Widerstand gegen die Zensurmaschine hält an: Demonstranten in Deutschland!

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In Deutschland wird demonstriert. Dies ist so selten, dass es kommentiert werden sollte. Wir übernehmen den Fall. Es geht um das EU-Urheberrecht. Youtube und Co. müssen künftig den Urheberschutz bei denjenigen sicherstellen, deren Eigentum hochgeladen wird. Dies funktioniert über Uploadfilter, die recht automatisiert nach den Missetätern suchen. Nur: Die kleinen Unternehmen, freie und oft störende Medien, können sich diese Form der Kontrolle gar nicht leisten. Das Internet mutiert zum Internet der Großen.

Ein weiterer Aspekt: Suchmaschinen dürfen nicht einfach so kostenfrei die Ergebnisse der Suchen mit kleinen Textausschnitten zeigen. Die Verlage allerdings haben den großen Plattformen „Gratislizenzen“ dafür gegeben, als es in Deutschland für das Gesetz schon 2013 losging. Kleine Suchmaschinen gehen leer aus. Kleine Informationsanbieter können wiederum mit den Großen nicht konkurrieren. Die Meinungs-Einheitsfront wird in den Suchergebnissen immer sichtbarer.
Was in Deutschland zumindest auf diese Weise „funktioniert“, soll in der EU nun geltendes Recht werden. Alles zugunsten der Großen.

Demo gegen die Reform

Daher demonstrieren Menschen. Am vergangenen Sonnabend waren es in Köln offenbar 2.000 Menschen, so jedenfalls Medienberichte, die gegen die Reform demonstrierten. Keine Millionenbewegung, aber groß genug, um aufzufallen.

Doch die Berichterstattung blieb mau. Kaum jemand benannte diese Demonstration. Kein Wunder, so Kritiker: Es könnten vor allem große Verlage berichten (müssen). Genau jene aber profitieren von der Urheberrechtsreform. Sie bleiben am Ende übrig, wenn die Kleinen der hohen Kosten und der rechtlichen Schwierigkeiten wegen einknicken.

Es gibt eine weitere Protestplattform, die beachtlich ist. Eine „Petition“. Annähernd 5 Millionen Menschen haben sich bereits der Petition angeschlossen und unterschrieben. Übrigens: Wenn Sie „dagegen“ sind – die EU-Kommission hat sich bereits einen Namen für Sie und Ihresgleichen, also auch uns, ausgedacht: „Mob“. So sah es die EU-Kommission auf einem Blog.
Sie und wir sind Mob.

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