RT berichtet über Kriegsverbrechen der Türkei in Cizre

Cizre

Kurdische Bevölkerung
Kurdische Bevölkerung

“Über der Stadt liegt immer noch der Geruch des Todes. Unter den Trümmern liegen noch Tote.” RT-Reporter William Whiteman besucht als erster Journalist die vom Bürgerkrieg zerstörte Stadt Cizre im Südosten der Türkei. Sein Team filmt dramatische Beweise für die Verbrechen der türkischen Armee an der eigenen Bevölkerung. “Es sieht aus wie in Aleppo, aber wir sind in der Türkei.” Das wahre Ausmaß der Verbrechen werde sich erst zeigen, wenn die seit Monaten andauernden Blockaden aufgehoben sind, befürchtet Whiteman. Der türkische Präsident Recep Erdogan erklärte gestern, bei dem Militäreinsatz seien keine Zivilisten umgekommen. Menschenrechtler sprechen hingegen von “Kriegsverbrechen” und sogar vom Versuch eines “Völkermords”. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

Auf den Videoaufnahmen von Whiteman sind die schockierenden Folgen der Operation in Cizre zu sehen: Zerstörte Stadtviertel und Wohnungen, Blutspritzer auf durchlöcherten Wänden und nicht detonierte Blindgänger auf der Straße. Trotz der Sperren war der Korrespondent auch in der Kurdenmetropole Diyarbakir, wo er eine Reihe von Interviews mit Verwandten von zivilen Opfern gemacht hat.

In ihrem Aufruf wollen die RT-Journalisten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die vermuteten Massenmorde an den Kurden im Südosten der Türkei lenken und fordern den UN-Menschenrechtsrat auf, eine unabhängige internationale Ermittlung einzuleiten.

„RT fuhr nach Cizre, um Berichte aus erster Hand von Augenzeugen zu erhalten. Sie zeigten uns die Tatorte der mutmaßlichen Massentötungen. RT filmte die zerstörten Gebäude ebenso wie Blutflecken auf den Trümmern und Patronenhülsen. Ein Zeuge berichtete uns, dass unter den Opfern Frauen und Kinder im Alter von gerade einmal zehn Jahren gewesen seien“, heißt es in der Petition, die auf der Internetplattform change.org veröffentlicht ist.

Zuvor hatte RT die Videoaufnahmen an Dutzende Menschenrechtsorganisationen, darunter Human Rights Watch, Amnesty International und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz überreicht. Allerdings haben die Organisationen kein Interesse an einer Ermittlung gezeigt.

Die Chefredakteurin des russischen TV-Senders RT, Margarita Simonjan, kommentierte dies wie folgt: „Wir sind enttäuscht darüber, dass eine angemessenen Antwort seitens der  Menschenrechtsorganisationen ausbleibt. Wir können nicht einfach zuschauen, nachdem wir anhand des Berichtes unseres Reporters das Ausmaß der Massaker erfuhren.“

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

5 Kommentare

  1. : „Wir sind enttäuscht darüber, dass eine angemessenen Antwort seitens der Menschenrechtsorganisationen ausbleibt

    Es sollte langsam auch der Dümmste begriffen haben, dass diese sogenannten Menschenrechtsorganisationen schlicht NGO´s der Mächtigen sind und nicht im Geringsten etwas mit Recht zu tun haben.

  2. Persönlich denke ich, daß die Massaker eher auf das Konto dieser Spezialeinheiten gehen. Da gibts die sog. Esadullah (Löwen Gottes), eine regierungsnahe Truppe innerhalb der Spezialkommandos. Die sind rassistisch-islamistisch und widerlich ohne Ende.

    Vom Militär geht das meiner Meinung nach nicht aus, die haben nichts gegen die normale kurdische Bevölkerung (schon deshalb nicht, weil ein Viertel davon Kurden sind)

    Insofern wären es keine Kriegsverbrechen (die logischerweise nur von einer Armee begangen werden können) sondern da sind islamistische Terroristen mit staatlicher Erlaubnis am Werk vermutlich.

    Aber das ist nur eine persönliche unmaßgebliche Meinung von mir und anderen. Ohne Ansspruch auf die absolute Wahrheit;-)

Kommentar hinterlassen