Russland kann sich ohne Wettrüsten bei jeglicher Situation absichern – Lawrow

Nach Abschuss von syrischem Kampfjet: Lawrow warnt USA vor einseitigen Handlungen

Russland will sich auf kein Wettrüsten mit dem militärisch-industriellen Komplex des Westens einlassen. Die andauernden Provokationen – nicht nur durch das “Raketenschild” – der USA führen laut Verteidigungsminister Lawrow zu keinen nennenswerten Mehrausgaben auf der russischen Seite:

MOSKAU, 10. Oktober (RIA Novosti).

Russland verfügt laut Außenminister Sergej Lawrow über Projekte, die es ermöglichen, sich bei jeglicher Entwicklung der Situation mit der europäischen Raketenabwehr keine Sorge um die Sicherheit des Landes zu machen. Diese Projekte würden dabei kein Wettrüsten in die Wege leiten und auch keine ernsthaften Ausgaben erfordern.

Das teilte  Lawrow in einem Interview für die Zeitschrift „Profil“ mit, das am heutigen Montag veröffentlicht wird.

„Es können solche Antworten gefunden werden, die kein Wettrüsten provozieren würden. Obwohl einige westliche Partner zu uns sagen: ‚Wozu drohen Sie mit irgendwelchen Maßnahmen, um diese Risiken zu kompensieren? Wozu werden Sie die Welt in ein neues Wettrüsten einbeziehen?’ Das ist ein verschmitztes Vorgehen, weil das Wettrüsten durch das US-Projekt zur Raketenabwehr vorgeschlagen wird. Wir werden jedoch auf diesen Vorschlag nicht antworten. In unseren Entwicklungsplänen gibt es Möglichkeiten, ohne zusätzliche ernsthafte Ausgaben unser Territorium und unsere Positionen im Bereich der strategischen Stabilität abzusichern“, so Lawrow.
Er erläuterte, dass solche Projekte schon vorgesehen sind, und sie „werden es ermöglichen, sich bei jeglicher Entwicklung keine Sorge um unsere Sicherheit zu machen……http://de.rian.ru/security_and_military/20111010/260879866.html

Welche Projekte meint Lawrow mit seinen Äußerungen?

Im Frühjahr 2011 hatte Wladimir Schirinowski, Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) und stellvertretender Sprecher der russischen Staatsduma ein merkwürdiges Interview für das georgische Fernsehen gegeben (Auszüge):

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TV: In den letzten Jahren behauptet die russische Regierung, dass das Problem mit dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) vor dem Hintergrund, dass Moskau ein Abkommen mit Washington erreicht habe, nahezu gelöst sei; nun sagt Moskau, dass es auch keine Schwierigkeiten in den Verhandlungen mit Tbilisi sehe.

Schirinowski:

Denn die Welt steht vor einer großen Finanzkrise und möglicherweise einem dritten Weltkrieg. Die Ereignisse in Nordafrika zeigen, dass er beginnen kann. Das ist nicht meine Schlussfolgerung. Generäle in Europa und den USA sprechen darüber, weil, wenn man in Libyen zu drastischen Maßnahmen ergreift, kann dies zu einer sehr bedeutenden Verschlimmerung (der Lage) führen.

In jedem Falle wollen die USA und Israel den Iran zerstören……….

TV: Wie real sind die Chancen Russlands heute, der WTO beizutreten?

Schirinowski:

Sie liegen bei 100%. Russland wird der WTO beitreten. Und beizeiten wird Russland der EU beitreten. Später wird Russland eine zweite EU gründen auf der Basis der osteuropäischen Staaten, der Baltenstaaten und unserer europäischen Nachbarn……………..

Ich schließe (aber) einen Zerfall der EU, die Desintegration der Eurozone und die Desintegration der NATO, einschließlich des Zerfalls der WTO nicht aus.

Später, nach dem dritten Weltkrieg, werden einige internationale Organisationen erstehen. Der Beginn des dritten Weltkrieges liegt noch in der Zukunft. Heute ist Russland gezwungen, der WTO beizutreten. Aber ich und meine Partei sind gegen den Beitritt.

TV: Warum will Russland keine Kompromisse eingehen und internationalen Organisationen nicht erlauben, die Grenzübergangsstellen am Fluss Psou und am Roki-Tunnel in Südossetien überwachen?

Schirinowski:

…….Wir wollen sozusagen kein anderes Territorium zwischen uns und der Türkei, ob es nun Abchasien, Südossetien, Aserbeidschan oder Georgien heißt. Wir wollen eine russisch-türkische Grenze und im Westen wollen wir eine russisch-deutsche Grenze. Das sind die beiden Grenzen, für welche die liberaldemokratische Partei in Zukunft kämpfen wird.

Alle diese komischen Staaten zwischen uns provozieren nur Spannungen und verschärfen die Situation in der Welt……..

TV: Einige Leute in Georgien glauben, dass Moskau Georgien gegenüber – welches den Beitritt Russlands zur WTO blockiert – die weiße Flagge zeigt, weil Gennadi Onischenko versprochen hat, georgische Weine den Zugang zu Russlands Märkten zu gestatten. Was meinen Sie dazu?

Schirinowski:

Nein, keine weiße Flagge. Das dürfen Sie nicht einmal hoffen. Wir haben unseren Kopf vor niemanden gebeugt. Stattdessen haben alle großen Mächte ihren Kopf vor Russland gebeugt: China und Japan, Deutschland, Frankreich und die USA.

Das hat nichts mit der Erlaubnis für Weinimporte zu tun……

Mit Wein oder ohne Wein, mit Zoll oder ohne, es wird eine Lösung geben. Es müssen nur vier Parteien übereinstimmen: Washington, Brüssel, Moskau und China. Es gibt nur vier Hauptstädte in der Welt, die von Bedeutung sind: Washington, Brüssel, Moskau und Peking. Nichts anderes zählt. Der Rest der Staaten hat keinen ernsthaften Einfluss…

Weiterhin hat Washington keine Zukunft, dieser künstliche Staat wird kollabieren; dann das alte Europa, dieser Kontinent, der keinerlei Bedeutung hat; China ist im Begriff, zu explodieren. Was bleibt, ist Russland, als Weltraummacht.

Ein Russland mit einem Haufen Geld, Ressourcen und neuen Waffen, von denen niemand weiß. Mit diesen Waffen werden wir jeden Teil der Erde innerhalb von 15 Minuten vernichten. Keine Explosion, keine Strahlen, keine wie auch immer gearteten Laser, keine Blitze. Aber eine sehr stille, friedliche Waffe. Ganze Kontinente werden für immer in Schlaf versetzt. Und das ist alles.

(Schirinowski wendet sich nun scheinbar Japan zu, nachdem ein Tsunami-Einwurf der georgischen Gesprächspartnerin getätigt wurde..)

Ihr werdet in dem Unrat und Schutt eurer Gebäude graben müssen. And alle eure 120 Millionen Einwohner werden sterben, wenn ihr jemals die Rückgabe der Kurilen verlangt.

Und so wird es dem Rest der Welt ergehen. Jedes Land sollte an seine Zukunft denken. Alle sollten beginnen, über die Zukunft eines jeden nachzudenken. Sie denken jetzt an den Wein, den Sie in Russland verkaufen wollen. Und Sie fordern UN-Beobachter an den Grenzen. Wollen Sie wirklich, dass die Welt das Wort Georgien total vergisst?

Es wird stattdessen eine russisch-türkische Grenze geben. Präsident Saakashili, denken Sie darüber  nach!

Und dann gibt es einen weiteren Tsunami. Auf der anderen Seite des Planeten, im Kaukasus. Das war es für Sie. (Ende des Interviews)

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Kann es sein, dass Schirinowski aus dem Nähkästchen geplaudert hat, oder sind seine Äußerungen nur Unsinn?


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