Venedig und Nicola Benedetti spielt Vivaldi

Vivaldis ‘Nulla in Mundo’ mit der Violinistin Nicola Benedetti

und

La Serenissima (Venedig)


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Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist im Barock.

Vivaldis Vater Giovanni Battista Vivaldi (1655–1736) kam mit zehn Jahren aus Brescia nach Venedig, war dort zunächst wie sein Vater Barbier und wurde später beruflicher Violinist. Aus seiner Ehe mit Camilla Calicchio, der Tochter eines Schneiders, die er 1676 heiratete, gingen neun Kinder hervor. Der erstgeborene Antonio Vivaldi kam angeblich während eines Erdbebens zur Welt und wurde notgetauft (ob dies wegen der Katastrophe war oder ob sich hier schon seine späteren gesundheitlichen Probleme abzeichneten, ist unbekannt).

Opernkomponist und Intendant in Venedig und Mantua

Schon während seiner Anstellung beim Ospedale della Pietà begann Vivaldi mit der Komposition von Opern. Angefangen mit Ottone in villa, die 1713 in Vicenza uraufgeführt wurde, sollten bis 1739 über fünfzig weitere Opern folgen. Neben seiner Anstellung am Ospedale della Pietà übernahm Vivaldi mehr und mehr die Funktion eines Impresarios am venezianischen Theater Sant’Angelo. Aus Anlass des venezianischen Türkenkriegs komponierte Vivaldi 1716 ein patriotisches Oratorium Juditha triumphans, dessen Stoff dem Buch Judit entnommen ist.

Nach Streitigkeiten in Venedig wechselte er 1718 nach Mantua, wo er in Diensten von Landgraf Philipp von Hessen-Darmstadt[1] hauptsächlich als Intendant und Opernkomponist arbeitete. Nach 1721 hielt er sich mehrmals in Rom auf, spielte zweimal vor dem Papst und erhielt viele Aufträge für Opern- und Kirchenmusik.

1726 kehrte er als musikalischer Leiter des Teatro Sant’Angelo in seine Heimatstadt Venedig zurück. Dort wurde er sowohl als Komponist als auch als Geigenvirtuose zur lebenden Legende und zum „Wallfahrtsziel“ für viele Musiker aus ganz Europa. Um diese Zeit herum lernte er auch die damals 16 Jahre alte Anna Girò, eine Sängerin französischer Herkunft (ursprünglich Giraud), kennen, welche ihn fortan auf seinen Reisen begleitete. Zwischen 1729 und 1733 besuchte Vivaldi zahlreiche oberitalienische Städte (Verona, Ancona, Reggio und Ferrara) und war wahrscheinlich auch in Prag, wo zwei seiner Opern uraufgeführt wurden.

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serenissima

Die Venezianische Verschwörung

von Webster Griffin Tarpley – Auszüge in einer Übersetzung von politaia.org

(Rede am Ostersonntag 1981 vor der ICLC-Konference bei Wiesbaden ; (erschienen im Campaigner, September 1981)

Rudolf_von_Alt_Venedig
Rudolf von Alt: Markusplatz mit österreichischem Militär (um 1860), Gemälde im Heeresgeschichtlichen Museum

Zeitabschnitte in der Historie, wie jenen, den wir gerade durchleben, sind gekennzeichnet durch Instabilität der menschlichen Institutionen und stellen eine besondere Herausforderung für diejenigen dar, die ihre Handlungsweisen auf einer angemessenen und authentischen Kenntnis der historischen Prozesse begründen wollen. Solch ein Wissen erschließt sich nur demjenigen, der die Geschichte als eine gesetzmäßige Wechselwirkung von widerstreitenden Verschwörungen begreift, welche die Platonisten gegen ihre erkenntnistheoretischen und politischen Widersacher ausspielen.

Es gibt keine bessere Methode, die Hintergründe in dieser Angelegenheit zu begreifen, als durch das Studium der Geschichte der venezianischen Oligarchie. Sie ist ein klassisches Beispiel des oligarchischen Despotismus und der Bösartigkeit, wenn wir vom Fernen Osten einmal absehen.

The_Bravo_1st
The Bravo is a novel by James Fenimore Cooper first published in 1831 in three volumes. Inspired by a trip to Europe where he traveled through much of Italy, the novel is set in Venice.

Venedig nannte sich selbst die “Serenissima Republica“, war aber in keiner Weise eine Republik, wie sie ein Amerikaner versteht, was James Fenimore Cooper im Vorwort zu seiner Novelle “The Bravo” ausführt. Vielmehr sorgten ihre politischen Institutionen für fünfzehn Jahrhunderte und mehr – seit dem Vergehen des moribunden Weströmischen Reiches bis zu den napoleonischen Kriegen, also erst gestern in historischen Begriffen – für eine unerreichte Kontinuität der abscheulichsten Oligarchenherrschaft, die man sich vorstellen kann. Venedig ist am besten zu beschreiben als eine Art Förderband, das die babylonischen Seuchen des dekadenten Altertums mitten in die Welt der modernen Staaten transportierte.

Die 1500-jährige Kontinuität der venezianischen Kontinuität ist in erster Linie die der oligarchischen Familien und ihrer Regierungsmarionetten, aber noch mehr die unaufhörliche Anwendung von charakteristischen Methoden der Staatsführung und politischen Raffinesse. Venedig, das niemals mehr als ein paar hunderttausend Einwohner hatte, wuchs im dreizehnten Jahrhundert zur Großmacht heran und behielt diesen Status bis zum Westfälischen Frieden von 1648, dank seinem ausgeklügelten System von Botschaften, heimischen und auswärtigen Geheimdiensten und damit verbundenen Operationsmöglichkeiten.

Wie im Folgenden dargestellt wird, bildete Venedig das Zentrum der Bemühungen, die fortschrittliche europäische Zivilisation des 11. und 12. Jahrhunderts zu vernichten, und Venedig trägt die erdrückende Schuld am Aufstieg der “Schwarzen Welfen” und dem Ausbruch der Schwarzen Pest. Die Venezianer dienten als Zuträger der mongolischen Armee des Dschingis Khan und seiner Nachfolger und halfen ihnen bei der Plünderung von Bagdad und bei der Zerstörung der Renaissance im 13. Jahrhundert.

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Doppeladler der Paläologen –

Die Venezianer waren Todfeinde der Paläologendynastie in Byzanz. Sie waren unerbittliche Feinde von Gemisthos Plethon, Cosimo de’ Medici, Leonardo da Vinci, Niccolo Machiavelli und der Gesamtheit der Florentiner Goldenen Renaissance, die sie erfolgreich über Verschwörungen vernichteten. Der venezianische Einfluss war entscheidend bei der Beendigung der Elisabethianischen Epoche in England und bei der Einführung der düsteren Jakobitischen Ära.

Die Palaiologen waren die letzte Kaiserdynastie des byzantinischen Reichs. Sie regierten den Staat von 1259 bis zur Erstürmung Konstantinopels durch die Osmanen 1453. Die Palaiologen starben in der männlichen Linie im Jahr 1502 mit Andreas Palaiologos aus.

Die Ehe des Großfürsten Iwan III. von Moskau mit Sofia Palaiologa, der Nichte des letzten byzantinischen Kaisers Konstantin XI., begründete den russischen Anspruch auf die geistige und religiöse Nachfolge des byzantinischen Reichs, der unter anderem durch die Übernahme des Doppeladlers in das russische Wappen dokumentiert wurde (vgl. Drittes Rom).

Die Spezialisten der venezianischen Öffentlichkeitsarbeit waren dafür verantwortlich, den deutschen Provinzhäretiker Martin Luther zu einem großen Häretikpopanz unter einer ganzen Herde von Prophezeiungs-Heiligen aufzubauen. Nicht zufrieden mit ihrer vernichtenden Operation gegen die Kirche, entpuppt sich nachher Venedig als die “Mutter” des widerwärtigen und herumziehenden Ignatius von Loyola und seines Jesuitenordens. Nach dem Konzil von Trient bildete Venedig den Mutterboden für die philosophischen Wüstlinge der delphischen, anti-Leibnitzischen Aufklärung. Venedig übertrumpfte Thomas Malthus und Jeremy Bentham bei der Verbreitung der britischen politischen Ökonomie und des philosophischen Radikalismus auf der ganzen Welt.

Obwohl Napoleon Bonaparte das Verdienst der formalen Liquidation dieses widerlichen Organismus während seines Italienfeldzuges von 1797 gebührt, hatte das keine wünschenswerten Auswirkungen mehr. Der Krebs, sozusagen, hatte eine Menge Zeit, seine Metastasen zu bilden, in Genua, Amsterdam, London und anderswo.

Und so lebte – trotz der Auslöschung der souveränen politischen Macht Venedigs – ihre charakteristische Methode fort und diente als Brutkasten für eine Bewegung, die im 20. Jahrhundert als Faschismus bekannt wurde: Zuerst in ihrer Rolle als Nährboden für die protofaschistischen Produktionen von Wagner und Nietsche und später in der Förderung von faschistischen Politikern wie Gabriele D’Annunzio und Benito Mussolini. Die Venetianer übernahmen einen Großteil der Aktionen, die mit dem Parvus-Plan zur Zerstückelung Russlands zusammenhingen und waren diejenigen, die jedermann – einschließlich London – überraschten, indem sie den Ersten Weltkrieg auf dem Balkan lostraten.

Die Insel San Giorgio Maggiore mit der Cini-Stiftung
Die Insel San Giorgio Maggiore mit der Cini-Stiftung

Von allergrößter Wichtigkeit ist die Tatsache, dass Venedig heute über ihre CINI-Stiftung und ihre Societé Europeenne de Culture die Ideenfabrik für den Club of Rome und verwandte Bewegungen darstellt. Venedig ist die supranationale Heimstätte der Gang, welche ein “Neues Mittelalter” einführen will, sie ist das vereinigende Symbol für die verrücktesten Außenseiter und Utopisten in den Internationalen Geheimdienstzirkeln von heute.

Wollen Sie Venedig kennenlernen? Blicken Sie zurück auf die monetaristischen Schwachsinn des Paul Volker, auf den ideologischen Fanatismus, der von der Bank of America ausstrahlt, von der Chase Manhattan, von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und dem ganzen Rest. Sie werden den unverwechselbar fauligen Gestank eines venezianischen Kanals riechen, wo die verrottenden Marmorpaläste von Generationen von Parasiten durch den größten Zynismus und der größten Grausamkeit zerfressen sind, welche die Welt jemals gesehen hat…………..

Fortsetzung folgt.

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