Tripolis unter Kontrolle genommen, Gaddafi verschwunden — Stimme Russlands

Stellungnahme von Politaia: Noch ist die Lage in Libyen unklar; die Tatsache, dass Gaddafis Rundfunk nicht mehr sendet, dürfte eine Zeichen sein, dass seine Niederlage im offenen Kampf gegen die NATO und ihre Söldner besiegelt ist. Aber vielleicht hat er noch etwas in der Rückhand.

Die Zeichen für Libyen stehen nicht gut. Die Londoner City wird dafür sorgen, dass sich das Land im Bürgerkrieg zerfleischt, während sie sich über die libysche Beute hermacht. Dann müssen auch deutsche Soldaten an die Front und der Hampelmann im Kriegsministerium de Maziere spricht auch schon von deutschen Truppen in Libyen.

Während US– und NATO-Truppen in Afghanistan und dem Irak angebliche Terroristen bekämpfen, übergeben die verantwortlichen Regierungen im selben Atemzug genau denselben Terroristen einen ganzen Staat. Im Grunde sind die Terroristen und die Regierungen der NATO-Staaten nur zwei Seiten einer Medaille.  Sie sind die Knechte des internationalen Kartells in London. Es geht um Geschäfte, Plünderei und das Abschlachten von Menschen.

Es wurde auch höchste Zeit für die Nortdatlantische Terrororganisation, denn der Sturz des  syrischen Regimes ist überfällig und die libysche Angelegenheit sollte vor Monaten schon beendet sein. Wie der russische UN-Botschafter Dimitri Rogosin bereits gewarnt hatte, plant die NATO den Sturz Assads in Vorbereitung auf einen Angriff auf den Iran, der nach Netanjahus Wille noch vor der Abstimmung in der UNO Anfang September wegen eines Palaestinenserstaates erfolgen soll. Ob der Irankrieg so schnell kommen wird, ist fraglich, jedoch könnte eine Angriff auf Syrien von der Palästinenserfrage ablenken.

Hier der Bericht von Stimme Russlands:

Libysche Aufständische haben Tripolis unter ihre Kontrolle genommen. Die Truppen des nationalen Übergangsrates behaupten, bereits 95 Prozent der Viertel der libyschen Hauptstadt zu kontrollieren. Die Regierungstruppen legen die Waffen nieder und geben sich gefangen. Der Machthaber ist aber verschwunden. Nach einigen Angaben verberge er sich in einem geheimen Bunker, nach anderen Angaben sei er aus dem Land überhaupt weggeflogen.

Die Rebellen waren nach Tripolis bereits am Sonntag einmarschiert. Ohne Unterstützung durch die NATO-Luftstreitkräfte wäre es für sie unmöglich gewesen. Der Vertreter der Regierung Gaddafis Mussa Ibrahim machte deutlich, dass „die NATO die Stadt intensiv bombardierte, um es der Opposition zu ermöglichen, in die Stadt zu gelangen“. Seinen Angaben zufolge, seien bei den Luftangriffen rund 1300 Menschen ums Leben gekommen und weitere 5000 verletzt worden. Doch ist es zurzeit nicht möglich, diese Angaben zu überprüfen.

Die Aufständischen führen inzwischen ihre eigene Ordnung ein. Den Hauptplatz von Tripolis haben sie aus dem „Grünen Platz“ in den „Platz der Märtyrer“ umbenannt. Dort feiern die Gegner Gaddafis ihren Sieg: sie verbrennen grüne Flaggen und reißen Abbildungen des Obersten auseinander. Die Bewohner versorgen die Rebellen mit Nahrungsmitteln und Wasser.

In einigen Bezirken wird aber immer noch gekämpft, obwohl die Regierungstruppen, Rebellen zufolge, bereits die Waffen niederlegen und sich gefangen geben. Die libyschen Oppositionellen haben bereits erklärt, dass ihre Regierung von Bengasi nach Tripolis umziehen soll.

Das Schicksal Gaddafis bleibt inzwischen unklar. Auf der Webseite der britischen Zeitung „Guardian“ heißt es, dass er sich entweder an der Grenze zu Algerien oder bereist in Algerien befindet. Anderen Quellen zufolge, sei Gaddafi immer noch in seiner Residenz in Bab-al-Azizi. Sie sei während der NATO-Luftangriffe stark beschädigt worden, aber Gaddafi stehen noch einige Bunker zur Verfügung. Inzwischen sind beide Söhne Gaddafis gefangen genommen worden. Zurzeit verhandelt der Internationale Strafgerichtshof mit der libyschen Opposition über die Auslieferung eines von ihnen – Saif al-Islam. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Ähnliche Beschuldigungen werden auch an die anderen Machthaber Libyens, unter anderem an Gaddafi, erhoben.

Wie wird sich die Situation im Land ohne Gaddafi entwickeln? Weniamin Popow, der ehemalige Botschafter Russlands in Libyen, meint Folgendes dazu:

“Jetzt reden die Aufständischen schöne Worte darüber, wie das Leben nach Gaddafis Sturz in Ordnung gebracht werde. Es werde eine Verfassung angenommen, die allen Bürgern unabhängig von deren Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe und Glaubensbekenntnis gleiche Rechte gewährleistet. Das ist sehr schön gesagt. Aber unter den Aufständischen wirken verschiedene Kräfte, darunter „die muslimischen Brüder“. Nicht zufällig war die HAMAS eine der ersten Organisationen der arabischen Welt, die den Einmarsch der Rebellen nach Tripolis begrüßt haben. Mitten in der Revolution ist die Situation noch nicht klar. Die Rebellen behaupten doch, dass sie mindestens acht Monate brauchen, um die Parlamentswahlen abzuhalten. Dann solle das Leben wieder in Ordnung sein”.

Laut Sergei Demidenko, dem Experten des Institutes für strategische Bewertungen und Analyse, werde Libyen nach Gaddafis Rücktritt etwa dem Irak von 2003 ähneln:

“Damals ging die zentrale Macht zugrunde, und entstand ein wirtschaftliches und politisches Vakuum. Traditionelle politische Kräfte versuchten, es zu füllen. Im libyschen Fall sehe ich einen Kampf zwischen Stämmen voraus, die alles teilen werden – Erdölmarkt, Waffenmarkt und Schmuggelmarkt”.

Artikel übernommen aus:

http://german.ruvr.ru/2011/08/22/55009589.html

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