Türkischer Botschafter:„Die EU sollte die Türkei bitten, beizutreten“

MIT - türlischer Geheimdienst
Erdoğan - Gefahr für Europa und die Türkei

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Ahmet Acet -- Bildquelle: Welt-Online

Der scheidende türkische Botschafter in Berlin, Ali Ahmet Acet, hat eine Bilanz unter seine Amtszeit gezogen. In einem Interview mit der Welt beklagt er vor allem ein schlechtes Bild der Deutschen über die Türken und zunehmende „Islamphobie und Fremdenfeindlichkeit“ überall in Europa. Die Türken fühlten sich „unterdrückt von einer starken Bürokratie und einer fremdenfeindlichen Stimmung, etwa bei der Wohnungssuche“. Sie sollten daher „selbstbewusster werden im Umgang mit der deutschen Gesellschaft.“

Er unterstrich die Aussage des Ministerpräsidenten Erdogan, der bei seinem letzten Deutschlandbesuch erklärt hatte, Assimilierung sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und Türken sollten immer Türken bleiben. Erdogans Äußerung sei zwar aus dem Zusammenhang gerissen und dieser hege keine schlechten Absichten gegenüber Deutschland. Es sei aber unmöglich Türken zu assimilieren: „Die Türken haben viel Heimweh, sie fühlen starke Bande zu ihren Dörfern und zu ihrer Familie. Außerdem haben sie eine andere Religion.“ Wegen dieser Unterschiede sei Assimilierung nicht möglich. Man müsse den Türken ermöglichen Teil Deutschlands zu werden, aber ihre kulturelle Identität zu bewahren.

Mit Blick auf die Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU erklärte Acet: „Die EU sollte die Türkei bitten beizutreten.“ Die Türkei sei inzwischen nicht sehr verschieden von anderen Ländern der EU, wenn es um Demokratie und Menschenrechte gehe. Die Türkei sei außerdem die am stärksten wachsende Ökonomie in Europa. Befürchtungen, viele Türken würden nach einem Beitritt in andere Länder auswandern, seien daher unnötig.

Zum Thema Europäische Union und Türkei schreibt der Observatoire de l´Europe 20 May 2010:

“Übermäßige Verzögerungen”, “Schwierigkeiten bei der Umsetzung”, “unzureichende Bewertung und Kontrolle”. Der Rechnungshof der EU nimmt das Blatt vom Munde über das katastrophale Management der Brüsseler Unterstützungs-Milliarden, die der Türkei seit 2001 unter dem Namen der Vor-Beitritts-Hilfe ausgezahlt werden (mit der Zustimmung der europäischen Abgeordneten und der Tagungen des Europäischen Rates). So wurden 2007 nur 30% der Ziele des Zeitplans der Beitritts-Vorbereitung der Türkei erfüllt. Der Rechnungshof beklagt, dass die Brüsseler Kommission “nicht über die notwendigen Informationen verfügt, um die Wirksamkeit der Heranführungshilfe nachweisen zu können” … Subventionen sind somit unwirksam, und deren Betrag ist jedoch über zwei Jahre vervierfacht und stieg auf 4,873 Mrd. € für den Zeitraum 2007-2013. 12 Kapiteln (von 35) offen für Verhandlungen. Nur 18% der 132 Projekte sind abgeschlossen .

Quellen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13607508/Die-EU-sollte-die-Tuerkei-bitten-beizutreten.html

http://euro-med.dk/?p=15632

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