USA verlegen nach Abzug aus dem Irak Truppen in den persischen Golf

US-General Votel fordert militärisches Vorgehen gegen den Iran
MOSKAU, 13. Januar (RIA Novosti).

Weil die irakische Regierung einen längeren Aufenthalt der US-Truppen ablehnt, will das Pentagon die militärische Präsenz im Persischen Golf verstärken.

Die Entscheidung sei bereits gefallen, berichtet die Zeitung „Los Angeles Times“ am Freitag unter Verweis auf Quellen in Washington. „In dieser Region können verschiedene Ereignisse erwartet werden und es wäre vernünftig, entsprechende Kräfte dort zu haben.“

Die USA hatten im vergangenen Jahr ihre Truppen aus dem Irak abgezogen, nachdem die Verhandlungen mit Bagdad über eine längere Präsenz gescheitert waren. Nach Angaben der Zeitung hatte der Kommandeur des für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien zuständige US Central Command (CENTCOM), James Mattis, vom Weißen Haus Verstärkung gefordert, um auf eine mögliche Bedrohung durch den Iran angemessen reagieren zu können. Zur Zeit werden Tausende von US-Soldaten nach Israel verlegt.

Am Vortag wurde bekannt, dass die US-Marine zwei weitere Flugzeugträger in den Persischen Golf geschickt hat, wo sich bereits ein Schiffsverband um die „USS John C. Stennis“ befindet. Darüber hinaus stockte das Pentagon laut Los Angeles Times das Truppenkontingent in Kuwait auf 15 000 Soldaten auf.

Der Streit um das iranische Atomprogramm hatte sich nach der jüngsten Übung der iranischen Kriegsflotte im Persischen Golf zugespitzt. Bei dem Manöver „Welajat 90” („Vorherrschaft 90“) vom 24. Dezember bis 2. Januar wurden mehrere Raketen gezündet. Zudem trainierte die iranische Marine die Blockade der Straße von Hormus, die als einer der wichtigsten Wege für den Transport von Öl und Gas aus dem Raum des Persischen Golfes gilt. Diese Nachricht löste damals einen Höhenflug der Ölpreise aus.

Vor diesem Hintergrund drohte der iranische Vizepräsident Mohammed Reza Rahimi, die Straße von Hormus zu sperren, falls die EU Sanktionen gegen iranisches Öl verhängen sollte.


Die US-Marine erklärte daraufhin, sie werde keine Blockade dieser wichtigen Öltransportader zulassen. Am 29. Dezember entdeckte die iranische Marine während der Übung vor der südlichen Küste des Landes überraschend in der Nähe ihrer Schiffe einen US-Flugzeugträger. Laut Medienberichten war das die „USS John C. Stennis“. Daraufhin warnte das iranische Militär die USA davor, den Flugzeugträger wieder in den Persischen Golf zu schicken.

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