Scheitert das Imperium an Syrien?

Syrische Regierung und die Armee erobern ihre Souveränität zurück und befreien Zivilisten im ganzen Land

Christof Lehman
28. Juli 2012
Mit vielem Dank an einartysken für die Übersetzung

Nach monatelangen vergeblichen syrischen, russischen und chinesischen diplomatischen Initiativen, die massive finanzielle und militärische Unterstützung für anti-syrische, vom Westen unterstützte Terroristen-Organisationen, die euphemistisch als „Freie Syrische Armee“ oder als „Al Qaida Terroristen“ bezeichnet werden, zu stoppen, haben die syrische Regierung und die Armee ihre Verantwortung geschultert, die nationale Souveränität, die Sicherheit der Zivilisten und die Herrschaft des Rechts in den Gebieten wiederherzustellen, die von dem westfinanzierten Terror-Konsortium gehalten wurden. Die westlichen Medien schreien Zeter und Mordio und berichten von einer massive Militäroperation. Tatsächlich ist die syrische Konteraufstands-Strategie nicht nur effektiv, sondern ist gleichzeitig eine Deeskalations-Strategie und humaner, als sie irgendeine internationale Rechtsorganisation empfehlen könnte.

Die Offensive scheint auf einer Deeskalations-Strategie zu beruhen, die Opfer vermeidet

Am Freitag begann die syrische Armee eine sorgfältig geplante Offensive. Entgegen westlichen Mainstream-Medien-Berichten tut die syrische Armee ihr Äußerstes, zivile Opfer zu vermeiden und die Infrastruktur und ziviles Eigentum zu schützen.
Die militärischen Operationen gegen Aufständische in städtischen Gebieten werden immer nach einer sorgfältig geplanten Strategie vollzogen, dem internationalen Recht entsprechend und noch wichtiger, mit größtmöglicher Rücksicht auf Zivilisten. Die Strategie scheint auf einem Deeskalations-Modell zu beruhen, dass den Aufständischen es ermöglicht, die Kampfzone zusammen mit der zivilen Bevölkerung zu verlassen, wenn sie ihre Waffen zurücklassen.

Operationen in Damaskus und Umgebung

Die Stadt Damaskus ist relativ ruhig, nachdem die Armee das al-Hajar al Haswad-Viertel von Aufständischen gesäubert hat. Auch hier wurde den Aufständischen angeboten, das Gebiet vor dem Angriff zusammen mit den Zivilisten zu verlassen. Aber eine große Anzahl Aufständische wurde getötet, weil sie sich weigerten, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Waffenlager wurden in al-Qtaifeh, Daraya und Yabous beschlagnahmt.
In al-Qtaifeh, einem ländlichen Gebiet bei Damaskus, beschlagnahmten die Behörden einen Volkswagen, der auf einem LKW transportiert wurde, weil er nach Harasta zur Reparatur gebracht werden sollte. Der VW war beladen mit Waffen, automatischen Gewehren, RPG-Werfern, einem DshK-MG, Scharfschützengewehren und einer großen Menge Munition und Kameras.
Eine offizielle syrische Quelle informierte einen SANA-Reporter, dass Armee-Ingenieurs-Einheiten 8 Sprengsätze mit je 20 kg Sprengstoff entschärft hätten. Diese waren nahe der al-Rahman Moschee in dem al-Hajar as-Aswad Viertel platziert worden.
Bei den Konteraufstands-Operationen in Damaskus wurden zwei Italiener befreit, die von Aufständischen gekidnappt und als Geiseln festgehalten wurden. Die Italiener waren laut einer Quelle der Elektroministeriums Experten, die für das Deir Ali Stromwerk arbeiteten.

Aleppo

Am Freitag stieß die syrische Armee mit bewaffneten Aufständischen zusammen, die aus dem Daet Azzeh-Gebiet auf das Land zogen, und fügte ihnen schwere Verluste zu. Die Operation wurde auf Grund von Informationen örtlicher Bewohner durchgeführt, die der Armee Hinweise über die Bewegungen der Aufständischen gaben. Die Armee zerstörte fünf Pickups mit montierten schweren Mgs und einer hatte auch Sprengsätze geladen.

Hasaka Provinz

In der Provinz Hasaka konnten syrische Behörden die meisten Gegenstände wiederbekommen, die von den Aufständischen aus privatem Besitz und Gebäuden gestohlen worden waren, auch solche, die sie aus der Grenzstation Yarubiya geklaut hatten. Dabei handelte es sich um Fernsehapparate, Büroausrüstung und Waffen, die der Grenzpolizei gehörten. Dutzende Aufständische wurden verhaftet und ihre Waffen beschlagnahmt.

Daraa und Deir Ezzor

In Daraa wurden vier Aufständische bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getötet. Die Aufständischen versuchten, einen Angriff gegen die Freitagsandacht in der al-Hassan Moschee zu führen.
In der Provinz Deir Ezzor hat die Armee eine Terroristen-Gruppe in der Stadt al-Mayadin ergriffen, wobei ein Mann getötet und der Rest gefangen genommen wurde. Ein weiterer Zusammenstoß fand in der Straße Ali Beik al-Kabir in Deir Ezzor statt, bei dem die Aufständischen schwere Verluste erlitten.

Homs

Am Donnerstag Abend stürmten Sicherheitskräfte Verstecke der Terroristen im Gebiet von al-Qseir und den Dörfern al-Nahriyeh, Abu Houri und al-Jadiriyeh auf dem Land bei Homs. SANA berichtete von schweren Verlusten und vielen Verwundeten unter den Terroristen.

Hama Stadt

In der Stadt Hama haben Sprengstoffexperten zwei 50 kg Sprengsätze entschärft. Laut SANA war einer in der Nähe des al-Nahra-Kreisels und der zweite gegenüber der Hama-Verkehrsbehörde platziert worden. Die Sprengsätze enthielten Nägel und scharfe Eisenstücke und konnten ferngezündet werden. Sie waren so konstruiert, um den größtmöglichen Schaden zu erzielen.

Sogenannte humanitäre Korridore

Die syrische Regierung und auch Quellen in den russischen und chinesischen Außenministerien weigern sich, der Errichtung von sogenannten humanitären Korridoren zuzustimmen. Sie werden von einigen der selbsternannten „Freunde Syriens“ vorgeschlagen und würden unweigerlich für die syrische Regierung das Äquivalent für die Aufgabe der Souveränität über Teile syrischen Territoriums sein und zum Versagen der Regierung führen, die syrischen Bürger vor den Aufständischen zu schützen. Die Korridore würden gan sicher zu sicheren Durchgängen für Waffen werden, die von einigen NATO-Staaten, den GCC Staaten [den Golfstaaten], einigen libanischen Figuren wie Hariri und Jumblatt, Israel und anderen bezahlt und geliefert werden. Und sie würden dazu benutzt, den Insurgenten freie Bewegung in ganz Syrien zu erlauben.
Dort, wo die syrische Armee größere militärische Operationen durchführen muss, wie in Damaskus und Aleppo, bereitet sie Auffangräume vor, hilft den Zivilisten, die oft als menschliche Schilde und Geiseln von den Aufständischen benutzt werden, sicher evakuiert zu werden; die syrische Armee bietet den Aufständischen freies Geleit zusammen mit der zivilen Bevölkerung aus den Kampfzonen, aber ohne Waffen. Wozu braucht man andere humanitäre Korridore als diese, die anbieten, die Kampfzone ohne Waffen zu verlassen, als freie Person, lebend, unverletzt und mit der Möglichkeit, Syrien zu verlassen, in die Heimat zurückzukehren und fern zu bleiben. Weder die Genfer Konvention noch internationales Recht bieten diese Großzügigkeit für irgendwelche Truppen, von irregulären Söldnern ganz zu schweigen, die sich an keine militärischen Regeln halten und systematisch den Terrorismus als ihre bevorzugte Taktik anwenden.

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