Studie zeigt für 2020 bis Oktober: Keine höhere Krankenhausbelegung

Die Corona-Krise setzt sich zweifellos fort. Dass das Virus sich in der Bevölkerung verbreitet, wird praktisch von keiner Seite bestritten. Allerdings ist bis dato noch immer nicht ersichtlich, wie groß die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem sind. Nun gibt es eine Vergleichsstudie der “Initiative Qualitätsmedizin”, die am 1. Dezember genau zu diesem Thema Aufhellung bieten soll. Zumindest diesen Daten nach ist für den Zeitraum von Januar bis Oktober 2020 in den 272 Kliniken, die ihre Abrechnungsdaten dafür bereit gestellt haben, kein nennenswerter Unterschied im Vergleich zum Vorjahr festzustellen.

So seien 2019 im selben Zeitraum 3,515 Millionen Menschen in die Krankenhäuser gekommen. 2020 waren es demgegenüber 3,06 Millionen Menschen. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von -12,8 %. Alles, was wir dazu wissen: Insgesamt ist die Hospitalisierung in Deutschland wahrscheinlich zurückgegangen. Das Gesundheitssystem kann nicht überlasteter gewesen sein als 2019.

Die SARI-Fälle (Antibiotikaanwendungen und bakterielle Resistenzentwicklungen) sind gegenüber 2019 im Jahr 2020 bis Ende Oktober um -15,6 % zurückgegangen. Die Zahl derjenigen, die intensiv behandelt wurden, sank um -6 %. Die Zahl der Patienten, die dieser Studie nach beatmet wurden, sank um -8,2 %.

Verstobenen-Zahl: Rückläufig

Auch die Zahl der Verstorbenen ist für die Beschreibung des Geschehens relevant. Demnach sind in den Krankenhäusern 2020 bis Ende Oktober 75.612 Menschen verstorben. 79.412 Menschen waren es 2019. Dies entspricht einem Rückgang um -4,8 %. Die Zahl der verstorbenen SARI-Patienten sank um -4,8 %. Die Zahl der verstorbenen Intensiv-Patienten sank um -4,7 %. Schließlich sank auch die Zahl derjenigen, die beatmet worden waren und verstarben, um -7,5 %.

Generell sind 2019 von den Beatmeten insgesamt 29,5 % verstorben, also annähernd ein Drittel. Der Anteil derjenigen, die beatmet wurden und verstarben, ist 2020 mit 29,8 % minimal höher gewesen und beläuft sich gleichfalls auf fast ein Drittel. Die Zahlen scheinen bei allen Streitigkeiten um Ursachen nicht sonderlich voneinander abzuweichen.

 

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