SYRIEN: KABINETTSUMBILDUNG – GESPRÄCHSANGEBOT AN OPPOSITION

Christoph Hörstel: USA/Russland - Prognose 2017! Weltkrieg?!
Christoph Hoerstel

SYRIEN: KABINETTSUMBILDUNG – GESPRÄCHSANGEBOT AN OPPOSITION: ASSAD HÖRT AUF SEINE FREUNDE
– EINE IDEE –

von Christoph R. Hörstel am 09.02.2013

Vorneweg: Assad handelt nicht aus momentaner Schwäche, im Gegenteil.
http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/02/09/in-syrien-aktive-terroristen-mussen-schwere-verluste-hinnehmen/

Doch er handelt aus Einsicht, dass er schon kurzfristig Rückschläge nicht vermeiden kann, wenn die Zerstörung des Landes im gegenwärtigen Tempo zunimmt – von ernstzunehmenden Morddrohungen gegen ihn einmal ganz abgesehen. Denn man kann einen Krieg auch verlieren, wenn man fast alle Schlachten gewinnt, am Ende jedoch kein Haus mehr steht.
Es wäre jetzt im Einzelnen zu debattieren, welcher Personalwechsel in welchem Ministerium wieviel bringt für eine verbesserte Verständigung zwischen Regierung und Opposition. Auf den ersten Blick sieht es jedoch eher danach aus, als wolle die Regierung stärker auf die dringenden Nöte der Bevölkerung eingehen. Das jedoch kostet Geld. Hallo Moskau und Teheran – Erfolg in Damaskus ist nur bei deutlich mehr Großzügigkeit als bisher zu haben! Und DIE ist immer noch VIEL PREISWERTER, als den Verbündeten an die Gegner/Feinde zu verlieren… Gebt Syrien mehr Startgeld!

Eines ist jedoch ganz sicher: Die berüchtigte Nato/GKR-Bande wird alles daran setzen, um so wenig Boden wie möglich zu verlieren. Vernunft und konstruktive Friedensinteressen sind von dort kaum zu erwarten. Deshalb ist dieser Staatengruppe nicht einmal dann zu trauen, wenn sie momentan der von ihr finanzierten, bewaffneten, angeleiteten und geführten Opposition ein bisschen Dialog erlaubt.

Insofern ist auch Assad nicht zu verdenken, wenn er sich nicht mit jedem an den Tisch setzt. Doch am Ende muss klar sein: Dauerhaften Erfolg gibt es für Syrien nur, wenn Assad dem geschrumpften bewaffneten syrischen Oppositionsanteil einen Weg zurück ins zivile Leben ebnet – ohne Repressalien und Racheakte des unseligen Mukhabarat-Apparats, der gern in seiner Allmacht schwelgt. Keine Frage, das ist schwierig. Aber so lange hat Syrien jetzt durchgehalten – da wäre dieser Schritt zu schaffen, wenn die drei Schlüsselstaaten ihre Fehler minimieren könnten.
Und: Wie wäre es mit Waffenstillstand – für eine Präsidentenwahl, die nach allseitiger Zustimmung international neutral überwacht werden könnte?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assad-bietet-opposition-dialog-an-und-bildet-kabinett-um-a-882391.html

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