Putin will einheitlichen Raum zwischen Pazifik und Atlantik

MOSKAU, 27. Februar (RIA Novosti).

Russland ist laut Regierungschef und Präsidentenkandidat Wladimir Putin ein integrierter und organischer Teil des Großen Europa.

Eben deshalb schlage Moskau vor, auf dem Territorium zwischen dem Pazifik und dem Atlantik einen einheitlichen ökonomischen und menschlichen Raum zu schaffen, schreibt der Premier sechs Tage vor der Präsidentenwahl in seinem Beitrag der Tageszeitung „Moskowskije Nowosti“ (Montagausgabe).

„Vor dem Hintergrund eines Aufschwungs in China, Indien und einigen anderen neuen Wirtschaften nehmen sich finanzielle und ökonomische Erschütterungen in Europa, das bislang als eine Oase von Stabilität und Ordnung galt, besonders krass aus. Die in der Eurozone tobende Krise wird sich unweigerlich auf Interessen Russlands auswirken, vor allem unter Berücksichtigung dessen, dass die EU unser größter Außenwirtschafts- und Handelspartner ist.“

Für die Überwindung der Krise sollten nach Putins Ansicht energische Systemsanpassungsschritte unternommen werden. Führende europäische Repräsentanten stünden vor umfassenden Wandlungen, die mehrere finanzielle und ökonomische Mechanismen ändern würden. „Wir sind an einer starken EU interessiert, wie sie zum Beispiel von Deutschland oder Frankreich gesehen wird. Wir sind daran interessiert, das immense Russland-EU-Potential vollständig zur Geltung zu bringen.“

Putin bekräftigt einen alten Vorschlag, eine „harmonische Gemeinschaft von Wirtschaften von Lissabon bis Wladiwostok“ zu schaffen. Es handele sich um einen gemeinsamen kontinentalen Markt mit einem Volumen von Billionen Euro. „Zweifelt denn jemand daran, dass dies gut wäre und den Interessen der Russen und der Europäer Rechnung tragen würde?“, fragt Putin.

Er plädiert auch für eine tiefgreifende Kooperation im Energiebereich. Nach dem Ausbau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream und der Fertigstellung der Leitung South Stream werde Europa ein zuverlässiges und flexibles System der Gasversorgung erhalten, das von niemandes politischen Launen abhängig sein werde. Das gestatte es, die Energiesicherheit des Kontinents nicht formell, sondern real zu festigen.

Putin übt ferner Kritik an dem von der EU-Kommission lobbyierten „Dritten Energiepaket“. Dieses Dokument sei für die Festigung der Beziehungen zwischen Russland und Europa nicht förderlich. „In Gesprächen mit mir haben mehrere europäische Politiker dieses Paket kritisiert. Man muss mutig werden und dieses Hindernis aus dem Weg zur gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit räumen“, betont Putin.

Er plädiert weiterhin für die Abschaffung der Visumspflicht in Kontakten zwischen Russland und der EU. „Die wahre Partnerschaft zwischen Russland und der Europäischen Union ist undenkbar, solange es Schranken gibt, die menschliche und ökonomische Kontakte behindern… Die Abschaffung der Visa wäre ein gewaltiger Impuls für eine reale Integration zwischen Russland und der EU“, heißt es in dem Beitrag.

http://de.rian.ru/politics/20120227/262779546.html

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