Totalzensur in Frankreichs “demokratischer” Armee

Dieser Bericht erschien auf der Webseite einartysken

Totale Zensur im demokratischen Frankreich mit seiner demokratischer Armee – vor allem in Mali

von Ernst Wolff, 13. März 201 (übersetzt von einartysken)
Französische Kolonialtruppen in Mali

Der Krieg in Mali ist in dieser Woche in den dritten Monat getreten. 4000 französische Soldaten [plus die malische Armee] und etwa 8000 afrikanische Soldaten einer internationalen Streitmacht haben alle größeren Städte im Norden Malis erobert. Doch gibt es kaum irgendwelche Berichte über die Kämpfe und praktisch keine Fotos.

Seit Beginn des Krieges hat die französische in Kooperation mit der malischen Armee systematisch alle Reporter und Journalisten daran gehindert, irgendwelche objekte Berichte zu verfassen.
Am Anfang war es allen internationalen Reportern verboten, die Hauptstadt Bamako zu verlassen, wo sie von den Soldaten der Mali-Junta schikaniert wurden und ihre Ausrüstung beschlagnahmt wurde.

Eine Woche nach Beginn des Krieges wurden wenige als „eingebettete Journalisten“ ausgewählt, ausschließlich von den französischen Medien, die mit nach Nord-Mali fahren durften. Sie mussten jedoch bei ihren zugewiesenen Einheiten bleiben.

Am 31. Januar konfiszierten malische Geheimdienstler das Material von zwei Journalisten, die für den französichen Kanal ‘France24‘ arbeiteten. Sie hatten eine Demonstration gefilmt von Soldaten der „Rothelme“, die wieder in die malische Armee aufgenommen werden wollten.

Am 8. Februar wurden mehrere ausländische Journalisten stundenlang in Bamako von den „Grünhelmen“ festgehalten, die den Staatsstreich im vergangenen März durchgeführt hatten. Der Reuter-Fotograf Benoît Tessier und zwei andere Journalisten, die den Vorfall beobachtet und gefilmt hatten, wurden geschlagen und abgeführt. Ihre Ausrüstung und ihre Handies wurden konfisziert.

Nach der Eroberung von Gao wurde etwa 50 internationalen Reportern erlaubt, die Stadt unter strikten Bedingungen zu besuchen, aber sie wurden gleich wieder aus der Stadt weggeführt, ohne dass sie arbeiten konnten, angeblich wegen eines Selbstmord-Angriffes. Drei Fernseh-Teams, die nach Kidal geflogen waren, wurden auf dem Flughafen von französischem Militär festgehalten bis zu ihrem Abflug.

Unter dem Titel „Gräuel in Mali“ hatte der französische TV-Kanal 2 einen 22-Minuten-Film am 7. Februar gezeigt, in dem 45 Sekunden über Opfer der malischen Armee gezeigt wurden. Frankreichs zentraler Audiovisual-Rat (CSA) rügte die Programm-Verantwortlichen und beschuldigten sie, „die menschliche Würde verletzt“ zu haben, indem sie Bilder von Leichen zeigten.

Am 28. Februar verstärkte die CSA ihre Warnungen und erklärte, dass „wiederholte und exzessive Darstellung von Leichen unerträglich“ sei, besonders für junges Publikum. Seither gab es keine kritischen Berichte mehr über den Krieg in Mali im französichen Fernsehen.

In der vergangenen Woche ist der Chefredakteur der malischen Zeitung ‘Le RépublicainBoukary Ndaou ohne Befugnis vom staatlichen Geheimdienst verhaftet worden. Einige Stunden zuvor hatte er einen offenen Brief eines Soldaten veröffentlicht, der Präsident Dioncounda Traoré beschuldigte, Amadou Sanogo, den Führer des Staatscoups, im März 2012 bezahlt zu haben. Über seinen Aufenthalt ist nichts bekannt und eine Anklage wurde nicht erhoben.

Die Blockierung der Kriegsberichterstattung von Mali beruht auf einem expliziten Befehl der französichen Armee-Führung: vom ersten Tag an sollten die Journalisten mindestens 200 km von den Fronten entfernt gehalten werden. Sie durften sich nur in Konvoys bewegen und durften keine Fotos machen. Eroberte Städte durften sie erst betreten, nachdem alle Feindseligkeiten beendet und alle Opfer entfernt worden waren.

Die Führung der offiziellen Medien sind zur Verteidigung dieser Zensur angetreten.
Antoine Guélaud, Chef der TV-Anstalt TF1 rechtfertigte öffentlich die Politik der Armee, indem er auf die Schwierigkeit verwies, „die richtige Balance zwischen den Informationsanforderungen und der Sicherheit der Jounralisten“ zu finden. „Der Krieg in Mali“, so fuhr er fort, „wäre kein normaler Krieg zwischen zwei Ländern“, sondern werde gegen Terroristen geführt.

Sein Kollege Phil Chetwynd, Chefherausgeber von Agence France Press bezog sich auch apologetisch auf einen „komplexen und gefährlichen Konflikt“. Ein anderer Journalist erklärte, es wäre „immer noch besser, als ‘eingebetteter Journalist zu schreiben als gar nicht“.

Die Unterwerfung der französichen Medien unter die Armee -Disziplin hat jedenfalls Vorläufer, vor allem in der Zensur im Algerienkrieg von 1954-1962, der oft als „Krieg ohne Bilder“ bezeichnet worden ist, da die Medien die weit verbreiteten Gräuel, Massaker und die Anwendung von Folter zensierten.

Wie für General Charles de Gaulle in den 60-er Jahren ist die größte Angst der gegenwärtigen französichen Regierung unter dem Sozialisten François Hollande, dass anti-Kriegs-Stimmung mit einer wachsenden Wut auf die anti-Arbeiter-Politik des Staates verschmilzt und zu Aufständen führt. Aus dem Grund ist die französische Armee fest entschlossen, an der Politik eines „Krieges ohne Bilder“ festzuhalten.

Quelle – källa – source

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Heldenhafte Franzosen bombardieren malische Dörfer — RT

Veröffentlicht am 08.02.2013

2 Videos in einem:
“Malische Dörfer durch die französische “Befreiung” verwüstet”
“Ruinierte Dörfer zeigen das andere Gesicht der französischen Intervention”
von http://freevideo.rt.com

Übersetzung aus dem Englischen von politaia:

Nach dem Siegestrip von François Hollande nach Timbuktu wurden drei Städte in Nord-Mali als von den Rebellen “befreit” erklärt, obwohl das Gesetz der Scharia und der islamische Extremismus, den die Rebellen durchsetzten, nicht sobald vergessen sein werden.

Nichtsdestoweniger war es nur ein teilweiser Sieg. Die Militanten haben sich nur zurückgezogen bzw. sind geflohen und die Leiden in diesem Krieg stehen in keinem Verhältnis zum Erfolg. Tag für Tag erfahren wir mehr über die Geschehnisse.

Die Kleinstadt Konna in der Region Mopti wurde durch den Muya-Stamm eingenommen. Er floh nach Norden, als die Franzosen auftauchten. Aber es wird berichtet, dass der Blutzoll für die Berfreiung hoch war. Die französischen Bomben töteten nur zwei Rebellen, während die Toten unter der Zivilbevölkerung auf 14 geschätzt werden.

“Beim Beginn der Bombardierung war ich nicht zu Hause. Ich fing an zu beten, als ich erfuhr, dass mein Haus angegriffen wurde. Sie runierten alles, was ich besaß – meine Familie und mein Lebensumfeld. Meine Frau Aminata war 40 Jahr alt. Mein Sohn Ali war 11 Jahre alt. Adam war 10 und Seinogu 6. Sie starben alle,” sagt Idrís Meiga, ein Bauer aus Konna.

Leute wie Idrís fragen sich, ob es das wert war.

Die Familie Kampó erlitt Schreckliches. Als die Bombardierung begann, wurde die Familie zerstreut. Die Kampós verloren zwei Söhne — sie ertranken im Fluss, da sie nicht schwimmen konnten. Die junge Mutter wurde von Granatsplittern getötet und hinterließ drei Kinder, eines davon war ein Neugeborenes.

“Im Dorf herrschte ein totales Durcheinander, man kann es gar nicht beschreiben. Ich rede nur über Dinge, die ich sicher weiß und alles was ich dazu sagen kann ist, dass wir alles verloren haben,” sagt Mohama Kampó.

“Einige Kinder rannten zu uns und erzählten, dass ihre Mami gestorben wäre. Ich verbrachte sie in unser Haus. Ihre Mutter rang eine Stunde um ihr Leben. Die Kinder haben nur mehr uns,” sagt Kampos Nachbar Abdu.

Jedes Haus in dem Ort ist von dem Desaster betroffen. Die Leute weisen alles zurück, was das Militär über den Sieg erzählt und glauben, dass deren Kriegsverbrechen entsprechend der Genfer Konvention verfolgt werden müssen.

Städe wie Konna wollen nicht nur Mitleid. Menschen, die durch die Terrorgruppen und die Drogenhändler zu leiden haben, werden nun auch mit der Misere des Krieges konfontiert.

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Alleine die Existenz dieser Landkarte zeigt, worum es wirklich geht:

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