Neue Entwicklungen in der „Causa Promotion Drosten“

In der „Causa Drosten“ um die Echtheit und Gültigkeit der Dissertation des Charité-Virologen Christian Drosten gibt es nun neue Entwicklungen. Zum einen hat die Uni Frankfurt sich am 15. Oktober erklärt und zum anderen streben Kritiker jetzt ein neues Verfahren an. Wir berichten nachrichtlich über die Diskussion in der Öffentlichkeit:
Bis zum Sommer dieses Jahres galt die Doktorarbeit von Christian Drosten als nicht auffindbar. Obwohl Drosten laut seinem veröffentlichten Lebenslauf 2001 an der Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main promoviert haben soll, war die Dissertation bis im Juni 2020 nicht auffindbar – weder in der Frankfurter Uni-Bibliothek noch in der Deutschen Nationalbibliothek noch in der National Library of Medicine. Dazu erklärte die Uni Frankfurt: „Nach der damals geltenden Promotionsordnung war keine Abgabe von Pflichtexemplaren an die Universitätsbibliothek sowie die DNB erforderlich. Für die Erfüllung der geltenden Regularien der Promotionsordnung war die Abgabe von Pflichtexemplaren im Dekanat des Fachbereichs Medizin ausreichend. Der fristgerechten Abgabe von Pflichtexemplaren ist Herr Drosten nachweislich nachgekommen. Auch seitens des Fachbereichs bestand zu keinem Zeitpunkt eine Verpflichtung zur Abgabe von Exemplaren an die Universitätsbibliothek und DNB.“
Wir dokumentieren den Fall.

Die Zweifel

Nachdem die Dissertation also 17 Jahre als „verschwunden“ galt, konnte schließlich der auf Wissenschaftsbetrug spezialisierte Dr. Markus Kühbacher nach monatelangem Suchen und Forschen nach der Dissertation im Oktober fündig werden. Laut seinem eigenen Bericht soll es Kühbacher Ende September endlich gelungen sein, Einsicht in ein Exemplar der inzwischen stark nachgefragten Dissertation erhalten zu haben. Das Prüfungsverfahren laut der damals gültigen Promotionsordnung soll mit der Disputation (mündliche Prüfung) zur Verleihung des Doktorgrades am 22. März 2003 erfolgreich beendet worden sein. Der 22. März 2003 jedoch war ein Samstag – ein ungewöhnlicher und unglaubwürdiger Tag für eine Disputation, heißt es.

Tatsache sei, so das Ergebnis Kühbachers, dass die Dissertationsschrift 17 Jahre lang von 2003 bis zum Sommer 2020 nicht veröffentlicht worden war, obwohl die Promotionsordnung eine solche Veröffentlichung explizit forderte. Auch ist in diesem Zeitraum kein einziges Druckexemplar der Dissertation in den Bestand der Universitätsbibliothek Frankfurt aufgenommen und katalogisiert worden, so Dr. Kühbacher. Dies sei erst vor wenigen Wochen in diesem Sommer geschehen.

Auch die Deutsche Nationalbibliothek habe erst vor Kurzem zwei kopierte Exemplare der Dissertation erhalten, so Kühbacher. Als Beleg führt der Wissenschaftler die Signaturen der inzwischen an den beiden Standorten der Deutschen Nationalbibliothek, in Frankfurt und Leipzig einsehbaren Exemplare an: Diese datieren aus dem Jahr 2020.

Plagiat oder Wissenschaftsbetrug?

Auch ein anderer Forscher, Doz. Dr. Stefan Weber, hat für seinen Blog „plagiatsgutachten.com“ den „Publikationskrimi“ untersucht. Der Gutachter hatte sich offenbar über Wochen mit dem Fall beschäftigt. Sein Statement: „Es gibt eine Doktorarbeit. Aber nicht aus dem Veröffentlichungsjahr!“ Dabei bezieht er sich (ebenfalls) auf die Signaturen der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main: Die gebundenen Exemplare haben demnach die Signaturen D 126/1286 sowie D126/1342. Die jeweilige Nummer D126 deute auf das laufende Jahr, so ein Vergleich mit anderen Arbeiten. So wird eine Dissertation eines anderen Autors aus dem laufenden Jahr aufgeführt, die mit der Signatur 126/1459 versehen ist. Damit stellten sich erhebliche Fragen:

Natürlich kann es sein, dass die Dissertation von 2001 neu gedruckt und aufgenommen wurde. Dies jedoch wird wohl in der Regel nicht fast 20 Jahre später geschehen. Zudem stelle sich die Frage, ob die Exemplare aus diesem Jahr 2020 und von 2001 vollkommen identisch seien. Immerhin hält der Autor dieses Blogs fest, dass es im Jahr 2000 einen Zeitschriftaufsatz „Evaluation of a new PCR assay with competitive internal control sequence for blood donor screening“ geben würde, bei dem sich die Frage stellt, ob dies bereits der in der damals gültigen Promotionsordnung vorgeschriebenen „Veröffentlichung in einer Zeitschrift“ entspreche. Dagegen spricht, dass das Papier Teil der Dissertation wurde, worauf auch hingewiesen würde. Dies könne also nicht die Veröffentlichung der Dissertation selbst sein.

Uni Frankfurt räumt “Falschaussage” ein

Die Universität Frankfurt hat nun „eingeräumt, eine Falschaussage zur Promotion von Christian Drosten“ getroffen zu haben. Nachdem Rechtsanwalt Dr. Reiner Fuellmich vom Corona-Ausschuss Klage gegen Drosten & Co. eingereicht hat, haben die Verantwortlichen der Universität offen „kalte Füße“ bekommen. Dem Corona-Ausschuss gehört auch Dr. Kühbacher an, welcher die „Causa Promotion Drosten“ untersucht.

Wie Dr. Kühbacher nun mitteilte, habe die Uni Frankfurt nun ausgesagt, dass es „nie einen Revisionsschein der Dissertation Drostens gegeben habe“. Damit fehlt der endgültige Beweis für die fristgemäße Abgabe der Dissertation. Kühbacher kündigte an, dass die „Causa Drosten“ nun „Gerichte beschäftigen werde“. Vorausgegangen seien falsche Tatsachenbehauptungen seitens der Goethe-Universität Frankfurt zum sogenannten Revisionsschein. Dieser war bislang der einzige Beleg dafür, dass Christian Drosten seine Dissertation fristgemäß eingereicht habe.

Für Christian Drosten könnte es demnächst eng werden – nicht nur wegen der Fragen, die ob der Echtheit bzw. Gültigkeit seiner Dissertation aufgeworfen werden, sondern auch wegen der Klage gegen seinen PCR-Test und der Corona-Sammelklage, die Corona-Ausschuss-Anwalt Dr. Reiner Fuellmich in den USA eingereicht hat.

Für die Universitäts-Verantwortlichen könnte die „Causa Drosten“ ebenfalls ein Nachspiel haben, da man Zitat Dr. Kühbacher „mit allen Mitteln versuchte, den Umstand zu verschleiern, dass Herr Drosten die Frist zur Veröffentlichung seiner Dissertation schuldhaft versäumt hat.“

Dr. Kühbacher twitterte:

https://twitter.com/Kuehbacher/status/1331958955757740033

https://twitter.com/Kuehbacher/status/1331961993083973638

https://twitter.com/Kuehbacher/status/1332099106550976518


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