Möchtegern-Kanzler Spahn möchte NOCH mehr Arbeit für Pflegekräfte

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Deutschland findet kaum Pflegekräfte. Zu gering ist die Bezahlung. Zu hart sind die Arbeitsbedingungen. Nun wird es in Deutschland Zeit, mehr zu arbeiten, so die Forderung von Jens Spahn. Der Mann wird jetzt bereits verschiedentlich als neuer oder nächster Kanzlerkandidat vorgeschlagen. Zumindest ist er offenbar ideenreich, so die Kritiker.

3,4 Stunden mehr pro Woche…

Die Pflegekräfte könnten doch drei bis vier Stunden wöchentlich drauflegen, so die Meinung von Jens Spahn. Damit würde doch viel gewonnen, erläuterte er der „Augsburger Allgemeinen“ Zeitung nun mit Blick auf den Umstand, dass wir doch eine Million Pflegekräfte hätten. Denn: Zahlreiche Beschäftigte in den verschiedenen Heimen oder auch in ambulanten Pflegediensten würden doch die Anzahl an Stunden, die sie bei der Arbeit verbringen, reduziert haben. Deshalb seien auch die „Arbeitsbedingungen“ zu begutachten, so der Minister.

Aktuell sollen in Deutschland etwa 17.000 Stellen in den Pflegeheimen unbesetzt geblieben sein. Dies jedoch, so Spahn, liege nicht nur daran, dass es zu wenig Geld gebe. Die Organisation der entsprechenden Unternehmen wäre seiner Ansicht nach „verbesserungsfähig“. So vermisse er „faire Schichtpläne, einige Tage Freizeit „am Stück“ oder auch besser kalkulierbare Arbeitszeiten. Die Pflege sei „der am wenigsten planbare Beruf, den es gibt“. Die Rahmenbedingungen seien ungünstig.

Kritiker verbinden beide Einlassungen und fragen sich, inwieweit eine Mehrarbeit die Motivation denn erhöhen solle. Denn die hier diskutierte Mehrarbeit über 7 % bis 10 % der normalen Arbeitszeit würde ja offenbar bezahlt, wobei die Abzüge aufgrund der Progression im deutschen Steuerrecht überproportional mitwachsen würden. Insofern scheint der Minister die Pflegekräfte, so die Kritik, eher umgarnen zu wollen.
Offenbar fällt der Politik hier wenig mehr ein, als um Mehrarbeit zu bitten. Eine Lösung, die offenbar aus der Not heraus geboren wurde.

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