Münchner Uni: Trotz Corona Sterblichkeit gesunken

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Fachleute an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sind zu dem Schluss gekommen, dass „insgesamt bei der zweiten Welle der Pandemie bisher keine herausstechende Übersterblichkeit in der Bevölkerung zu beobachten sei – bei der jungen Bevölkerung zeige sich sogar eine Untersterblichkeit“.

Während der in München residierende selbsternannte Sonnenkönig Söder – laut eigenen Aussagen – häufig die „Wissenschaft“ für seine absurden Entscheidungen in Sachen Covid-19 zu Rate zieht, kommen von der Regierung unabhängige Fachleute zu anderen Ergebnissen – nicht nur in Bayern, sondern weltweit.

Erstaunliche Ergebnisse

Der Lehrstuhl für Statistik der LMU hat einen Bericht veröffentlicht, der den abstrusen Alarmismus des bayerischen Sonnenkönigs entlarvt. Darin heißt es: „1. Todesfälle durch Covid-19: Adjustiert auf die Einwohnerzahl zeigt sich keine ausgeprägte Übersterblichkeit. 2. Die bisherigen Corona-Maßnahmen verfehlen den Schutz der Ältesten. 3. Kein deutlicher Rückgang nach dem Lockdown.“

Der erste Abschnitt des Berichts stellt fest, dass die Entwicklung der rohen gemeldeten Fallzahlen von positiv-getesteten Covid-19-Infektionen „wenig Aussagekraft“ haben. Die Todeszahlen hingegen seien demgegenüber „etwas robuster“ heißt es weiter. München habe diese Zahlen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Erhebungen analysiert und kommt zu folgendem Schluss: „Man erkennt, dass in der Altersgruppe der 35-59 Jährigen aktuell eine Untersterblichkeit sichtbar ist.“ Weiter heißt es: „In der Altersgruppe der 60-79 Jährigen zeigt sich auch unter Berücksichtigung der Covid-19-Todesfälle keine Übersterblichkeit. Bei den Hochbetagten sieht es etwas anders aus, da zeige sich „eine leicht erhöhte Sterblichkeit“. Zieht man in dieser Gruppe die Covid-19-Todesfälle ab, ergebe sich für das Frühjahr und den Frühsommer eine leichte Untersterblichkeit.“

Fazit: „Insgesamt ist somit in der zweiten Welle der Pandemie bisher keine herausstechende Übersterblichkeit zu beobachten, bei der jungen Bevölkerung zeigt sich sogar eher eine Untersterblichkeit.“

Punkt 2 behandelt die „Problematische Entwicklung der Fallzahlen bei den Hochbetagten – die bisherigen Corona-Maßnahmen verfehlen notwendigen Schutz der Ältesten“. Erstes Fazit aus München dazu: „Es zeigt sich deutlich, dass die ergriffenen Maßnahmen (ab KW 45) zur Infektionseindämmung für die hoch vulnerable Bevölkerungsgruppe nicht hinreichend zielführend sind.“

Die Fachleute befinden dazu interpretationsfrei: „In diesem Zusammenhang ist auch kritisch zu hinterfragen, ob die neusten verschärften Einschränkungen die primär auf die unter 85-Jährigen abzielen, zielführend sein können, um die vulnerable und hochbetagte Bevölkerung zu schützen.“ Mit anderen Worten: Die Einschränkungen bis hin zum Lockdown, der ja zuerst diese jüngeren Menschen trifft, sind keineswegs das erfolgversprechendste Mittel der Wahl. Trotzdem wird gemacht, was gemacht wird.

Unter Punkt 3 geht es dann noch um „Aktuelle Analysen zum Verlauf der Pandemie“ Da heißt es unmissverständlich: Kein deutlicher Rückgang nach dem Lockdown. Seit der 3. Oktoberwoche gibt es insgesamt einen stabilen Verlauf.“

Auf welchen “wissenschaftlichen Erkenntnissen” basieren also die Entscheidungen von Markus Söder, Angela Merkel & Co.?

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