Russisch-argentinisches Bankenforum: Handel in nationalen Währungen

Bankenforum: Russland und Argentinien wollen Handel in Nationalwährungen abwickeln

Die internationalen Bestrebungen, den US-Dollar als Instrument zur weltweiten Wohlstandsabsaugung  und Kriegsfinanzierung zu neutralisieren, schreiten voran. Durch die bilateralen Abkommen vieler Staaten, ihren Handel in Nationalwährungen abzuwickeln, sinkt die Nachfrage nach den US-Dollar, der international zur gegenseitigen Verrechnung vor allem im Energiegeschäft eingesetzt wird. Über Jahrzehnte haben die USA Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland bezogen und dafür Dollars gedruckt. Nur so konnte die Kriegsmaschine Pentagon seine ungeheueren Rüstungen und die laufenden Kriege finanzieren, auf Kosten der ganzen Welt. Das Dollar-Imperium zerbröselt vor unseren Augen.

China versucht schon seit einiger Zeit, die internationale Bedeutung seiner Währung zu erhöhen, indem es den Außenhandel über Yuan abwickelt und bilaterale Übereinkommen mit anderen Staaten über Währungsswaps abschließt. Im Juni 2011 wurde eine Abkommen mit Kasachstan geschlossen. Somit hat China jetzt mit 14 Staaten bilaterale Währungsabkomen unterzeichnet (siehe Liste unten, auf der Russland, Japan und Kasachstan noch nicht aufgeführt sind).

BUENOS AIRES, 02. Februar (RIA Novosti).

Das erste russisch-argentinische Bankenforum hat am Donnerstag in Buenos Aires stattgefunden, meldet ein RIA-Novosti-Korrespondent.

Die russische Delegation wurde von Anatoli Aksakow, Präsident der Vereinigung der regionalen Banken Russlands, geleitet.

Bankiers aus beiden Ländern unterzeichneten im argentinischen Wirtschaftsministerium Abkommen, die auf die Mobilisierung von Investitionen bei der Umsetzung von Kooperationsprojekten gerichtet sind. Zu Partnern der Russen wurden die Leiter einer Assoziation, die zwölf Staats- und 53 Privatbanken vereinigt, sowie Vertreter der Vereinigung der Finanzinstitute von Lateinamerika, deren Aktiva etwa 900 Milliarden US-Dollar betragen.

Die Seiten bekundeten den Wunsch, in der Zukunft bei der Bezahlung der Lieferungen im  Rahmen des bilateralen Handels zu gegenseitigen Verrechnungen in den nationalen Währungen überzugehen.

Russland und China nehmen bereits faktisch Rubel-Yuan-Verrechnungen vor. Warum kann das nicht mit Argentinien, dessen Wirtschaft jährlich um neun Prozent wächst, getan werden?“, äußerte Aksakow.

Seiner Meinung nach kann Russland High-Tech-Projekte, insbesondere in Wasser- und Atomenergie, Maschinenbau sowie bei der Erschließung von Bodenschätzen, anbieten.

„Der heutige Außenhandelsumsatz zwischen Russland und Argentinien beläuft sich auf weniger als zwei Milliarden US-Dollar. Das ist eine wesentliche Abnahme im Vergleich zu den Kennziffern vor 30 Jahren, als etwa 20 Prozent des argentinischen Exports auf die Sowjetunion entfallen waren“, sagte der Leiter der russischen Delegation. Er äußerte die Meinung, dass das bestehende Wachstumspotential sich nur mit der entsprechenden finanziellen Unterstützung realisieren lasse, die die Vereinigung der regionalen Banken Russlands zu erweisen gedenkt.

Die argentinischen Kollegen zeigten ihrerseits Interesse für russische Investitionen. Ihren Worten nach ist allein für den Abbau von einem der weltgrößten Vorkommen von Schiefergas in Argentinien schon heute eine Finanzierung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar notwendig.

Das nächste russisch-argentinische Bankenforum soll im September dieses Jahres in Sotschi (russischer Badeort am Schwarzen Meer) am Rande eines internationalen Kongresses der Weltfinanzinstitute stattfinden.

http://de.rian.ru/trade_and_finance/20120302/262827544.html

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