Auf den Spuren des Hitler-Faschismus: Wer war Kurt Freiherr von Schröder?

Auf den Spuren des Hitler-Faschismus: Wer war Kurt Freiherr von Schröder?

Auf den Spuren des Hitler-Faschismus und seiner Finanzquellen

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Kurt Freiherr von Schröder (Quelle: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)

Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Lesen Sie diesen Artikel nicht! Es lohnt sich nicht. Schröder war ein unbedeutendes Bindeglied, ein bloßer Statist. Kurt Freiherr von Schröder war lediglich der Mann, in dessen Kölner Villa am 4. Januar 1933 die Machtübernahme Hitlers vorbereitet wurde. Sonst nichts! „Der amerikanische Historiker Henry Ashby Turner stellt… fest, dass Schröder nur ein ‘Teilhaber einer mittelgroßen Provinzbank’ war, der kaum für die Wirtschaft sprechen konnte. Er sei nur ein Bindeglied in einer zufälligen Kette persönlicher Beziehungen gewesen; ein bloßer Statist.“ Das sagt alles. Das steht bei wikipedia über das Treffen vom 4. Januar 1933. Also können Sie das Lesen an dieser Stelle tatsächlich beenden. Schröder: ein Mann fast ohne Bedeutung!

Für diejenigen, die immer noch weiter lesen, sei die Frage gestellt: Was trieb diesen Mann, das Treffen am 4. Januar 1933 zu arrangieren? Welches Interesse hatte er an einer Machtübernahme Hitlers? In dem 1996 bis 1999 entstandenen Arbeiterfotografie-Projekt “Die Liebe höret nimmer auf” über Grabstätten von Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft ist Kurt Freiherr von Schröder wie folgt charakterisiert:

Die Liebe höret nimmer auf

Kurt Freiherr von Schröder lebte von 1889 bis 1966. Er ist Mitglied einer hanseatischen Bankiers- und Kaufmannsfamilie mit Großgrundbesitz in Schleswig-Holstein, ist von 1909 bis 1919 Berufsoffizier, von 1918 bis 1919 Hauptmann im Großen Generalstab, heiratet 1913 die Teilhaberin des Kölner Bankhauses J.H. Stein, Edith von Schnitzler, wird 1919 von Industriellen und Bankiers in den Wirtschaftsausschuss zur Vorbereitung eines rheinischen Separatstaates gewählt, wird 1921 Teilhaber und später Leiter des Kölner Bankhauses J.H. Stein, gehört 1932 zu den Industriellen und Bankiers, die fordern, Hitler zum Reichskanzler zu machen, wird 1933 NSDAP-Mitglied 1475919, 1936 SS-Mitglied 276904, ist Verbindungsmann zwischen Großindustrie und NSDAP, Mitglied im ‘Freundeskreis beim Reichsführer SS Himmler’, dem u.a. Vertreter folgender Firmen angehören: Bosch, Flick, IG-Farben, Oetker, Quandt, Rheinmetall-Borsig, Siemens, Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank. Schröder ist zwischen 1933 und 1945 Präsident der Industrie- und Handelskammer Köln, Beirat der Reichsbank und der Reichswirtschaftskammer, Mitglied der Akademie für Deutsches Recht, Mitglied bzw. Vorsitzender in über 30 Aufsichtsräten, u.a. bei der Dynamit AG, der Felten&Guilleaume Carlswerk AG, der Braunkohle-Benzin AG (Brabag) sowie bei Rheinbraun, Verwaltungsratsvorsitzender der Siemens&Halske AG. Am 4. Januar 1933 findet in seiner Kölner Villa ein von ihm arrangiertes geheimes Treffen unter Teilnahme von Hitler, von Papen, Heß, Himmler und Keppler statt, mit dem vermittels eines Bündnisses von Nationalsozialisten und Deutschnationalen die Machtübernahme Hitlers vorbereitet wird. Beim Bankhaus J.H. Stein wird das Sonderkonto ‘S’ eingerichtet, von dem aus jährlich 1 bis 2 Millionen Reichsmark von der Wirtschaft, indirekt über das Sonderkonto ‘R’ bei der Dresdner Bank, an die SS fließen. Ein Ausschuss des US-Senats führt Schröder 1945 auf einer Liste von Mitgliedern aus Schwerindustrie und Hochfinanz, die mitschuldig seien an den in der „Sucht nach Weltherrschaft gegen die Völker der Erde verübten Verbrechen“. 1947 wird er von einem britischen Militärgericht zu 3 Monaten Haft und einer Geldbuße von 1500 RM, 1949 in der Revision nach Protesten der Bevölkerung zu einem Jahr Gefängnis und 500.000 DM verurteilt; 1950 wird das Urteil aufgehoben; er wird lediglich zu 60.000 DM Geldbuße verurteilt, wovon ihm 30.000 aufgrund seiner 6-monatigen Internierung erlassen werden; Großgrundbesitz und Teilhaberschaft am Bankhaus J.H. Stein bleiben unangetastet. Schröder zieht sich auf Schloss Hohenstein bei Eckernförde zurück.

Verbindungsmann zwischen Großindustrie und NSDAP

„Verbindungsmann zwischen Großindustrie und NSDAP“ sei Schröder gewesen. Genannt sind allerdings nur Unternehmen, denen das Attribut deutsch anhaftet. Das entsprach dem damaligen Wissensstand der Autoren des Ausstellungsprojekts. Es entsteht in dieser Darstellung der Eindruck, als sei Schröders Wirkungsfeld auf Deutschland beschränkt. Ausländische Mächte sind lediglich nach Ende der Nazi-Herrschaft genannt – in ihrer Funktion als erstaunlich milde Richter über eine Person, die für die Etablierung der Nazi-Herrschaft eine möglicherweise doch entscheidende Funktion gehabt hat. Dieser Umstand wirft Fragen auf.

Und siehe da – es ist zu erfahren: „von Schröder [war] erklärter Westeuropäer, der … 1939 die Deutsch-Britische Gesellschaft in Köln gründete.“ Das schreibt Ulrich S. Soénius im Kölner Stadt-Anzeiger am 4.1.2008, 75 Jahre nach dem Treffen in der Villa Schröder. Dagegen ist bei wikipedia zu lesen, dass 1939 eine Deutsch-Englische Gesellschaft, in der Schröder Mitglied war, aufgelöst worden sein soll. Aber wie dem auch sei – ob britisch oder englisch, ob gegründet oder aufgelöst – Schröder sei Westeuropäer, erfahren wir. Was ist denn das?

Anwalt der Interessen der ITT in Deutschland

„Durch Kurt von Schröder hatte die ITT Zugang zum inneren Kern der Machtelite der Nazis“, ist an anderer Stelle zu lesen. Oder: „Nazibaron Kurt von Schröder [wurde] zum Anwalt der Interessen der ITT in Deutschland.“ Stimmt das? Jedenfalls schreibt das ein Historiker namens Antony C. Sutton 1976 in einem englischsprachigen Buch, das erst 2008 in deutscher Sprache in der Schweiz erschienen ist. Sein Titel: “Wallstreet und der Aufstieg Hitlers”. Und weiter Sutton: „Die ITT wollte diese Geschichte der Zusammenarbeit zwischen der ITT und den Nazis im Zweiten Weltkrieg und die Verbindung der ITT mit dem Nationalsozialisten Kurt von Schröder verbergen – und das gelang ihr beinahe auch.“ Aber nur beinahe!

„Baron Kurt von Schröder wurde 1889 in Hamburg in eine alteingesessene deutsche Bankiersfamilie geboren. Ein früheres Mitglied der Familie Schröder zog nach London, änderte seinen Namen in Schroder (ohne Umlaut) und gründete die Bankfirmen J. Henry Schroder in London und J. Henry Schroder Banking Corporation in New York… Schröder handelte als Übermittler von Geldern der ITT, die 1944 an die SS-Organisation Heinrich Himmlers flossen, während der Zweite Weltkrieg bereits tobte und die Vereinigten Staaten sich mit Deutschland im Krieg befanden.“ Auch diese Zitate finden sich in Suttons Buch “Wallstreet und der Aufstieg Hitlers” (Wall Street and the Rise of Hitler) und sind erstaunlicherweise so im englischen wikipedia wiedergegeben.

Aber was heißt das schon? Das, was wikipedia offenbart, war 1944. Kann das in den Jahren davor nicht ganz anders gewesen sein? Kaum! Denn Suttons Forschungen belegen: „Kurz nachdem die Nazis 1933 an die Macht kamen, wurde Schröder zum deutschen Vertreter der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die [Carroll] Quigley [Professor für internationale Beziehungen an der Georgetown Universität] als die Spitze des internationalen Finanzkontrollsystems bezeichnet, sowie zum Leiter der Gruppe von Privatbankiers, die die deutsche Reichsbank beriet.“ Und: Schröder hat „nach 1933… die Interessen der ITT im nationalsozialistischen Deutschland“ vertreten. „Gerade weil Schröder diese exzellenten politischen Verbindungen zu Hitler und dem nationalsozialistischen Staat besaß, berief [ITT-Gründer] Behn Schröder in sämtliche Vorstände der deutschen ITT-Firmen ein: Standard Elektrizitätswerke AG in Berlin, C. Lorenz AG, Bremen, und Mix & Genest AG (bei der die Standard eine Beteiligung von 94 Prozent besaß).“

Und als Schröder im Januar 1933 das Treffen mit Hitler in seiner Kölner Villa am Stadtwaldgürtel arrangierte: wessen Interessen vertrat das „unbedeutende Bindeglied“ zu diesem Zeitpunkt? Womöglich auch bereits die des anglo-amerikanischen Kapitals? Wenn ja, aber doch wohl nur die von ITT, des US-Konzerns, ohne dessen Informationstechnologien – wie Werner Rügemer es charakterisiert – Hitlers Blitzkriege, die Transportplanungen im besetzten Europa und die Judenerfassung so nicht möglich gewesen wären?

Schröder, Warburg, Rockefeller

Nur ITT? Auch zu dieser Frage hat Sutton etwas anzumerken. Er schreibt über das „unbedeutende Bindeglied“: „Mitte der dreißiger Jahre wurde eine weitere Verbindung zwischen der Wall Street und Schröder geschaffen: dieses Mal durch die Rockefellers. 1936 wurden die unterzeichneten und allgemeinen Geschäftssicherheiten, die durch die J. Henry Schroder Banking Corporation in New York abgewickelt wurden, zu einer neuen Investmentbankfirma zusammengeführt – Schroder, Rockefeller & Company, Inc., an der Wall Street 48.“

Mit Fanatiker Hitler arbeiten

Weiter Sutton: „Wir wissen aus den Tagebüchern William Dodds, des amerikanischen Botschafters in Deutschland, dass 1933 ein Strom von Bankiers und Industriellen aus der Wall Street nacheinander durch die US-Botschaft in Berlin kam und ihrer Bewunderung für Adolf Hitler Ausdruck verlieh…“ Dodd am 1. September 1933: „Henry Mann von der National City Bank berichtete von einer Unterredung, die er und Mr. Aldrich [Winthrop W. Aldrich von der Chase Bank] vor etwa zehn Tagen mit dem Kanzler [Hitler] auf dessen Sommersitz führten. In der Judenfrage ist Hitler ein Fanatiker… Trotz Hitlers Einstellung sind diese Bankiers der Meinung, sie könnten mit ihm arbeiten [work with him].“ Dodd am 22. Januar 1934 über Rockefellers Public-Relations-Vertreter Ivy Lee: „Ivy Lee zeigte sich als Kapitalist und Verfechter des Faschismus.“

Im Buch eines Autors, der sich in Anlehnung an das Bankhaus Warburg den fiktiven Namen “Sidney Warburg” gegeben hat, wird – so Sutton – der Vorwurf erhoben, „Financiers der Wall Street (speziell die Rockefellers und die Warburgs wurden beschuldigt) Hitlers Machtübernahme 1933 direkt geplant und finanziert [zu] haben“.

Sutton zitiert Franz von Papens “Memoirs” (englische Fassung der 1952 in Deutschland erschienenen Memoiren “Der Wahrheit eine Gasse”): „Die am meisten dokumentierte Darstellung des plötzlichen Geldflusses zugunsten der Nationalsozialisten befand sich in einem Buch, das 1933 in Holland von dem alt-eingesessenen Amsterdamer Verlagshaus Van Holkerna & Warendorf mit dem Titel ‘De Geldbronnen van het Nationaal-Socialisme’ unter dem Namen ‘Sidney Warburg’ veröffentlicht wurde“. Gemäß New York Times vom 24. November 1933 werde darin – so Sutton – ausgeführt, „dass führende Amerikaner, darunter John D. Rockefeller, Hitler von 1929 bis 1932 in einem Ausmaß von 32.000.000 Dollar finanziert haben.“

Das Buch verblieb nur wenige Tage in den Buchregalen Hollands, dann wurde es entfernt und die entfernten Exemplare vernichtet. Dem Journalisten Jan Gustaaf Schoup, der das Buch dem Verlag angeboten hatte, wurde Fälschung vorgeworfen. Bankier James Paul Warburg gab 1949 eine eidesstattliche Erklärung ab, in der er darlegt, es gebe keinen ‘Sidney Warburg’ und er habe nie jemandem Material zwecks Veröffentlichung übergeben, insbesondere nicht einem J. G. Schoup. Papen bedankt sich bei „Herrn Warburg“ für dessen „Abrechnung“ und bezeichnet die im Buch aufgestellten Behauptungen als „bösartige Verleumdung“. Es „sei vermerkt, daß J. G. Schoup sein Unterfangen anscheinend mit dem Leben bezahlen mußte. Er wurde 1944 getötet“, schreibt Hermann Lutz 1954 in einem Artikel der “Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte”, der sich mit dem Buch und dem Fälschungsvorwurf befasst.

Hitler für amerikanisches Geld zugänglich?!

Sutton: „Wir haben unwiderlegbare Beweise dafür, dass einige der Warburgs, u.a. der Vater von James Paul, der Widerrufer des Buches von ‘Sidney Warburg’, Direktoren der IG Farben waren. Und die IG Farben sind dafür bekannt, dass sie Hitler finanziert hatten. ‘Sidney Warburg’ war ein Mythos, doch die IG-Farben-Direktoren Max Warburg und Paul Warburg waren keine Mythen.“ Die IG Farben sind „als Hauptfinancier und Geldgeber Hitlers ermittelt.“

„Bei Beratungen der Präsidenten der Federal-Reserve-Banken, des eigentlichen Finanzzentrums der Wallstreet, der fünf unabhängigen Banken, Vertreter der Royal Dutch, der Standard Oil, Rockefeller jun. u.a. im Sommer 1929 wurde Warburg schließlich gebeten zu prüfen, ob Hitler für amerikanisches Geld zugänglich sei.“ Das schreibt Karlheinz Deschner 1992 in “Der Moloch – Eine kritische Geschichte der USA“

Weiter Karlheinz Deschner „Im Oktober 1944 hatte US-Senator Claude Pepper, Florida, geäußert, zu jenen, die Hitler zur Macht verhalfen, habe auch John Foster Dulles gehört, »denn es waren Dulles’ Firma und die Schröder-Bank, die Hitler das Geld beschafften, das er benötigte, um seine Laufbahn als internationaler Bandit anzutreten«… Der ehemalige amerikanische Botschafter in Berlin, William E. Dodd, notiert in seinem Tagebuch, dass die von Dulles vertretenen Banken schon Ende 1933 Deutschland Anleihen im Wert von einer Milliarde Dollar gewährt hatten…“ Ob das stimmt?

Sutton ergänzt: „Die ITT hatte durch den deutschen Rechtsanwalt Dr. Gerhard Westrick noch eine weitere Verbindungsleitung nach Nazideutschland… Zu dieser Gruppe zählten nicht nur Kurt von Schröder und Westrick, sondern auch Franz von Papen und Dr. Heinrich Albert… Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten Westrick und Albert die Anwaltskanzlei Albert & Westrick, die sich auf die über die Wall Street abgewickelten Reparationskredite spezialisierte… Die Firma Albert & Westrick betreute die Kredite der J. Henry Schroder Banking Corporation auf deutscher Seite, während John Foster Dulles’ Firma Sullivan und Cromwell in New York das auf amerikanischer Seite tat.“

Und wieder Deschner: „Erstaunt es, dass ausgerechnet John Foster Dulles sich derart engagierte, der nachmalige US-Außenminister und Adenauer-Freund? Doch war damals, 1932/33, nicht auch Adenauer selbst dafür eingetreten, dass die Hitlerpartei »unbedingt führend an der Regierung vertreten« sein müsse? Er war. Und agitierte dafür nicht mit aller Kraft auch Adenauers Glaubens- und Parteigenosse Franz von Papen, der baldige Stellvertreter Hitlers und Päpstliche Kammerherr? Er agitierte. Und Papen kannte natürlich auch den Bankier und Parteigenossen Baron Schröder, der seinerseits… in ständiger Verbindung stand… mit einem amerikanischen Banken-Konzern, den John Foster Dulles juristisch beriet. Nach US-Presseberichten nahm Dulles auch an jener, so Papen später, ‘nun geschichtlich gewordenen Unterredung’ im Hause von Schröder teil, bei der, wie man annehmen darf, Papen Hitler die Unterstützung des Papstes zugesichert hat… Die New York Times berichtet im Januar 1933 über den Dulles-Besuch in Köln und erinnert noch einmal am 11. November 1944 daran. Beide Artikel sollen aber aus den amerikanischen Bibliotheken verschwunden sein…“ Auf dem Mikrofilm… an der Universität von Kalifornien in Los Angeles ist die Ausgabe vom 11. November 1944 erstaunlicherweise 14 Seiten kürzer als gewöhnlich.

Halbwahrheiten

„US-Sprecher tun sich schnell hervor, einen für sie missliebigen Politiker mit Hitler zu vergleichen. Dabei hat kein anderer Staat als die Vereinigten Staaten von Amerika so viel zum Aufstieg Hitlers beigetragen.“ Das schreibt – als wolle er die hier gewonnenen Erkenntnisse resümieren – Werner Rügemer 2014 in der Tageszeitung “junge Welt” zu einem Buch mit dem Titel “Big Business avec [mit] Hitler”.

„Während die Halbwahrheit, dass der Hitlerismus mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte 1945 besiegt wurde, in alle Köpfe gehämmert wurde, bleibt die andere Hälfte der Wahrheit, dass derselbe Hitlerismus nur mit Hilfe westlicher (britisch-amerikanischer) Kapitalhilfe überhaupt aufgebaut werden konnte, bis heute ein Tabu akademischer Geschichtsschreibung.“ Das steht auf der Rückseite des 2008 erschienenen Buches “Wall Street und der Aufstieg Hitlers” des Historikers Antony C. Sutton. Nun wissen wir auch, was Ulrich S. Soénius im Kölner Stadt-Anzeiger unter “westlich” versteht und zwischen welcher Großindustrie und der NSDAP Schröder der Verbindungsmann war.

Drei Monate Haft hat ihm 1947 ein britisches Militärgericht dafür zugedacht. Denn er war ja nur ein unbedeutendes Bindeglied, ein bloßer Statist. Es ließe sich die Frage stellen: warum auch sollten diejenigen Mächte, die das Dritte Reich haben entstehen lassen, einen Mann verurteilen, der einer ihrer Agenten war? Nun ließe sich einwenden: viele Agenten, die ihr Werk vollbracht haben, sind zum Schweigen gebracht worden. Aber das gilt nicht für alle. Mit den Worten von Gerhard Wisnewski ist zu unterscheiden zwischen Zirkuspferden und Zirkusdirektoren. Welcher der beiden Kategorien im Zirkus der Macht Kurt Freiherr von Schröder zuzurechnen ist, möge als Frage im Raum stehen bleiben.

Was für eine ungeheuerliche Behauptung, es habe ausländische Mächte gegeben, die Interesse an der Entstehung des Dritten Reiches gehabt haben! Wie ist das denkbar? Darauf gibt Guido Giacomo Preparata in seinem Buch “Conjuring Hitler – How Britain and America made the Third Reich” (Hitler heraufbeschwören – Wie Großbritannien und USA das Dritte Reich haben entstehen lassen) eine Antwort: Preparata legt dar, wie die Strategie der USA und insbesondere Großbritanniens darauf ausgerichtet war, Deutschland und die Sowjetunion gegeneinander in die Schlacht ziehen zu lassen – beginnend in den 20er-Jahren damit, die Aufrüstung Deutschlands, den Aufstieg der NSDAP und dann die einzelnen militärischen Schritte Hitler-Deutschlands hin zur Operation Barbarossa, des Feldzugs gegen die Sowjetunion, zuzulassen und zu fördern – mit dem Ziel, beide sich weitgehend gegenseitig schwächen oder gar vernichten zu lassen.

Tabubruch

Sollten Sie diesen Artikel bis hierher gelesen haben, sind Sie selber schuld. Sie wissen offensichtlich nicht, dass es Forschungsergebnisse gibt, die es nicht geben darf. Denn sie würden ein Weltbild zerstören, das mit großem Aufwand aufgebaut worden ist. Die USA müssen weiterhin als der große Befreier vom Faschismus gelten, nicht als dessen Initiator. Totschweigen und tabuisieren heißt deshalb die Devise. Und Tabubrechern ist Stigmatisierung zugedacht. Für sie stehen im Arsenal der Herrschaftsstrategen diffamierende Begriffe und weitere Mittel zur Verfügung, mit denen sie zur Strecke gebracht werden sollen. Deshalb vergessen Sie alles Gelesene und gehen davon aus, dass Kurt Freiherr von Schröder am 4. Januar 1933 in seiner Kölner Villa als unbedeutender Teilhaber einer unbedeutenden Provinzbank einem unbedeutenden Treffen beigewohnt hat, das nur zufällig Hitler und dem Zweiten Weltkrieg den Weg geebnet hat.

Veröffentlichung aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 10 (September 2014) – Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens – bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch.

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17 Kommentare

  1. Diese Dinge sind mir bekannt, geben aber auch nur ein unvollständiges Bild von der historischen Wirklichkeit wieder. Denn unabhängig davon wurde Hitler in Tavistocks Gemäuern als Rothschilds ausführende Hand (ich schreibe nicht rechte , denn dazu hätte er dem inneren Kreis angehören müssen, was nicht der Fall war, im Gegensatz zu Churchill) herangezüchtet. Warum die Zatanizten ausgerechnet Hitler als Gallionfigur der NaZis eingesetzt haben, würde hier zu weit führen, tiefgründig zu erklären. Dazu müsste man zunächst das “große Einmaleins” der Manipulation verinnerlicht haben.

    Und die reicht sehr weeeiiit in die menschliche Geschichte zurück. ;-)

    Was heute noch unter dem Begriff “Biodeutsche” fällt, ist – optimistisch geschätzt – zu 90% de_generiert. Würde das deutsche Volk aber auf die noch vorhandene Ressource jener verbliebenen 10% effizient zurückgreifen, hätte es noch den Hauch einer Überlebenschance. Im Moment sieht es leider nicht danach aus. Auch wenn so einige versuchen, dass mit pseudo-spirituellen Gewäsch (positives Denken und so, warten auf das Erscheinen der 5. Dimension … ) schönzureden.

  2. Deutsche Friedensbewegung
    Soll sich die Geschichte wiederholen?
    Die Gruppe Weisse Rose Neuhaus i.W. erinnert an das erste Flugblatt der
    bekannten Widerstandsgruppe aus der Zeit von 1942 – 1943.
    Im Jahre 1943 wurden sie für ihren friedlichen Widerstand hingerichtet.

    *Auszüge aus dem ersten Flugblatt:*

    “Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer
    verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenenHerrscherclique “regieren” zu lassen.“ […]

    […] – wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur
    geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie
    den Untergang. […]”

    “Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, werden die Boten der
    rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, […]”

    “Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt! […]”

    —————————–­—————————–­—————————–­

    Die Einzigen, die dieses korrupte Besatzungssystem in unserem Land
    aufhalten können, seid ihr.**

    Die einzige Kraft, die stark genug ist unser Land zu retten, sind wir alle.

    Die Einzigen, die mutig genug sind den Weltfrieden zu fordern, sind wir
    die deutschen Völker.

    https://www.youtube.com/watch?v=LJy08w-JPdo&t=14s

    Unsere große Zivilisation ist an dem Punkt zum Friedensvertrag und zur
    Freiheit angelangt.

    Wir spüren, das wir an der Reihe sind, dem Land, welches wir lieben,
    etwas zurück zu geben.

    Wir machen dies alle für die deutschen Völker und wir werden dieses Land für
    uns zurückgewinnen.

    https://www.youtube.com/watch?v=-EeNP9ouu_0

    https://www.youtube.com/watch?v=A-hkQn5eXKM&t=36s

    http://www.gemeinde-neuhaus.de

  3. Sehr schön. Danke admin für diesen Artikel. Die Tragweite der Täuschung ist so groß, daß die wenigsten das durchschauen können.
    Ich möchte nicht versäumen einmal auf die Person Adenauer hinzuweisen .. der zu dieser Zeit Oberbürgermeister von Köln war und eine der entscheidenden Figuren der Zentrumspartei (Zentrumspartei –>Steuerung durch den Vatikan) war und .. man verbinde die Punkte der Person Papen oder von Papen ..
    https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Papen

    Zitat:”1913 erhielt von Papen einen diplomatischen Posten als Heeresattaché an der deutschen Botschaft in den USA, zuständig für die USA und Mexiko, den er vor allem den guten Beziehungen seines Vaters zu Kaiser Wilhelm II. zu verdanken hatte, mit dem dieser gemeinsam studiert hatte. In den USA lernte er zahlreiche Persönlichkeiten der politischen und politiknahen Szene kennen, die damals untergeordnete Führungspositionen bekleideten und später etwa zur selben Zeit wie er selbst in die obersten Staatspositionen aufrückten, so etwa Franklin D. Roosevelt oder Douglas MacArthur, dem er während der Wirren der mexikanischen Revolution 1914 zur Flucht aus Veracruz verhalf. ”

    Es sind alles Verräter am deutschen Volk gewesen. Und sie wurden für ihren Verrat im Nachhinein auch dafür belohnt. Ich glaube zwar nicht, daß z.B. ein Adenauer oder ein von Papen zu Lebzeiten die Tragweite seines Verrats durchschaut hat, aber .. wehret den Anfängen. Wer einmal damit anfängt, kann wahrscheinlich auch nur noch sehr schwer da heraus kommen.

    Der einzige, der bei diesem Treffen in Köln wirklich verstanden hatte, was gespielt wird .. war Hitler selbst. Und er konnte gut spielen. Er hat sie alle hinters Licht geführt .. um dann selbst hinters Licht geführt zu werden. Ein Göring z.B. war zu gutgläubig. Nicht umsonst ist er einer der wenigen Nazigrößen bei den Nürnberger Prozessen gewesen, die tatsächlich zur Verantwortung gezogen wurden.

  4. …Furchtbar diese faschistischen Fanatiker… und diese überaus dämlichen deutschen Völker, was glaubens denn was sie sind… diese Fanatiker wollen doch echt über sich selbst als Volk bestimmen, anstatt von einer kleinen Satanisten-Elite beherrscht zu werden… das geht aber gar nicht… :-(

    Dietmar said
    19/04/2017 um 16:51

    Zu Ehren des Geburtstags von Reichskanzler Adolf Hitlers am 20. April

    Adolf Hitler, der das deutsche Volk ab 1933 errettete aus jüdischer Entrechtung, Enteignung, Schändung, Dezimierung, Demütigung, Entehrung, und aus jüdischer herbeigeführter Not, jüdisch herbeigeführtem Leid, jüdisch herbeigeführtem Hunger und jüdisch herbeigeführter Verzweiflung für das deutsche Volk, während Juden lebten wie die Maden im Speck während der verheimlicht jüdisch beherrschten kommunistisch-zionistischen Weimarer Räterepublik zwischen 1918 und 1932.

    Lest die Bücher „Juden schänden deutsches Recht“ oder „Die Bonzen im Speck, das volk im Dreck“ oder hunderttausende andere nichtkirchliche ungterdrückte Originalbücher aus den Jahren zwischen 1918 und 1932, als die Selbstmsordrate aus Verzweiflung so hoch war wie nie unter Deutschen in Deutschland, und kein Geburtsschein vor dem 3. Geburtstag eines Kindes ausgestellt wurde, weil die meisten deutschen Kleinkinder vorher an Unterernährung und Unterversorgung starben.

    Adolf Hitler und seine handverlesenen Getreuen schufen aus Deutschland ein Paradies auf Erden, und schützten das deutsche Volk vor den jüdischen Parasiten, Spekulanten, Zinswucherern, Händlern, Großhändlern, Monopolisten, Bankstern, Versicherern, Destabilisierern, Zersetzern und Vernichtern des deutschen Volkes, die ganz ohne nennenswerte eigene Arbeit bei jeder deutschen Arbeit, bei jedem deutschen Kauf, bei jedem deutschen Verkauf, bei jeder deutschen Dienstleistung, bei jedem deutschen Geschäft, bei jeder deutschen Leistung, bei jeder deutschen Forschungsarbeit stets mitverdienten, ja nicht selten den allergrößten Teil absahnten, wie es seit 1945 wieder die verheimlicht jüdische freimaurerische Banksterschaft seit 1945, Versicherungswirtschaft seit 1945, Beamtenschaft aller Arten von Behörden und Ämtern und Verwaltungen incl. Lehrerschaft aller Schul- und Hochschularten seit 1945, Pfaffenschaft, Kirchen und Freikirchen und Orden seit 1945, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und Rechtsanwälte und Notare und Gutachter und Sachverständige und Notare und Energieversorger und Funktionäre von Parteien und Gewerkschaften und Verbänden und Kammern und IHKs und Nichtregierungsorganisaitonen und EU und NATO und IWF und Weltbank seit 1945., freimaurerisches Unternehmertum und Händler und Großhändler und Facheinzelhändler und sonstige Monopolisten seit 1945, Energieversorger seit 1945. Alles Juden, die sich als Deutsche ausgeben seit der Nachkriegszeit. Auch alle Zeitungen, Illustrierten, Verlage, Druckereien, Amazon, ebay, Paypal, daWanda, Google, Wikipedia, Microsoft, sind solche verheimlicht jüdischen Monopolisten von Anfang an ab Kriegsende.

    Hier könnt ihr noch eine kurze Rede des Fanatikers anhören und mit nur geringen Verstand erkennen können, wer diesem Fanatiker die Macht gab und wer das 3. Reich wirklich aufbaute… https://lupocattivoblog.com/2017/04/18/reichsbuerger-bewegung-immer-mehr-im-fokus-der-oeffentlichen-aufmerksamkeit/#comment-454662

    Danke fürs Augenöffnen

    Rammstein – Bestrafe Mich (Live in Amsterdam)

    https://www.youtube.com/watch?v=cy9IWaBX7zQ

    • Ich möchte zu Bedenken geben, dass die Deutschen ohne den von Hitler und seinen Mitstreitern erschaffenden Wohlstand und der “Wohlfühldiktatur” NIEMALS wieder in den Krieg gezogen wären… Es war also nötig, erstmal dieses “Volksreich” zu schaffen, um es dann in den schon lange geplanten Vernichtungskrieg zu hetZen… Die Illupuppe Hitler hat ein brilliantes Schauspiel abgeliefert, ja die Reden waren in der Tat überZeugend… ;-)

      • Ja Sasa. Richtig erkannt. Hitler ist der Wolf mit den zwei Gesichtern, der Adolf = Ēadwulf
        https://ang.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler
        Er entspricht der Wesenheit des Werwolfs
        https://de.wikipedia.org/wiki/Werwolf
        Zitat:”Berichte über Lykanthropie (von griech. lykos: ‚Wolf‘, anthropos: ‚Mensch‘), das heißt über Verwandlungen zwischen Mensch und Wolf sind in der Geschichte sehr weit zurückzuverfolgen. Bereits Zwitterwesen in Höhlenmalereien lassen sich entsprechend interpretieren. Ältestes schriftliches Zeugnis ist das Gilgamesch-Epos, in dem die Göttin Ištar einen Schäfer in einen Wolf verwandelt”
        (Man beachte auch die Verehrung der Göttin Istar bei den Illuminaten .. siehe auch Cobra ..)

        Du erinnerst dich, dass ich auch schon mal geschrieben habe: Hitler, ist auf der einen Seite der Name für einen Schäfer mit einer Hütte. Hit-ler ist aber auch derjenige, der schlägt .. to hit= schlagen. Der Name hat also eine Doppelbedeutung.
        In der alt- englischen-germanischen Mythologie gibt es den Beowulf
        https://de.wikipedia.org/wiki/Beowulf
        Beowulf wirkt erstmal als Krieger sehr positiv. Auch hier gibt es Parallelen zu der Geschichte mit Adolf und der Bühne des Krieges mit dem deutschen Volk. Das ist schon alles ziemlich erstaunlich.
        Beiden Legenden von dem Werwolf und dem Beowulf ist gemeinsam, daß die Protagonisten Werkzeuge anderer Wesenheiten waren.

      • Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass er ein Schauspieler war. Einen Beweis dafür habe ich auch noch nicht gesehen.

        So wie es sich mir heute darstellt, kann man ihm höchstens vorwerfen, dass er von anderen als Spielfigur auf dem “grand chessboard” benutzt wurde und es nicht (oder zu spät) bemerkt hat.

  5. …Ein Ausschuss des US-Senats führt Schröder 1945 auf einer Liste von Mitgliedern aus Schwerindustrie und Hochfinanz, die mitschuldig seien an den in der „Sucht nach Weltherrschaft gegen die Völker der Erde verübten Verbrechen“

    …na wenn das die USA sagen, dann kann das doch nur stimmen… ihnen könnte man solches nimals nahelegen, wenn dann höchstens nur und ausschließlich jede Menge an “Friedensnobelpreise”… für ihre guten Wohl-Taten weltweit und für diese Welt…

  6. Auwaia, Hitler hat Geld angenommen,
    von Bankern, auwaia, von Industriellen, oweowe.
    Deshalb war er dann auch wie WACHS in ihren Händen.
    Das kommt von das.

    Heute leben wir ja gottseidank in einer besseren Welt:
    heute haben wir eine richtige Demokratie, mit Parteien und so,
    ohne Volksbefragungen und so.
    Unsere Parteien dürfen kein Geld annehmen. Von NIEMANDEM!
    (wollen sie auch gar nicht)

    Schauen wir uns den Wahlkampf heutzutage in den USA an:
    alles Idealisten am Werke, deshalb kostet es auch nix.
    Ist das Leben nicht schön?
    Tja, da könnte sich der Herr Hitler aber eine Scheibe
    von abschneiden. Dummer, alter Mann.
    (Ironie aus)

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