Ominöser Raketentest im Mittelmeer

Moskau (RIA Novosti/Stimme Russlands/Farsnews) – Das russische Raketenüberfall-Warnsystem hat am Dienstagmorgen einen Start von zwei ballistischen Zielen im Mittelmeer registriert.

Die ballistischen Raketen seien um 6:16 Uhr GMT vom zentalen Mittelmeer Richtung Osten abgefeuert worden, wie das russische Verteidigungsministerium heute laut Stimme Russlands mitteilte.

Der Raketenabschuss wurde den Angaben zufolge durch das russische Frühwarnsystem in Armawir im Süden Russlands registriert. Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe Präsident Wladimir Putin über den Vorfall informiert.

Es war zunächst unklar, ob die angeblichen Starts in Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt stehen. Die USA haben im Mittelmeer mehrere raketenbestückte Kriegsschiffe für einen bevorstehenden Angriff auf Syrien in Stellung gebracht.

Die russische Botschaft in Damaskus teilte mit, keine Informationen über einen Raketenstart zu haben. Es habe weder Luftalarm noch Einschläge in der Stadt gegeben, sagte ein Diplomat. Auch in der syrischen Botschaft in Moskau konnte man keine Kommentare geben. Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, sie wisse nichts von dem Abschuss. Das Pentagon habe keine Angaben über Starts von ballistischen Raketen im Mittelmeer, teilte ein Sprecher des Pressedienstes des US-Verteidigungsministeriums mit.
RIA Novosti teilte unter Berufung auf eigene Quellen in Damaskus mit, dass die im Mittelmeer registrierten ballistischen Ziele ins Meer gefallen seien.

DEBKAfile:Israel führt gemeinsame Raketenabwehrtests mit den USA im Mittelmeer durch

Die israelische Webseite DEBKAfile (ein Mossad/Shin Bet/IDF-Organ) berichtet nun, dass die USA und Israel am 3. September 2013 gemeinsame Anti-Raketen-Tests im Mittelmeer durchgeführt hätten, um sich auf einen möglichen Angriff Syriens und der Hisbollah auf Israel und Jordanien vorzubereiten, mit dem als Antwort auf den geplanten US-Angriff auf Syrien zu rechnen sei.

Was ist wirklich passiert?

Seltsamerweise wusste die israelische Armee angeblich zuerst nichts von dem Vorfall oder stritt diesen ab. Auch das Pentagon wusste nichts, jedoch sind Abschüsse von ballistischen Raketen international meldepflichtig.

Igor Korotchenko, ein russischer Verteidigungsexperte und Herausgeber des National Defense Journal nannte die Tests “vollkommen unverantwortlich” in solch sensitiven Zeiten.

DEBKAfile erklärt uns, was angeblich passierte:

Israel hat eine ANKOR-Rakete [über diesen Raketentyp haben wir nichts gefunden, Anm. d. Verf.] als Ziel für seine eigenen und amerikanischen Tests der ARROW-2-Rakete benutzt. Washington erwähnte den Test nicht. Deshalb ist es nicht bekannt, ob amerikanische Raketen am Test teilnahmen. Es gab auch keine Aussagen, ob der Test erfolgreich war.”

Weiter behauptet DEBKAfile :

“Laut DEBKAfiles militärischen Quellen nahmen US-Kriegsschiffe an dem Test teil, die gegenüber der syrischen Küste kreuzen und AEGIS-Antiraketen-Raketen mit sich führen, dazu Tomahawk-Marschflugkörper für den Schlag gegen Syrien.”

Die “Times of Israel” berichtet, es wäre eine Sparrow-Rakete gewesen, die als Testziel abgeschossen worden wäre. Das ist jedoch keine ballistische Rakete sondern eine kleine Raketenabwehr-Rakete, die etwa 230 Kilogramm wiegt und vom Flugzeug oder von einem Schiff  (Sea-Sparrow) gestartet wird.

Versuch eines israelischen Angriffs auf Syrien?

Man könnte allerdings auch mutmaßen, dass die Israelis wieder einmal einen Schlag gegen Syrien ausführen wollten. Schon am 5. Juli kam es zu einem Raketeneinschlag in einem Militärlager in Latakia, wo russische Jachont-Schiffsabwehrraketen lagerten. Angeblich wurde die Waffe von einem Dolphin-U-Boot im Mittelmeer gestartet.

Beim Angriff auf das Raketendepot im syrischen Hafen Latakia hat Israel erstmals seine U-Boot-Flotte eingesetzt, berichtet die Zeitung „The Sunday Times“.

Am frühen Morgen des 5. Juli habe ein U-Boot der Dolphin-Klasse Flügelraketen mittlerer Reichweite abgeschossen, die das Raketendepot trafen, heißt es im Beitrag.

Ziel des Angriffs „waren 50 Raketen des Typs Jachont, die Russland der syrischen Armee geliefert hatte“, schreibt das Blatt. „Allem Anschein nach war der israelische Angriff mit den USA eng koordiniert.“

Die U-Boote der Dolphin-Klasse waren von Deutschland an Israel geliefert worden. Nach dem heutigen Stand verfüge Israel über fünf solche U-Boote, die mit amerikanischen Flügelraketen ausgerüstet sind, so die „Sunday Times“…  http://de.rian.ru/security_and_military/20130714/266481888.html

Hat Israel einen Angriff gestartet und die Amerikaner haben die Raketen abgeschossen? Welcher Art könnten die Raketen gewesen sein?

Die Variante Popeye Turbo wurde von Israel entwickelt, um von U-Booten der Dolphin-Klasse aus zu starten.[1] Der Start erfolgt aus einem Torpedorohr, wobei ein Feststoffraketenbooster den Marschflugkörper aus dem Wasser befördert. Anschließend wird der Flugkörper durch ein Turbojet-Triebwerk angetrieben. Dieses aufwändigere Antriebskonzept ermöglicht größere Reichweiten. Die offizielle Reichweite wird mit 200 bis 350 km angegeben, bei inoffiziellen Tests einer verlängerten Variante wurden allerdings über 1500 km erreicht.[2] Der Popeye Turbo Marschflugkörper kann Atomsprengköpfe tragen. Damit liegen die wichtigsten Orte des iranischen Atomprogramms in Reichweite von israelischen Atomwaffen. Entweder mittels Popeye Turbos, die vom persischen Golf aus von Dolphin-Klasse-Ubooten gestartet werden, oder von land- oder luftgestützten Trägersystemen aus Nordostisrael. http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-142

Nach Raketentests Israels: Russland versetzte Kommandozentrale in erhöhte Kampfbereitschaft

Nach den jüngsten Teststarts von Raketen im Mittelmeer durch Israel und die USA hat Russland die Kommandozentrale des Generalstabes und die Leitungszentrale der Luftabwehrtruppen nach eigenen Angaben in erhöhte Kampfbereitschaft versetzt. Würde Russland seine Luftabwehrtruppen in erhöhte Kampfbereitschaft versetzen, wenn eine Sparrow-Rakete abgeschossen wird? Das ist völlig unglaubwürdig.

“Das russische Raketenangriff-Frühwarnsystem hat heute seine Effizienz unter Beweis gestellt”, sagte Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow am Dienstag vor der Presse in Moskau. Am gleichen Tag hatte ein Radar in Armawir im Süden Russland um 08.16 Uhr MESZ den Start von zwei ballistischen Raketen im zentralen Teil des Mittelmeeres Richtung Osten geortet. Später wurde bekannt, dass es sich um Erprobungen eines Raketenabwehrsystems durch Israel und die USA handelt.

Weitere Quellen:

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