Syrien: Offensive gegen Terrorbanden intensiviert

YPG und syrische Armee bremsen Ankara und protürkische Rebellen aus

MOSKAU, 28. Juni (RIA Novosti).

Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad haben ihre Offensive gegen die Aufständischen intensiviert, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

Heftige Gefechte lieferten sich die Assad-Truppen und die Oppositionskämpfer um die Stadt Homs. Die Assad-Armee eroberte das Gasvorkommen al-Shaer in Palmira und die Stadt Tel Kalach, einen Stützpunkt der Aufständischen, zurück. Etwa eine Woche dauerten die Kämpfe. Nicht weit von der Hauptstadt Damaskus wurden Waffen- und Munitionslager gestürmt, die von Al-Qaida-nahen Gruppen kontrolliert wurden. In Daraa versuchten die bewaffneten Oppositionellen einen Kontrollposten zu erobern. In Latakia wurde ein Terroristenlager ausgehoben. Die Stadt Idlib ist seit vier Tagen belagert. In der Provinz Aleppo wehrte die Assad-Armee einen Angriff von radikalen Islamisten der Gruppe Dschabhat al-Nusra ab.

Laut Experten des US-Sicherheitsunternehmens Stratfor muss Assad trotz der militärischen Erfolge die Handelsmetropole Aleppo unter Kontrolle bringen. Sollten die Assad-Truppen die Rebellen in Aleppo in die Flucht schlagen, würde die geplante Syrien-Friedenskonferenz in Genf westlichen Experten zufolge überflüssig werden.

Die Oppositionellen brauchen dringend Waffen. Die sunnitischen Golf-Monarchien versorgen die Aufständischen ständig mit Waffen. Am Montag vereinbarten Paris und Doha einen Sonderplan. Der französische Präsident François Hollande forderte, den militärischen Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen. Der US-Kongress weigert sich hingegen, die Aufrüstung der syrischen Opposition zu finanzieren und forderte die Obama-Administration auf, einen detaillierten Plan für Waffenlieferungen vorzulegen.

Viele westliche Medien berichteten am Donnerstag, dass Russland Soldaten und Diplomaten von seinem Stützpunkt in Tartus abzogen habe, was als Zeichen einer nahenden Eskalation in Syrien gedeutet wird. In der Presse wurde der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow zitiert, dem zufolge keine russischen Soldaten mehr in Syrien sind.

Russisches Militär dementiert: Keine Evakuierung der Marinebasis in Syrien

Das Verteidigungsministerium in Moskau hat Meldungen über eine Auflösung der Versorgungsbasis der russischen Kriegsmarine im syrischen Tartus als falsch zurückgewiesen.

„Tartus ist weiterhin offizieller Stützpunkt und Wartungsstelle für russische Schiffe im Mittelmeer“, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Medienberichte über einen Abzug des russischen Personals entsprechen nicht der Realität. Die Behörde bestätigte, dass es in Tartus derzeit keine russischen Militärangehörigen gebe, weil die Basis seit langem von Zivilpersonal bedient werde. „Dieses Personal arbeitet weiter im Normalbetrieb. Von einer Evakuierung ist nicht die Rede.“

Zu Sowjetzeiten hatte ein aus 30 bis 50 Schiffen bestehendes Geschwader der sowjetischen Kriegsmarine im syrischen Hafen Tartus seinen Stützpunkt. Das Geschwader, das im Kalten Krieg der 6. Flotte der US Navy gegenüberstand, wurde am 31. Dezember 1992, ein Jahr nach dem Zerfall der Sowjetunion, aufgelöst. Derzeit befindet sich im syrischen Hafen Tartus eine materielltechnische Basis der russischen Kriegsflotte.

http://de.rian.ru/zeitungen/20130628/266390523.html

http://de.rian.ru/politics/20130627/266386947.html

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