Staatsanwalt: Epstein soll Zeugen im Missbrauchsfall bestochen haben

www.shutterstock.com, Sergey Novikov, 370770440

Der Millionär Jeffrey Epstein ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt und sitzt in einem New Yorker Gefängnis in Untersuchungshaft. Wie US-Medien (New York Times und Washington Post) unter Berufung auf die New Yorker Staatsanwaltschaft mitteilten, soll Epstein mindestens 350.000 Dollar Schweigegeld an mögliche Zeugen gezahlt und diese damit bestochen haben, die gegen ihn hätten aussagen können.

Demnach sollen im November und Dezember 2018 an mindestens drei Personen Schweigegeld gezahlt worden sein, die in die Missbrauchsfälle verwickelt sind. „Die Vorgehensweise und insbesondere der Zeitpunkt deuten darauf hin, dass der 66-jährige versucht hat, die Zeugen zu beeinflussen“, zitierte die “New York Times” die Staatsanwaltschaft. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Epstein Sexhandel, Missbrauch von Minderjährigen, Anstiftung Minderjähriger zur Prostitution sowie Verschwörung zum Sexhandel vor.

In der Anklageschrift wird Epstein vorgeworfen, zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution angestiftet zu haben. In dieser Zeit soll er eine illegalen Sexhandelsring aufgebaut haben. Viele der Mädchen waren erst 14 Jahre alt und mit großen Geldsummen dazu verleitet worden, weitere Mädchen heranzuschaffen. Epstein weist bislang alle Vorwürfe zurück und plädiert für nicht schuldig. Bei einer Verurteilung drohen dem Investmentbanker bis zu 45 Jahre Haft.

Der Fall gelangt erstmals im vergangenen Jahr nach Recherchen der Zeitung „Miami Herald“ an die Öffentlichkeit. In den neuen Berichten hieß es, der schwerreiche Epstein habe große Summen an mindestens drei in den Fall verwickelte Personen gezahlt, darunter einer seiner Mitarbeiter, der ihm bei dem Sexhandel der minderjährigen Mädchen geholfen haben soll. Auch andere Personen, die Epstein dabei unterstützt haben sollen, vor zehn Jahren einen Deal mit der Staatsanwaltschaft auszuhandeln, soll Epstein Schweigegeld gezahlt haben.

Epstein war 2008 einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entgangen, in dem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft auf Bundesebene traf, die ihn – zunächst – vor weiteren Ermittlungen bewahrte. Der damalige Staatsanwalt Acosta war auf den Deal in Florida eingegangen. Acosta, der zuletzt Arbeitsminister unter US-Präsident Donald Trump war, ist jetzt von seinem Amt zurückgetreten.

Der Fall könnte auch den englischen Prinzen Andrew sowie den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton in Bedrängnis bringen. Andrew soll ebenfalls mindestens ein minderjähriges Mädchen missbraucht haben. Clinton ist nachweislich 26 Mal zu “Gast” auf Epsteins Privatinsel gewesen, auf der Minderjährige auch missbraucht worden sind. US-Präsident Trump, dem die Mainstream-Medien Nähe zu Epstein andichten wollen, hatte vor über zehn Jahren dazu beigetragen, dass Epstein verhaftet werden konnte. Trump war zudem niemals auf der “Epstein-Insel”, noch flog er mit Epsteins “Lolita Express”. Trump hatte Epstein zudem vor Jahren aus seinem Club “Mar a Lago” in Florida rausgeworfen und sich damals bereits von Epstein distanziert.

Wir werden diese Angelegenheit weiter verfolgen, auch wenn die großen Medien schon lange schweigen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen