Syrien soll russische Raketensysteme S-300 bekommen

MOSKAU, 09. Mai (RIA Novosti).

Israel hat sich am Donnerstag an Russland mit der Bitte gewandt, keine Luftabwehrsysteme des Typs S-300 an Syrien zu verkaufen, teilt die türkische Zeitung  „Hürriyet“ unter Berufung auf die israelischen Behörden mit.

Zuvor hatte die US-Zeitung „The Wall Street Journal“ geschrieben, das Abkommen über die Lieferung der russischen „Boden-Luft“-Systeme S-300 an Syrien werde “unweigerlich“ umgesetzt.

„Laut Informationen, die Israel in den letzten Tagen bekommen hat, überweist Syrien seine Zahlungen gemäß dem Abkommen mit Moskau aus dem Jahre 2010 über den Erwerb von vier Batterien in einem Gesamtwert von 900 Millionen US-Dollar“, schreibt die US-Zeitung.

Geliefert sollen sechs Startanlagen und 144 Raketen mit einer Reichweite von 125 Meilen. Laut den israelischen Quellen soll die erste Lieferung in den nächsten drei Monaten erfolgen.

In Washington werde diese Information geprüft, schreibt das US-Blatt. Vorerst verweigere Washington allerdings jeden Kommentar dazu, wie bald dieses Abkommen realisiert werden könnte.

„Sollte Syrien diese Systeme erwerben und stationieren, wird jede internationale Intervention in Syrien wesentlich erschwert“, zitiert die Zeitung offizielle Vertreter in den USA und im Nahen Osten. Dabei verweist „The Wall Street Journal“ darauf, dass Syrien bereits seit den Zeiten, als noch die Administration von George W. Bush in Washington an der Macht war, bemüht ist, die S-300-Systeme zu erwerben.

http://de.rian.ru/security_and_military/20130509/266084553.html

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S-300 ist die Sammelbezeichnung für einen russischen Flugabwehrraketenkomplex (FlaRak-Komplex, auch FlaRak-System) des russischen Rüstungsherstellers NPO Almas. Es existiert eine Vielzahl von Varianten. S-300-Systeme wurden bereits in der Sowjetunion zur Abwehr oder Bekämpfung gegnerischer Kampfflugzeuge und Marschflugkörper konzipiert. Neuere Versionen sind zur Bekämpfung ballistischer Raketen und LO-Fluggeräten geeignet.

Das erste System S-300P (NATO-Codename: SA-10A Grumble) wurde 1978 von der sowjetischen Luftverteidigung in Dienst gestellt. Gegenüber den Vorgängersystemen S-75 und S-200 zeichnet sich dieser Komplex durch eine Phased-Array-Antenne und deutlich leistungsfähigere Elektronik aus. Die derzeit modernste Variante ist das S-400-System (NATO-Codename: SA-21 Growler, welches ca. ab dem Jahre 2004 verfügbar war und eine Weiterentwicklung der S-300 Familie darstellt. (Wikipedia)

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