Wir sind Pharma, wir stehen zusammen…

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Die Pharmaindustrie hat mit dem Corona-Impfstoff nur einen von zahlreichen neuen Märkten für sich entdeckt. Kritiker verweisen stets darauf, dass die Pharmaindustrie notwendig an Krankheiten verdient. Je mehr, desto – kaufmännisch betrachtet – besser. Je ausgefallener die Therapien, desto – kaufmännisch – lukrativer ist das Geschäft. So entsteht in der Regel auch der Vorwurf, die Pharmaindustrie wolle sich an der Chemotherapie bereichern etc. Den Vorwurf bearbeiten wir hier nicht. Allerdings fällt auf, dass die Pharmaindustrie sich jetzt auch zum möglichen Impfzwang im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geäußert hat. Hier geht es um den Schweizer Konzern Roche. (AM9

“Der Chef das Schweizerischen Pharmakonzerns Roche, Christoph Franz, hat sich für einen Impfzwang ausgesprochen. Damit widerspricht er dem Schweizerischen Gesundheitsminister Alain Berset und dem Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz (BAG). Sowohl der Gesundheitsminister als auch das BAG betonen, dass es in der Schweiz auch beim Coronavirus keinen Impfzwang geben werde.

Obwohl Roche im Rennen um einen Coronavirus-Impfstoff nicht dabei ist, mischt sich der Roche-Chef in die öffentliche Diskussion ein. Er sagte, „es gehe ihm vor allem darum, andere zu schützen“, so ein Bericht der Handelszeitung. Jede Impfung nutze der Bevölkerung: „Ich persönlich bin für Impfobligatorien, ja. Obwohl ich weiß, dass das eine umstrittene Position ist“, so Franz. „Aber ich bin der Meinung, dass der Herdenschutz in einer Bevölkerung sehr wichtig ist. Mit einer Impfung trägt jeder dazu bei, dass die ganze Bevölkerung geschützt ist und damit auf Einschränkungen verzichtet werden kann. Insofern schafft Impfpflicht Freiheiten an anderer Stelle.“

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und der amerikanische Pharmakonzern Pfizer stehen nach eigenen Aussagen kurz vor der Zulassung eines Corona-Impfstoffs. Der Schutz soll bei über 90 % liegen. Bei den deutschen Impfstoffherstellern Biontech und Curevac hat Bill Gates Millionen investiert, genau wie die deutsche Bundesregierung.

Franz bezeichnete die Nachrichten von Biontech und Pfizer als „Good News“, warnte aber vor zu hohen Erwartungen. Man habe es mit „Zwischendaten“ zu tun und es gebe noch nicht einmal eine Notfallgenehmigung. Es werde „realistischerweise“ noch eine Weile dauern, bis der Impfstoff in der erforderlichen Menge verfügbar sein werde, auch in der Schweiz. Die Gesamtsituation werde sich erst Mitte nächsten Jahres verbessern, so Franz.

Da Roche nicht zu den Herstellern von Impfstoffen gehört, verdient der Pharmakonzern an anderer Stelle kräftig an der „Pandemie“ mit: Über Tests. Franz bekräftigte: „Ich bin davon überzeugt, dass wir damit noch länger eine Schlüsselrolle spielen werden.” Bisher hat Roche die Welt mit rund 180 Millionen Test versorgt, davon 20 Millionen PCR-Tests pro Monat.” Wer also verdient in diesem Spiel?

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