicht in den Hintergrund geraten.

“Die „Weltgesundheitsorganisation“ WHO hat am 14. Dezember auf ihrer Webseite eine Gebrauchsinformation von PCR-Tests veröffentlicht. (…)

Die WHO schreibt, dass Rückmeldungen von Anwendern über ein erhöhtes Risiko für falsche SARS-CoV2-Ergebnisse beim Testen von Proben mit PCR-Reagenzien eingegangen seien. Wie bei jedem diagnostischen Verfahren seien die positiven und negativen prädiktiven Werte für das Produkt in einer gegebenen Testpopulation wichtig zu beachten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person mit einem positiven Ergebnis tatsächlich mit SARS-CoV2 infiziert sei, sinke mit abnehmender Positiv-Rate. Daher werde Gesundheitsdienstleistern empfohlen, die Testergebnisse zusammen mit den klinischen Anzeichen von Symptomen, dem bestätigten Status aller Kontakte usw. zu berücksichtigen.

Anwender von PCR-Reagenzien sollten die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen, um festzustellen, ob eine manuelle Anpassung des PCR-Positiv-Schwellenwerts erforderlich sei, um etwaiges “Hintergrundrauschen” zu berücksichtigen, das dazu führen könne, dass eine Probe mit einem hohen Zyklusschwellenwert als positives Ergebnis interpretiert werde.

Das Prinzip des PCR bedeute, dass bei Patienten mit hoher Viruslast wenige Zyklen für den Virusnachweis erforderlich seien und der Ct-Wert daher sehr niedrig sein werde. Umgekehrt bedeutete ein hoher Ct-Wert bei Proben, dass viele Zyklen für den Virusnachweis erforderlich wären. Die Unterscheidung zwischen „Hintergrundrauschen“ und dem tatsächlichen Vorhandensein des Virus sei schwer festzustellen.

Daher wird in der Gebrauchsanweisung angegeben, wie Proben am oder nahe dem Grenzwert für PCR-Positivität zu interpretieren sind. In einigen Fällen wird in der Gebrauchsanweisung angegeben, dass der Cut-off manuell angepasst werden sollte, um sicherzustellen, dass Proben mit hohen Ct-Werten nicht aufgrund von „Hintergrundrauschen“ fälschlicherweise als SARS-CoV-2 erkannt werden.

WHO: „Berücksichtigen Sie alle positiven Ergebnisse (SARS-CoV-2 nachgewiesen) oder negativen Ergebnisse (SARS-CoV-2 nicht nachgewiesen) in Kombination mit dem Probentyp, den klinischen Beobachtungen, der Patientengeschichte und den epidemiologischen Informationen. Geben Sie den Ct-Wert im Bericht an den anfragenden Gesundheitsdienstleister weiter.“

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