Statistik-Überlegungen zur Corona-Impfung

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Die US-Firma Moderna möchte am liebsten ab Dezember den Corona-Impfstoff zur Verfügung stellen. Diese Nachricht hat zwar an den Börsen für Aufsehen gesorgt, aber auch Sorgen ausgelöst – bei Kritikern, die davon ausgehen, dass lange nicht alle Nebenwirkungen auch nur annähernd erfasst worden seien. Dazu als reine Information die statistischen Rahmenbedingungen, die bei den Impstoff-Studienphasen in jüngster Zeit galten:

Die “Effektivität”, der Wirkungsgrad der Test-Impfungen, wird an Kontrollgruppen und an geimpften Test-Kandidaten bemessen. Ganz konkret ist vor einiger Zeit das Duo BioNTech / Pfizer mit der ersten Nachricht an den Markt gekommen. Der Wirkungsgrad belaufe sich auf 90 % . Inzwischen sind aus den 90 % immerhin 95 % geworden. Was bedeutet die Zahl?

Kleine Testgruppen

Die beiden Unternehmen hatten ungefähr 40.000 Probanden, schlussendlich wohl 43.000. “Sind nun 90 % der Menschen – also dieser Gruppe – gegen das Virus geschützt gewesen? Wohl nicht. Denn aktuell fand das Duo wohl offenbar etwa 94 Testpersonen, die infiziert waren. Darunter waren lediglich 6 Menschen, die geimpft und infiziert waren (die Gruppe wird aufgeteilt in Menschen, die den Impfstoff erhalten und Menschen, die eine Salzlösung erhalten). Daraus errechnet sich die Effektivität von etwa 90 %. Wie viele Menschen nun überhaupt vor einer schweren Erkrankung geschützt sind oder gar dem Tod, lässt sich statistisch bei weitem nicht ermitteln. Die Hospitalisierungsrate derjenigen, die ins Krankenhaus müssen, liegt bei etwa 3,4 %. Die Todesfallrate soll bei 1,4 % liegen.

Diese Zahlenanteile beziehen sich auf den Anteil derjenigen, die nach einer Infektion in ein Krankenhaus müssen oder sogar versterben. Mit anderen Worten: Insgesamt sind in der untersuchten Gruppe überhaupt nur 3,4 Menschen statistisch gefährdet, in das Krankenhaus zu müssen, etwa ein Mensch könnte statistisch betrachtet versterben. 90 % lassen sich auf beide Zahlen nicht sinnvoll berechnen. Es gibt nicht die geringste Aussage zur Wahrscheinlichkeit, schwere oder gar tödliche Erkrankungen mit dem Impfstoff zu vermeiden.

Es fehlen also Angaben (notwendig fehlen diese) über die Wirkweise in verschiedenen Altersgruppen und dazu, wie sich die Nebenwirkungen entwickeln werden. Es fehlt auch – notwendig – an einer Langzeitstudie. Insofern bleiben Risiken, die in der Regel kaum thematisiert werden. 

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