Russland erlässt Kuba 29 Milliarden Dollar

Russland hat sich mit Kuba auf eine Regelung der Staatsschulden geeinigt, die der lateinamerikanische Staat noch zu Sowjet-Zeiten angehäuft hatte: 90 Prozent der insgesamt 32 Milliarden Dollar werden erlassen, was den Weg für Investitionen und eine Belebung des Handels ebnet, meldet Reuter unter Hinweis auf russische und europäische Diplomaten.

MOSKAU, 10. Dezember (RIA Novosti/Prime).

Wie die Diplomaten der Agentur mitteilten, war das Abkommen über den Schuldenschnitt bereits im Oktober in Moskau unterzeichnet worden, muss jedoch noch von der Staatsduma gebilligt werden. Die verbleibenden 3,2 Milliarden Dollar stottert Kuba laut dem Dokument binnen der nächsten zehn Jahre ab. Die Pläne zur Schuldenumstrukturierung waren im Februar nach einem Kuba-Besuch des russischen Premierministers Dmitri Medwedew bekannt geworden.

Die Verhandlungen, wie Kuba seine Restschulden begleichen kann, gehen indes weiter. Laut den Gesprächspartnern der Nachrichtenagentur stellen selbst jährliche Zahlungen in Höhe von 320 Millionen USD für die kubanische Wirtschaft eine schwere Bürde dar, da das Land beim Pariser Club mit weiteren 5-6 Milliarden Dollar in der Kreide steht.

„Im Abkommen wird ein Teil der sowjetischen Schulden Kubas anerkannt, das ist aus politischer Sicht für Russland wichtig. Darüber hinaus öffnet es die Tür für neue Kredite, was für Kuba sehr bedeutsam ist“, so einer der russischen Diplomaten.

Kuba führt seit Jahren aktive Verhandlungen mit seinen Gläubigerländern. Im Jahr 2010 gelang der Insel eine Einigung mit China über die „Umstrukturierung“ von 6 Milliarden Dollar Schulden, 2012 einigte Kuba sich mit Japan auf einen 80-Prozent-Schnitt bei den insgesamt 130 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Dollar) Schulden, die übrigen 20 Prozent sind innerhalb von 20 Jahren fällig.

Im November 2013 wurde bekannt, dass auch Mexiko Kuba 70 Prozent seiner 15 Jahre „alten“ Verschuldung (insgesamt 500 Millionen Dollar) erlässt. Die Bahamas und andere englischsprachige Nachbarn Kubas hatten bereits auf ihre Forderungen verzichtet oder statt der Schuldenrückzahlung Konzessionen im Ressourcenbereich und im Transportwesen auf der „Freiheitsinsel“ erhalten.

http://de.ria.ru/world/20131210/267446900.html

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